AM QUELLEN-TEMPEL

13.11.2021
12.11.2021 - Der Autor an dem in einem Wäldchen versteckten Quellentempel im hessischen Aartal.
 
AM QUELLEN-TEMPEL
 
Am Quellen-Tempel stand ich oft,
hab‘ mir den reinen Trank erhofft,
den Pumpenschwengel in der Hand,
gepumpt bis Pumpe Wasser fand.
 
Jetzt bin ich volle Achtzig Jahr,
und weiß es kaum wie das geschah,
die Jahre zieh'n wie Schwalbenflug,
die Zeit ist wie ein Spuk und Trug.
 
Und kaum mal hielt ich rastend an,
der Gang zur Quelle war mein Drang.
Wer Quellenwahrheit finden will,
dem stehen nie die Beine still.
 
Denn keine Quelle sucht sich uns,
die findet kaum ein Hinz und Kunz.
Meist ist sie tief im Wald versteckt,
wonach kein Narr die Nase reckt.
 
Mir ging‘s mein Arbeitsleben lang,
in dem ich meist‘ um Wahrheit rang,
um schwarze Fenster aufzutun,
und aufzuklär’n ein „Blindes Huhn“.
 
Beliebt hab‘ ich mich nicht gemacht,
das war auch nie mein Vorbedacht.
Ein jeder der im Irrtum weilt,
nach neuer Wahrheit tritt und keilt.
 
Sei‘s Runen-Fund, sei‘s Irminsul,
ich fragte nie, wer planscht im Pool.
Ich ging den eig‘nen Ahnen-Pfad,
ich traute meines Glücksgeist‘s Rat.
 
Und siehe da, ich fand den Quell,
sein Wasser sprudelt silberhell,
was einen Wissensvorsprung schenkt,
zur Adlerschau die Ansicht lenkt.
 
Bis vor wenigen Jahren konnte sich jeder Besucher des eisenhaltigen, moussierenden „Johannisbrunnen“ im Aartal sein Trinkwasser selbst aus der Schwengelpumpe heraufholen, bis sie stillgelegt wurde, zugunsten anderer Aartalquellen, wie der „Römerquelle“. Auch der nahe „Sauerbrunnen“ von Rückertshausen sprudelt ergiebig für jeden durstigen Wanderer. Die Johannisquelle wurde bis zum Weltkrieg I. von einem englischen Unternehmen abgesaugt und als vorzügliches Tafelwasser für das englische Königshaus importiert. Der „Täufer-Johannes“ ist im christenkirchlichen missionsstrategischen Täuschungssystem die Ersatzfigur für die germanisch-altdeutschen Vegetations- und Frühlingsgottheit Baldur. So wäre es denkbar, dass in alter Zeit der Namen der Quelle im Volksmund „Baldersborn“ gelautet haben mag.
 
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SO NEBENBEI
 
Bin kein Uhland, Goethe, Schiller,
meine Reime klingen schriller,
denn sie bieten klare Kunde,
über unsere Zeitgeist-Runde.
 
Und noch darüber, die Gesichte
unserer deutschen Frühgeschichte,
die die Kirche uns vermasselt,
indem sie nur von Jesus quasselt.
 
So geht’s in meinen Reimen eben,
nach Vorbild, dem v. Fallersleben,
immer ums Geschick der Deutschen:
Großen Lehrern, kleinen Leutchen.
 
Natürlich kann das nicht behagen,
seit den ersten Bibel-Tagen,
jenen, die den Norden hassen,
drum die Hetze niemals lassen.
 
Ein jeder Deutsche ist umlauert,
der nicht demutsvoll erschauert,
vor Jehova, mit Konsorten,
der nicht kniet vor Kirchenpforten.
 
Jeder Hauptkampf gilt den Häupten,
die sich vor dem Kniefall sträubten,
einen Kreuzesgang verschmähen,
sich nie nach den Winden drehen.
 
Darum werd‘ auch ich gemieden,
nicht im Himmel, doch hienieden.
Die Medien meiden meine Werke,
wie’s im „Weltnetz“ ich bemerke.
 
Und ebenso tun‘s manche Toren,
ihrem Unsinnswust verschworen,
die noch nicht begriffen haben,
Lügner fressen bald die Raben.
 
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Antwortmail meines honorigen chinesischen Freundes und Hochschullehrers:
 
Lieber Meister!
 
Vielen verbindlichen Dank für die Teilung des neusten Beitrags über den Johannisbrunnen bzw. Baldersborn.  Inzwischen hat mich auch die Erweiterung des Investiturstreits erreicht, die ebenfalls in mein neues Manuskript einfließen wird.  Ferner bekomme ich Deine Erscheinung dank des beigefügten Bildes zum zweiten Mal überhaupt zum Gesicht.  Vorher war es ja nur einmal in Fallschirmjägerrüstung.  Doch die größte Nachricht für mich ist diesmal, daß Du die runde, stolze 80 erreicht hast -- dazu aller herzlichsten Glückwunsch und, auch im Nachhinein, alles erdenkliche Gut mit viel Heil und Segen!
 
Ja, die 80 ist eine magische Schallmauer, und die Deinige ist eine ganz besondere hinzu.  Denn wie es sich rechnen läßt, sollst Du ja 1941 das erste Licht in Midgard erblickt haben.  Damals stand das Reich noch auf dem Höhepunkt seiner Macht, und ganze Nation und Art ging hoffnungsfroh davon aus, daß der Sieg gleich errungen würde und ein gerechter, dauerhafter Friede in der Luft hinge.  Doch dann kam es bekanntlich anders, sodaß Du eine entsprechend harte Kindheit gehabt haben mußt.  Einmal zum Bewußtsein gekommen, hast Du tagaus tagein zusehen müssen, wie die Heimat Schritt für Schritt und Schicht um Schicht zerstört wurde (und wird) -- im Namen eines Mannes und seiner Bewegung, doch weder gegen den einen noch gegen die andere haben Churchill bzw. seine Drahtzieher den Krieg grassieren lassen.  Vielmehr lag es an der Lauterkeit und Tüchtigkeit der deutschen Art, die, solange einer -- wie jener eben -- sie konsequent zu Abwehr und Aufbau auszureizen vermochte, den letzten Bremsklotz im Wege des Zwergengezüchtes zur erträumten Weltherrschaft darstellte.  Daraufhin wurde nicht nur 2015 zur endgültigen Ausradierung des Blutbestands vielfältige Naturmenschen eingeschleust, sondern auch die massive BRD-Umbenennung hatte dafür geistige Vorbereitung getroffen.  Demgegenüber müßtest Du zu den ersten gehört haben, die zur Feder griffen, um das Ahnenerbe aufzubewahren und die Zeitgenossen wachzurütteln.  Als Nacheiferer habe ich besonderen Gefallen, ja Begeisterung am Satz gefunden: "Beliebt hab´ ich mich nicht gemacht / Das war auch nie mein Vorbedacht".  Der Starke ist am mächtigsten allein.  Wer seiner Zeit voraus ist, der hat diese Alleinigkeit über sich ergehen zu lassen.  Doch "was einen Wissensvorsprung schenkt / Zur Adlerschau die Ansicht lenkt"!  Und dafür hoffe ich inbrünstig, daß Du mittlerweile einen gefunden hast, dem die nötige Zeit und Kraft gebührt, das germanische Kulturgut fortzutragen...
 
Noch einmal beste Grüße und Glückwünsche sendet Dir
in Verehrung und Verbundenheit
Dein treuer HY.
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