KÖSTLICHE GEGENSÄTZE

 
KÖSTLICHE GEGENSÄTZE

Da ich zwischen deine Schenkel schaue,
wenn ich sehe, dieses dunkle, raue
Frauenfleisch in deinem Schoß -
nässeglänzend-sumpfig warmes Moos -

zwischen makellosen, schlanken, reinen,
marmorglatten Weiberbeinen,
dann erwacht aus meinem Mut ein junger,
wölfisch gieriger, heißer Hunger

solchen Gegensatz von kühlen-blassen,
lockend dunkel-heißen Häuten zu erfassen,
diese Widersprüche zu erschmecken,
zu eratmen, sie zu kosten, zu belecken.

Deine Schenkel sind wie eine Schale,
ähneln einem schneebedeckten Tale,
doch am Grunde pulst die dunkle Stelle,
deines hellen Leibs geheime Quelle.

Diese Quelle will den Durst nicht mindern,
meine süße Wirrsal niemals lindern;
ach, dein Rastplatz wird mich binden,
Rätselantwort wird sich nimmer finden.

Da ich zwischen deine Schenkel schaue,
hast du mich gebannt, geliebte Fraue !
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