NEANDERTALER

 

NEANDERTALER

Vor 60-tausend Jahren lief
ein Wesen durch den Wald,
und wenn es seinen Namen rief,
hat’s wie „BUBU“ geschallt.

Neandertaler nennt man ihn,
er hatte nicht viel Geist,
auch hätte er darauf gespien,
denn er war dumm und feist.

Das Einzige das was ihn trieb,
war jagen, fressen, saufen,
natürlich Sex mit seiner Lieb’
und pausenlos das Raufen.

Er hatte so ein Keulen-Ding,
aus dickem Wurzelknollen,
sobald er einen Kriegspfad ging,
tät schlimm er damit bollen.

Die Keule sauste auf den Kopf,
schlug manchen Schädel ein,
dahin war dann ein armer Tropf,
kein Kopf ist ja aus Stein.

Geläutert schauen wir zurück,
in „ferne“ - „dunkle“ Zeit
und jubeln laut in unserm Glück,
die Ur-Zeit liegt so weit !!!

Wir brauchen keine Keulen mehr,
auch keinen starken Arm,
wir werfen keinen Eichenspeer
den Feinden in den Darm.

Man zieht heut’ nur an Hebelchen,
man drückt das Knöpfchen „rot“,
dann zielt man auf das Näbelchen,
schon ist der Gegner tot.

Granaten haben das geschafft,
der Schütze war nicht mutig,
wenn sein Kanonenröhrchen blafft,
dann wird er nicht mal blutig.




Bild: Blindgänger in Gaza

 

 

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