DAS / DIE SCHÖNSTE

 

DIE SCHÖNSTE

Wunder, Wunder -, köstlich feine,
zeigen all’ die Welten-Zonen:
Sternen-Licht und Edel-Steine,
Helligkeit von Geistes Thronen.
 
Von den Höhen -, aus den Tiefen,
geht ein Strahlen aus den Schätzen,
die im Schöpfungsplane schliefen,
folgend den Naturgesetzen.
 
Doch inmitten all’ der Wunder,
in der Fülle Köstlichkeiten,
wuchs das Beste dem Erkunder,
in den Nähen, in den Weiten.
 
Unterm Klang der Sphären-Töne,
sprossten Blumen aus Gefilden -,
glatte Wesen holder Schöne -,
Kronen-Glanz den Welt-Gebilden.
 
Seht das Weib in seiner Größe,
heiliger Entwicklungs-Sprünge,
göttlich glänzt’s in reiner Blöße,
ihres Lilien-Leibes Schwünge !
 
Selbst ein Tumber oder Tauber,
wird vom Weib in Bann geschlagen,
berückend locken ihre Zauber,
ein Leben für
es hin zu wagen.
 
Höher als die Lust zum Leben,
steht der süße Wahn der Lüste,
Frauenschönheit speist das Streben,
zu den fernsten Meeres-Küsten.
 
Frauen sind der Schönheit Wipfel,
treibt zu ihr der Liebe Wahn hin,
lockt des Nordens Weib zum Gipfel,
hin zur Schönsten, zur Germanin !