ENKELIN SOLVEIGH-SIEGRUN

 
 
ENKELIN SOLVEIGH-SIEGRUN
 
Huch -, ich hab‘ ein Enkelkind,
plötzlich seh‘ ich es im Bild,
Solveigh heißt das junge Ding -,
Enkel stimmen Opas mild.
 
Irgendwo in Kanada,
in Neu-Schottland soll es sein,
wächst ein neuer Hessenspross
in die fremde Welt hinein.
 
Töchter suchen ihren Mann,
finden ihn im Irgendwo,
fragen nicht nach Vaters Land,
werden sie nur liebes-froh.
 
Suchen sich ein neues Nest,
dazu einen strammen Hahn,
selten passt den Vätern der,
läuft nie auf gewünschter Bahn.
 
Dann geht‘s besser als gedacht,
war‘s nicht so zu aller Zeit ?
Kinder laufen nicht nach Plan,
halten sich für selbst gescheit.
 
Leben strebt voran, voran,
schaut nur selten mal zurück,
unbedacht sind Kinderschritte,
auf die Zukunft geht der Blick.
 
Doch der größte Wert ist Sein,
wichtiger als woher, wohin,
denn der Ur-Impuls ist Streben
nach der Gene Raumgewinn.
 
Ach, was denk‘ ich hin und her,
seh‘ der Solveigh Augenglanz,
möcht‘ nur meine Hände legen,
auf der blonden Löcklein Kranz.
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