PARTEI DER TORTEN-WERFER

Beatrice von Storch und Sarah Wagenknecht
 
 
PARTEI DER TORTEN-WERFER
 
Längst wird‘s immer infantiler,
das System erzeugt sich Spieler.
Spleenig süßer ist und schärfer,
die Partei der Torten-Werfer.
 
Einerseits erscheint es löblich,
Torten gelten nicht als gröblich,
doch wer sich schon gesättigt hat,
den machen Torten übersatt.
 
Ganz ohne den Kaffee-Genuss
mag keiner einen Torten-Gruß !
Als ein Häppchen wär' er traulich,
doch im Ganzen unverdaulich.
 
Zu meinen Zeiten galten Moden -
blieben wir ja auf dem Boden -
nächtelang zu diskutieren,
nie mit Torten uns zu schmieren.
 
Der Jugend geht die Sprache aus,
sie kann sich helfen, Ei-der-Daus.
In einer Zeit der Borderliner
gilt der Tortenwurf als feiner.
 
Torten-Werfer sind im Kommen,
jene Bessermenschen-Frommen,
brauchen Argumente nicht,
werfen Torten ins Gesicht.
 
Der neuzeitliche Umgangsstil
benötigt Geist und Witz nicht viel.
Jeder Spinner kann das scannen:
Torten-Wurf und Auto-Brennen.
 
Beschmieren tät man jene Frauen,
die sich was zu sagen trauen.
Frau von Storch ist taff und recht,
gerad‘ wie die Sahra Wagenknecht.

 

 

ZWEI STARKE FRAUEN !
 
28.02.2016 - Bundesprogrammkommission der AfD- Aktivisten werfen AfD-Frau Beatrix von Storch Torte ins Gesicht- Mit einem Tortenwurf ins Gesicht von AfD-Politikerin Beatrix von Storch protestieren Aktivisten gegen die „Alternative für Deutschland“. Die Aktivisten nennen es den „tortalen Krieg“, die AfD spricht von „billigem Vandalismus“: Dieses Video zeigt, wie ein Mensch in ein Hotel in Kassel läuft,  dort eine Torte ins Gesicht der AfD-Politikerin Beatrix von Storch wirft.Die Aktivisten schreiben dazu auf einer Netzseite: „Keiner darf glauben, dass er den Boden von Ethik, Moral und Menschenrechten durch die Drohung tödlicher Gewalt gegen Menschen ungestraft verlassen kann. Wer das wie die AfD tut, läuft Gefahr einen tortalen Krieg auszulösen.“ Nach Angaben der AfD hatten mehrere Aktivisten „alles mit Sahne versaut“. Von Storch erklärte, es habe sich um einen Angriff auf die gehandelt, und „Wer keine Argumente hat, der verbrennt Autos, zerstört Plakate, stört Versammlungen, oder schmeißt mir Torten ins Gesicht, heute in Kassel, während unserer Bundesprogrammkommission. Das ist einfach so fürchterlich armselig. Eigentlich ein Offenbarungseid. Wir ! Machen ! Weiter !!! PS: Das nächste mal aber lieber Erdbeerkuchen. Sahne macht doch dick.“
 
28.05.2016 - Beim Linken-Parteitag in Magdeburg hat ein Aktivist der Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht eine Schokoladentorte ins Gesicht geklatscht. - Zu der Aktion bekannte sich eine „Antifaschistische Initiative 'Torten für Menschenfeinde'“. Die Aktivisten gingen während einer Eröffnungsrede auf Wagenknecht zu, die in der ersten Reihe der Parteitagshalle saß. Ein Mann warf ihr die Torte direkt ins Gesicht. In einem Flugblatt wird Wagenknecht unterstellt, sie sei wie die AfD bemüht, den „Volkszorn“ in politische Forderungen zu übersetzen. Zwischen AfD und Linken gebe es einen „nationalen Konsens“. Wagenknecht hatte Kritik auf sich gezogen mit der Position, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen. Riexinger, die Linken-Vorsitzende Katja Kipping und Bartsch verurteilten den Angriff scharf. Gewalt sei kein Mittel der Auseinandersetzung, sagte Riexinger. Kipping sagte: „Das war ein Angriff auf uns alle.“ Wagenknechts Ko-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch sagte: „Das ist nicht links, nicht antifaschistisch, das ist asozial.“ Eine Parteisprecherin sagte, es werde Anzeige gegen eine Frau und einen Mann erstattet. Ordner hätten die Täter des Geländes verwiesen. Die Täter stammten augenscheinlich aus „linken Strukturen“. Sie hätten sich als Pressevertreter angemeldet.
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