DIE WOLLUST-SCHLANGE

 

DIE WOLLUST-SCHLANGE

Frauen haben kalte Seelen,
könnt’ man ihre Häute schälen,
fänd’ man in der tiefsten Kammer,
nichts als Eiszeit-Höhlen-Jammer.

Frauen wissen nichts von Liebe,
in ihrer Hirne Denk-Geschiebe,
geht's nur um Besitz und Raffen,
Schmuck und Kleider anzuschaffen.

Frauen kennen kaum die Treue,
allzeit lockt sie’s frisch aufs Neue,
ein Modegag, ein Firlefanz -,
fraglos auch der neueste Tanz.

So leben Frau'n so vor sich hin,
sie denken meist an Zugewinn,
und merken manchmal ganz perplex:
„Oh Gott, ich sinne ja auf Sex !“

Oft während Sie an Torten nascht,
wird Frau ganz plötzlich überrascht,
das kommt pro Monat zweimal vor -;
das funkt wie Blitzschlag ins Kontor.

Frauen können’s nicht erklären,
warum sie sich damit beschweren,
was da in ihnen plötzlich schwillt,
sie zur Wollust macht gewillt.

Es ist als würd’ verzehrend -, ach,
ein fremder Schlangendämon wach;
der streicht mit heißem Gliederstrang,
den Frau’n am kalten Leib entlang.

Der fasst mit Tatzen sie an Hüften,
macht süchtig sie in kühlen Grüften,
und langsam weckt das Ungeheuer,
im Frauenleib das Wollust-Feuer.

Dann beginnt ihr Eis zu schmelzen,
säßen vorher sie in Pelzen -;
die eigene Wallung tut so gut -,
ihr Atem flammt, es kocht ihr Blut.

Dann werden Frauen erst erträglich,
auch jene die zuvor meist kläglich,
an allem was zu mäkeln hatten,
legen fügsam sich auf Matten.

 

Die Verse sind nicht ernsthaft gemeint, jede Pauschalisierung ist natürlich reiner Unsinn.

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