ELEFANTEN-ELFE

 

ELEFANTEN-ELFE
 
Beinchen hat sie gleich der Elfe,
feinste Formen -, elegant,
doch im Geiste -, ach Gott, helfe,
stampft sie wie ein Elefant.
 
Als Elefant im Porzellan
trampelt sie auf meinen Tässchen,
zerscherbelt meinen Liebeswahn,
ging dann ihre eig’nen Gässchen.

Lichterloh brannte das Feuer,
meiner Liebe Flammenrausch,
doch mein Elfen-Ungeheuer,
dachte nicht an Herzenstausch.

Trotz der zarten Bein-Gebilde,
trampelt’ sie mein Feuer aus,
wie im Urwald eine Wilde,
unbedacht und herzlos-graus.

Liebe selbst hat sie verspottet,
Romantik sei ein Männerwahn,
leicht mit Worten ausgerottet,
wird der Zartheit Blüten-Bahn.

Ihres Elfen-Mundes Schwünge,
schöner als der Lilien Blüt’,
Quelle böser Geistessprünge,
aus abgründigem Gemüt.

Wie ein Marktweib konnte reden,
solch’ ein süßer Elfen-Mund,
nicht vom holden Garten Eden,
barsch und roh in trauter Stund’.

Ach, es schien ihr eine Freude,
mit Entsetzen trieb sie Scherz,
dass ich sah, dass ich vergeude,
hier umsonst mein liebend' Herz.

 

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