SCHERBENHAUFEN

 

SCHERBENHAUFEN

Ich steh’ vor einem Scherbenhaufen,
das Schönste hast Du kalt zerschlagen,
dass jetzt nur scharfe Splitter ragen,
von wo wir auseinander laufen.

Ich hab’ es echt und wahr gemeint,
ich hatt’ mein Herz dir angetragen,
bedingungslos wollt’ ich es wagen -;
du hast mein Hoffen schroff verneint.

Um deine Lieb’ hab’ ich gerungen,
doch ohne Antwort blieb mein Fragen,
du mochtest mir das Wort nie sagen,
so ist uns Bestes nicht gelungen.

Du kannst nicht lieben, du liebst dich,
selbst in den trauten Lebenslagen,
auch noch im Bett ist dein Betragen,
so kalt und blutleer wie ein Fisch.

Du kannst nur nehmen, nie dich binden,
vor Partnerpflicht schreckst du zurück,
suchst egoistisch schales Körperglück,
vertieften Frieden wirst du so nie finden.

Und eitel hüpfst du über Oberflächen,
wann gehst du dir auf deinen Grund ?
Doch du hast Angst vor eigenem Befund,
du müsstest die Gewohnheit brechen.

Das Materielle ist dir ach so wichtig,
du huldigst allen äußeren Dingen,
wenn sie nur schnellen Vorteil bringen,
doch all dies’ ist doch letztlich nichtig.

Nie bist du echt, bist stets am spielen,
Freundschaften willst du nur benutzen,
so kannst auch Liebe du beschmutzen,
dass uns nur Scherben sind geblieben.

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