JOSEPHINE WITT

Nackt im Kölner Dom

"Oben ohne" auf Altar: Femen-Aktivistin vor Gericht

DER MITTELALTER-TERROR IST NOCH NICHT VORBEI !

 
 
 
 
 
JOSEPHINE WITT IM KÖLNER DOM
 
 
Wie rann der „Hexen“ Blut so rot,
in tausend Jahren katholischer Not !
Wie gellten die Schreie verbrennender Frau'n,
von Feuerstößen aus christlichem Grau'n !
 
Wie wurde der Pöbel zum Wahn gelenkt,
die Frauen weg vom Altar gedrängt !
Und obendrein irrsinnig, insgesamt
zu „Erbsünderinnen“ auf ewig verdammt !
 
Schweigen und dienen sollte das Weib,
in biblischer Dogmen dumpfem Verbleib !
Nur Jungfrau’n und Nonnen sollten sie sein,
der Selbstaufgabe ihr Leben weih’n !
 
Schweigen der Lämmer unter der Fron,
im quälendem Terror der Inquisition.
Die Häscher schlichen kapuzenvermummt,
wer nicht parierte der wurde verstummt !
 
Nicht Weib und Mann noch Volk war'n frei,
hoch ist die Zeit für den Freiheits-Schrei !
Die Bibel ist aller Freiheiten Spott,
ein jeder Mensch ist doch Teil von Gott !
 
Nicht steht der Mensch in Jahwes Pflicht,
es droht keine „Hölle“, kein „Letztes Gericht“ !
Was die Kirche verkündet ist nimmer wahr,
das Weib ist der Erde wahrer Altar !
 
Reif ist die Zeit für geänderte Sitt’,
auf den falschen Altar sprang Josephine Witt !
Sie hat sich zur Freiheitsheldin ermannt,
wie einstmals im freien Germanenland !
 
Reif ist ihr Geist und reif war die Tat
wir ehren der Jungfrau tapferen Rat !
Sie erneuert das uralte Heiden-Gebot,
der Mensch sei geheiligt, wir alle sind „GOD“ !
 
Es geschah im berüchtigten Kölner Dom,
der bösen Filiale des bösen Rom.
Wo man zum Fluche und ewiger Schand’,
den „Hexenhammer“ der Mönche erfand.
 
Es geschah zu Jul-Zeit im Jahresrest,
dem heiligen heidnischen Weihnachtsfest.
Das sei ein Omen auf bessere Zeit -;
lasst sie brechen, die Ketten der Unfreiheit !

 

 

„I am GOD“  („Ich bin Gott“):

 

Die morgendliche Weihnachtsmesse des 25.12.2013 im Kölner Dom hatte gerade begonnen, als die Frauenrecht-Aktivistin Josephine Witt mit nacktem Oberkörper vor Erzbischof Joachim Kardinal Meisner (80) auf den Altar sprang und laut ausrief: „Ich bin Gott !“  Mit der mutigen Tat soll gegen das Machtmonopol der katholischen Kirche protestiert werden, verkündete die 20-jährige Hamburger Philosophie-Studentin. Es war nicht die erste aufsehenerregende Aktion der jungen Freiheitsheldin. Die Freiheits-Frauen setzen den weiblichen Körper als Waffe ein. In ihrem Manifest heißt es: „Weibliche Nacktheit, frei vom patriarchalen System, ist der Totengräber dieses Systems, als ein militantes Manifest und ein sakrales Symbol zur Befreiung der Frauen.“

Josephine Witt: „Ein Mann hat mir sogar ins Gesicht geschlagen. Und als ich auf dem Boden lag, wurde mir in den Intimbereich getreten. Die Szenerie war schrecklich." „Ich wurde in einen Raum geschleift, wo ich nicht telefonieren durfte. Mir wurde gedroht. Und da waren Leute, die nannten mich eine Sünderin."

PS: Der Dominikaner Heinrich Kramer (lat. Henricus Institoris) veröffentlichte im Jahre 1486 den „Hexenhammer“ (lat. „Malleus Maleficarum“), ein katholisches Machwerk zur Legitimation der Hexenverfolgungen. Bis ins 17. Jahrhundert erschien das Buch in 29 Auflagen. Die von Papst Innozenz VIII. 1484 unterzeichnete „apostolische Bulle“ „Summis desiderantes affectibus“  steht dem Text des „Hexenhammers“ voran. Um die Bedeutung des kirchlichen Dokuments zu bekräftigen, fügte Kramer eine Zustimmung des Notariats der stockkatholischen Universität zu Köln hinzu, deren Echtheit heute bezweifelt wird. Wäre sie ohne Zustimmung der Kölner Professoren geschehen, hätten diese aber dagegen protestiert, was nicht geschah. Er verwies in seiner Argumentation gegen die Frauen vielfach auf die Bibel. Mehrere Ausgaben sind illustriert, um zu verdeutlichen, wie verbreitet und gefährlich das Wirken der (vermeintlichen) Hexen sei.

 

 

In der ersten Instanz war die Aktivistin zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt worden. Dagegen hatte sie Berufung eingelegt. Aufgrund ihrer geänderten Einkommensverhältnisse betrug die Geldstrafe dann 600 Euro.

 

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