ICH SEH’ NUR SIE

 

ICH SEH' NUR SIE

Ich steh’ im Dunkeln vor dem Haus
und blicke in die Nacht hinaus,
ich schaue hinan zu den Sternen,
ich sinne in himmlische Fernen.
 
Was schert mich der nahe Hexenwald,
die Windsbraut, die meine Brust umkrallt,
was die Nebelfrauen, die steigen,
wenn sie tanzen gespenstische Reigen ?!
 
Im Bachlauf murmeln die Wasser -;
gleich sind mir Freunde und Hasser;
zum Monde auf bellt ein hungriger Hund,
doch still liegt meiner Seele Grund !
 
Mich berührt kein nächtiges Leben,
im versunk'nen gedanklichen Weben;
ich spüre allein in des Herzens Gefild’
nach der Geliebten bezauberndem Bild.
 
Ich sehe allein eines Weibes Mund,
er macht mir die Fülle der Wonne kund;
ich mal’ mir im Geiste ihre Gestalt,
mich bannt meiner Liebe Allgewalt.
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