ZWEI SCHWÄNE

 
ZWEI SCHWÄNE
 
Zwei Schwäne sah ich schnäbeln,
in einem alten Traum;
die Höhe blau, grün war der See,
am dunklen Tannensaum.
 
Die weißen Vögel flogen
den fernen Wolken zu,
da ahnte ich das Gleichnis,
das waren ich und du.
 
Der hohe Himmel hob uns,
zur Sonnenglut hinan -;
kein Steigen währet ewiglich,
es endet irgendwann.
 
Ich sah nur deine Federhaut,
ein Weiß im großen Blau,
du warst mein Fliegen und mein Fluch,
du, meine Schwanenfrau.
 
Was weiß ich was im Traum geschah,
macht Liebesglück doch blind ?!
die Schwäne sind nur Schemen noch,
die lang’ vergangen sind.
 
 
Bild: Konstantin Vasilyev
 
 
 
     
 
 
     
 

 

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