EIN „RITTER DER KÖNIGIN“

 

 
Der in Glaubensdingen „unfehlbare“ „heiliggesprochene“ Papst Johannes Paul II.
verlieh einem der widerwärtigsten Sexualverbrechern den Ritterschlag des „Heiligen Stuhles“

 

 
EIN „RITTER DER KÖNIGIN“
 
Sir Jimmy Savile kürte „Tops of the Pobs“,
fürwahr ein geistig tief kranker Mops -,
mit Flatterhaaren und dicken Zigarren,
in der Birne aber den dickeren Sparren.
 
Spleenig ist England bekanntermaßen,
da fährt man links sogar auf den Straßen,
da geh’n auch die Uhren anders herum,
das „perfide Alboin“ denkt halt krumm.
 
Die Heuchelei hat in England ihr Heim,
dort dichtete man manch’ listigen Reim.
Wie schwerlich perfekter an anderem Ort,
widerspricht der Anschein der Wahrheit dort.
 
So war „König Jimmy“ in der Tendenz,
ein typisches Beispiel der Prominenz.
Er schien so honorig, cool und spendabel,
sein wahrer Charakter war miserabel.
 
Die „BBC London“ die hat ihn entdeckt,
hat seine Verbrechen gecheckt und gedeckt.
Die Queen hat ihn gar zum Ritter geschlagen,
als ein Wundertier galt er in seinen Tagen.
 
Die Ehrungen wollten schier überborden,
auch der Papst verlieh ihm den Ritterorden,
Margaret Thatcher war fast seine Schwester,
Jimmy feierte jährlich mit ihr Sylvester.
 
„Gläubiger Katholik“ war der Jimmy auch,
Spenden zu sammeln sein nobler Brauch.
In Krankenhäusern ging er frei aus und ein,
trieb sein Unwesen als perverses Schwein.
 
Hochgeehrt starb er, vom Adel betrauert,
man hat ihm ein feines Grabmal gemauert.
Erst jetzt kommt so langsam ans Tageslicht,
Jimmy Saviles hässliches Satansgesicht.
 

 

Sir James Wilson Vincent Savile

Hundertfache sexuelle Belästigung wehrloser Krankenhauspatienten zwischen 5 und 75 Jahren, Vergewaltigung, Nekrophilie über den Zeitraum eines halben Jahrhunderts ! Mindestens 500 Kinder waren, laut Ermittlungen, Opfer des Ekel erregenden Sexual-Straftäters, der sich sogar an einer Zweijährigen verging. Der „gläubige Katholik“ Savile hatte sich als Nachtclub-Manager und Discjockey durchgeschlagen, ehe er von 1964 an die wöchentliche „Top of the Pops“-Sendung der BBC übernahm. In zahlreichen Radio- und TV-Programmen unterhielt der stets Zigarren paffende Exzentriker im Trainingsanzug sein Publikum. Seine berühmteste Sendung „Jim'll fix it“ (Jim macht's möglich) wandte sich besonders an junge Leute. Der BBC-Missbrauchsskandal des Sir Jimmy Savile wird immer schrecklicher. Die Details der diversen Berichte lesen sich wie ein Katalog sexueller Perversion. Sie verdeutlichen aber auch die schier unglaubliche Bereitschaft von Verantwortlichen im Gesundheitswesen, die ihnen anvertrauten Patientinnen der Obhut eines nur scheinbar harmlos-schrulligen Exzentrikers anzuvertrauen, auf die England so stolz ist. Was im öffentlichen Gesundheitsdienst geschah, hat sich in ganz ähnlicher Weise auch im öffentlich-rechtlichen Sender BBC zugetragen. Es muss folglich eine Menge schweigender Mitwisser geben. Der ehemalige Moderator hat neben unzähligen Kindern auch Leichen missbraucht. Aus Glasaugen toter Patienten habe er sich Zeugenaussagen zufolge Schmuck gebastelt. Die BBC hatte im Dezember 2011 wenige Wochen nach dem Tod Sir Saviles eine Dokumentation über die Missbrauchsvorwürfe ausstrahlen wollen, diese dann aber kurzfristig zurückgezogen, offensichtlich um den Fall zu vertuschen. Ein vorgestellter Bericht des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS bestätigte bereits früher gemachte Vorwürfe. Unter anderem hatte der prominente Fernsehmann auch an einem sterbenden Hospiz-Kind unsittliche Handlungen vollzogen. Unter seinen Opfern ist ein elfjähriger Junge, der in einem Krankenhaus im Sterben lag. Er soll vor allem auf dem Sendergelände, aber auch in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen mindestens 30 Menschen vergewaltigt haben. Unter dem Vorwand, karitativ tätig sein zu wollen, hatte man ihm Zutritt zu Krankenhäusern, Hospizen und auch zu Leichenschauhäusern verschafft. Mit ehrenamtlicher Arbeit in Krankenhäusern trieb der viele Millionen Spendengelder für wohltätige Zwecke ein. Die Regierung ließ ihn durch Queen Elizabeth zum Ritter schlagen, mit Premierministerin Margaret Thatcher durfte der Entertainer viele Jahre lang Silvester feiern. Der instinktlose - ersichtlich ganz und gar nicht „unfehlbare“ - „heilige“ Papst Johannes Paul II. verlieh ihm zusätzlich den päpstlichen Ritterorden. Auf 30 Seiten führt ein Ermittlungsbericht detailliert das Ausmaß des Missbrauchsskandals um Jimmy Savile auf. Mehr als 200 Sexualstraftaten des einstigen TV-Stars sind darin aufgelistet. Seine meist minderjährigen Opfer suchte er sich in Krankenhäusern, in Heimen und sogar in einem Hospiz.

 

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