ACH….

 
ACH….
 
Minchen, Trinchen, das Sabinchen,
dazu Biene, mein Cousinchen,
ach, gedenk‘ ich der Genannten -,
Frauen sind Theater-Tanten !
 
Anfangs - lernten wir sie kennen -
sind sie meistenteils am Flennen,
sind verletzlich und bescheiden,
sündenfrei -, wie sie‘s beeiden.
 
Schutzbedürftig, hilflos, bänglich,
eigentlich recht unverfänglich,
wirken Weiber zum Beginnen,
trotzdem gibt es kein Entrinnen.
 
Irgendwie mag man ihr Flehen,
mag sie auch ganz gerne sehen,
verguckt sich bald in ihre Lippen,
in der Weiber Wogen-Wippen.
 
Merken sie, dass man gefangen,
dass man tät an ihnen hangen,
ändern Frauen die Manieren,
die man schätze, die sie zieren.
 
Plötzlich werden sie bestimmend,
sogar öfters auch ergrimmend,
wissen sehr bald alles besser,
werden täglich kess und kesser.
 
Und dann folgen diese Nächte,
dass man merkt, das ungerechte
Schicksal machte uns zum Slaven:
„Schatzi, darf ich mit Dir schlafen ?“
 
Dann sind sie die Arroganten -,
die uns einstmals nachgerannten
kleinen, süßen Zuckermäuschen
sagen: „Bau’ mal erst ein Häuschen !“
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