DIE PHILLIPPCHEN

 

DIE PHILLIPPCHEN

Ich hegte einen Kindertraum,
mit einem Zoo voll Tieren -,
das Leben nahm mich in den Zaum,
ich musst’ ihn revidieren.

Doch ein paar Tierchen hatte ich,
darunter war’n drei Frettchen,
sie liefen frei und wuselig
im Haus ganz ohne Kettchen.

Sie fraßen Katzenfutter gern,
nur ungern was vom Rippchen.
Sie kannten mich als ihren Herrn
und hörten auf „Phillippchen“.

Hielt ich zuweilen dann und wann,
ein kleines Mittagsschläfchen,
das Phillipchen bald zu mir sprang,
kaum zählte ich die Schäfchen.

Sein Köpfchen kuschelte sich fein,
wir schnarchten Ohr an Öhrchen,
problemloser schlief ich allein -,
mich kitzelte sein Flörchen.

Man denkt, ein Marder liebe Blut,
Rohfleisch fand keine Gnade -,
die Frettchen leckten süßen Sud,
Joghurt und Schokolade.

Und als ich dann ein Mädel fand,
so schlank als wie ein Frettchen,
da schlang sich unser Liebesband,
zu Dritt um’s Lotterbettchen.

Das Phillippchen war immer mit,
wohin wir Drei auch reisten,
war unsres Frohsinns Liebes-Kitt,
bis wieder wir verwaisten.



Foto: Freundin Jurgitchen mit Phillippchen, 2004 n.0

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