LACHENDE TOTE VÄTER

Griechenland erpresst und Kommunen zum Zocken mit Zinsen verleitet: In einer Dokumentation packt ein Ex-Investmentbanker aus, wie es in den Geldhäusern zugeht. Heute könnten Staaten gezielt von Bankern angegriffen werden - für Europa sieht er schwarz. »
 
 

 

LACHENDE TOTE VÄTER

Die toten Väter sind nicht stumm,
sie lachen sich im Grabe krumm -;
sie waren hart, sie waren „schlecht“,
doch hatten sie im Urteil recht.

Sie waren Männer -, frei und stolz,
aus einem lang’ verschwund’nen Holz;
sie sagten JA und sagten NEIN -;
sie schufen Segen -, brachten Pein.

In Nürnberg hat man sie gehenkt,
ihr Geist im Meer der Zeit versenkt;
doch hat die Wahrheit lange Beine,
lang’ hält sie keiner an der Leine.

Die Väter wollten nicht mehr zahlen,
erzeigten das bei Reichstagswahlen:
„Ausplünderungen keinesfalls !“
Da hatten sie den Krieg am Hals.

Kaum, da die Väter war’n erschlagen,
begannen neu die Plünderungsplagen;
das schwer verdiente deutsche Geld,
rollt wieder fort in alle Welt.

Der Väter Kampfgeist, der entfacht’,
zerbrach an stärkster Übermacht -;
wer’s Kapital bekämpft, siegt nie,
stets siegt das Geld der Plutokratie.

Es herrscht die Banken-Mafia wieder,
verklungen sind die trutzigen Lieder;
der Väter Enkel sind die braven,
„Gott“ Mammons untertane Sklaven.

Die Väter höhnten konsequent,
der „Quasselbude“ Parlament -;
heut’ muss das Staatsvolk wieder fronen,
für die Diäten und Pensionen.

Für hoch bezahlte Schwätzer-Lippen,
der Herren an den Futterkrippen -;
für einen Schritt vor und zwei zurück,
in diesem Demokraten-„Glück“.

Der Väter Einsicht war gediegen:
Vererbung lässt sich kaum verbiegen !
Gen-Wissenschaft erweist jetzt klar,
dass die Erkenntnis richtig war.

Auch war’n die Väter hoch begeistert,
was unser Ahnen einst gemeistert -;
sie waren stolz auf die Geschichte,
und keine Nestbeschmutzer-Wichte.

Die Väter hat man d’rum verlacht,
schmählich ans Galgenholz gebracht -,
pauschal tat man sie schuldig sprechen,
um Volkes Rückgrad zu zerbrechen.

Nun längst erweist die Spatenkunde -
zwar ist es nicht in aller Munde -,
die deutsche Kunst und Wissenschaft,
war schon zur Steinzeit meisterhaft.

Siebentausendjährige Sonnentempel,
die Goldhüte mit Kalenderstempel,
Goseck, der Ötzi, die Nebra-Scheibe -;
„barbarisch“ war das nicht -, beileibe !

Als andere noch auf Bäumen saßen,
und dort ihre Bananen fraßen,
war hoher Geist schon hier zu Hause -;
wer das nicht weiß, ist ein Banause.

Der Väter Zeiten war’n nicht öder,
sie selbst nicht als die Enkel blöder !
Wenn Lügen auch die Zeit verpesten -,
wer zuletzt lacht, lacht am besten !

Bild: Mit linken, antideutschen Parolen geschändetes Denkmal für gefallene Soldaten in Berlin-Spandau, was von der antifaschistischen „spandau-action“ am 19.07.2004 als nach­ahmenswerte „Verschönerung“ empfohlen wurde.

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