FRAUENNOT - FRAUENSCHUTZ

Das „Femidom“, der frauliche Intimschutz
 
 
FRAUENNOT - FRAUENSCHUTZ
 
Was ist aus der Welt geworden,
dachten wir, sie würde besser.
Aggressiv in meiner Jugend
war allein der Rost-Zerfresser.
 
Heute geht’s mit Turbo-Schritten
rückwärts, mit Tamtam der Bongo,
jährlich tiefer, immer tiefer
schnurgerade Richtung Kongo.
 
Es wächst die geile Affenhorde,
aufgeputscht von Porno-Schmuddel,
trieft ja Dreck aus Netz und Handy
von gemeinster Sudel-Puddel.
 
Wenn die Frau‘n erniedrigt werden,
zum Objekt der Affen-Triebe,
müsste keiner sich verwundern,
über die Geschlechterkriege.
 
Keine Frau fühlt sich mehr sicher,
Missbrauch, Schläge, Sexusmorde,
sind zum Alltag jetzt gediehen -,
Verrückte feiern Mord-Rekorde.
 
Schutzlos fühlen sich die Frauen,
von Merkels Politik verraten,
jede muss privat sich schützen
vor brutalen Missbrauchstaten.
 
So weit ist die Angst gewachsen,
dass sie Abwehrriegel schnallen,
bis hin zu den extremen Mitteln
entwürdigender Penis-Fallen.
 
In Deutschland werden mehr Frauen vergewaltigt als in Indien ?
 
Alle 18 Stunden wird in Delhi eine Frau vergewaltigt, schreiben die Zeitungen. In Deutschland geschieht dies, leider, alle 68 Minuten. Hochgerechnet, dass in Deutschland sieben Mal mehr Menschen leben als in Delhi, ist die Zahl der Vergewaltigungen noch immer doppelt so hoch. Dass es in Deutschland heute deutlich mehr Vergewaltigungen gibt als noch 1995, wird hingegen restlos ignoriert. In Indien leben mehr Menschen als in ganz Europa. Dementsprechend gibt es auch mehr Gegensätze auf den verschiedensten Ebenen. In einem Punkt zeigt sich jedoch eine traurige Parallele: Wenn immer Frauen von Menschenmassen umgeben sind, kommt es zu sexuellen Belästigungen. Inderinnen haben wohl gelernt damit zu leben, dass immer wieder Männer im Gedränge Körperkontakte absichtlich provozieren, dass immer wieder eine Männerhand an Rundungen und sonst wo zu verspüren ist, dass sie allgemein zum Lustobjekt degradiert werden. Aus diesem Grunde gibt es in indischen Eisenbahnen auch Waggons, die ausschließlich für Frauen reserviert sind. Auch als Mann kann ich mir durchaus vorstellen, dass dieses ständige Betasten nicht nur als lästig, sondern als abstoßend und ekelig empfunden wird.
 
Zweifellos handelt es sich bei der brutalen Vergewaltigung und Ermordung einer 23-jährigen Studentin in einem öffentlichen Autobus in New-Delhi um ein besonders abscheuliches Verbrechen. Wie lässt es sich erklären, dass die Massenmedien wochenlang mit unglaublicher Regelmäßigkeit über diesen traurigen Vorfall in Indien berichten? Dass ein 28-Jähriger an der ungarisch-rumänischen Grenze kürzlich verhaftet wurde, der drei Frauen in Wien brutal vergewaltigt hatte, findet fast ausschließlich nur in österreichischen Zeitungen Erwähnung. Auch er hatte seine Opfer in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgespäht, um sie danach brutal zu misshandeln und zu berauben. Was nun den über alle Maßen ausgeschlachteten Vorfall in Indien betrifft, bemühen sich die Massenmedien durch Zahlenangaben auf die dramatische Situation in Indien zu verweisen. So berichtet u. a. der SPIEGEL dass in Neu-Delhi alle 18 Stunden eine Frau vergewaltigt wird. Ergänzend sei hinzugefügt, dass sich die indischen Berichte auf Delhi beziehen, wo 11 Millionen Menschen leben, und nicht auf die eigentliche Hauptstadt Neu-Delhi, bei der es sich offiziell nur um einen kleinen Teil der Metropole mit gerade 250.000 Einwohnern handelt.
 
Nach Angaben des deutschen Bundeskriminalamt erfolgten im Jahr 2010 in Deutschland 9,4 Vergewaltigungen und sexuelle Nötigungen pro 100.000 Einwohner. Die Einwohnerzahl Deutschlands wird mit 81,9 Millionen angegeben, was bedeutet, dass 7.700 Frauen innerhalb eines Jahres vergewaltigt wurden. Lassen sich 489 Fälle, wie sie in Delhi geschehen, auf eine Vergewaltigung alle 18 Stunden hochrechnen, so ergibt die gleiche Rechnung für Deutschland eine Vergewaltigung alle 68 Minuten ! Die Zahl der Vergewaltigungen auf jeweils 100.000 Einwohner hochgerechnet, betrug in Deutschland im Jahr 2010, wie erwähnt, 9,4, in Delhi hingegen nur 4,45. An der Spitze liegt das berüchtigte Südafrika mit 120 Vergewaltigungen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Botswana. Doch auch in England, Norwegen und den Vereinigten Staaten von Amerika werden fast 30 Vergewaltigungen pro 100.000 Einwohner gezählt. Für Deutschland wird dieselbe Zahl angegeben, wie sie vom Bundeskriminalamt veröffentlicht wurde: 9,4. Was diesbezüglich aber noch ins Auge fällt ist das Ansteigen der Vergewaltigungsfälle in Deutschland seit den 1990er-Jahren.
 
Zweifellos erfüllt uns der tragische Vorfall in Indien mit tiefer Bestürzung, insbesondere der brutalen Umstände und nicht zuletzt der tödlichen Folgen wegen. Doch was geht in den Redaktionen der Massenmedien vor, dass sie die Situation in Indien derart hochspielen, während im eigenen Land gleichzeitig mehr Frauen Vergewaltigungen zum Opfer fallen? Alle 68 Minuten erleidet eine Frau in Deutschland dieses tragische, oft lebensverändernde Schicksal. Alle 68 Minuten. Das bedeutet, dass während dieser zwei Wochen, während der tagtäglich über die Situation von Frauen in Indien berichtet wird, zwei- oder dreihundert Frauen in Deutschland vergewaltigt wurden !
 
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DAS „FEMIDOM“
 
Täglich werden unzählige Frauen Opfer eines Sexualverbrechens, mit dessen traumatischen Folgen sie ein Leben lang zu kämpfen haben. Nicht nur die psychischen Folgen bedeuten einen endlosen Leidensprozess, denn im schlimmsten Fall wird das Opfer auch noch mit einer Geschlechtskrankheit infiziert oder geschwängert. Laut Statistiken ist Südafrika das Land mit den weltweit meisten Vergewaltigungen. Rund 52.000 Übergriffe werden jährlich registriert. Experten gehen jedoch von einer wesentlich höheren Dunkelziffer aus. Die Südafrikanerin Sonette Ehlers hatte bei ihrer Arbeit regelmäßig mit den Opfern solcher Übergriffe zu tun, was sie letztlich zu einer sehr speziellen Erfindung inspiriert hat. Frauen führen das Teil in die Vagina ein, um sich vor Vergewaltigern zu schützen. Für den Täter wird der Übergriff zur Höllenqual.
 
Mithilfe eines „Femidoms“, also eines Kondoms für Frauen, sagt sie allen Gewalttätern den Kampf an. Das Besondere an dem aus Silikon gefertigten Produkt mit dem Namen „Rape-Axe“ ist sein Innenleben: Es ist mit harten Kunststoff-Widerhaken besetzt, die sich bei einer Penetration in den Penis bohren. Der überraschte Täter wird unter solchen Schmerzen seine schmutzige Schandtat nicht zu Ende bringen können und sein Opfer kann die Chance zur Flucht nutzen. Vom Penis können die Haken nur chirurgisch wieder entfernt werden, womit man den Täter im Krankenhaus gleich der Polizei übergeben kann. Gleichzeitig tut „Rape-Axe“ das, was auch ein gewöhnliches Kondom tut: Es schützt vor Krankheiten und Schwangerschaft. Frauen können das „Femidom“ bis zu 24 Stunden tragen. Eingeführt wird es wie ein Tampon. Eine Verletzungsgefahr für die Trägerin selbst besteht dabei nicht. Kritiker fürchten allerdings, dass Täter durch den Einsatz von „Rape-Axe“ noch aggressiver werden und ihren Opfern weiteren Schaden zufügen. Auch schützt es natürlich nur bei einer vaginalen Vergewaltigung - und auch erst, wenn der Täter das Opfer bereits penetrieren konnte. Nichtsdestotrotz wird ihm der Spaß sehr schnell vergehen und der Frau bleiben weitere Qualen erspart. Zugleich kann „Rape-Axe“ einen prophylaktischen Effekt haben, wenn ein Täter davon ausgehen muss, dass jede Frau damit ausgestattet sein könnte.
 
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