EINMAL…

 
 
EINMAL…
 
Einmal tut es nicht mehr weh,
einmal endet das Verlangen,
und dein Bild wird immer kleiner
und ich bin nicht mehr gefangen.
 
Frei und haltlos treib‘ ich hin,
hast mich ja nicht halten mögen,
wolltest keinen Platz mir geben,
unter deinen Lebensbögen
 
Immer ist‘s das gleiche Spiel,
einer liebt, der andere liebelt,
ach, so selten wird die Paarung
beiderseitig übergibelt.
 
Deines Herzens Eisen-Tür
hieltest du allzeit verschlossen,
niemals hab‘ ich deines Heimes
traute Heimlichkeit genossen.
 
Deinen Körper gabst du mir,
hieltest deine Schenkel offen,
doch ich wollte mehr als das,
wollt‘ auf deine Seele hoffen.
 
Lang, so lange hofft‘ ich wohl,
doch kein Herz kann ewig werben,
jeder Sinnenschmerz verblasst,
wenn die Liebeskräfte sterben.
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