Vom rügenden Herrn Schäuble

Minister Schäuble  beleidigt 25% demokratischer Wähler Frankreichs

Partei "faschistisch"?

Front National wütet gegen Wolfgang Schäuble

Schäuble hatte die FN am Dienstag als "faschistische Partei" bezeichnet. Bei der Europawahl hatte die FN in Frankreich mit einem Stimmenanteil von knapp 25 Prozent klar gewonnen und war erstmals bei einer landesweiten Wahl stärkste Partei geworden. Am Dienstagabend wies bereits die FN-Vorsitzende Marine Le Pen Schäubles Äußerungen zurück.

Griechischer Staatspräsident: „Herr Schäuble beleidigt mein ...

 

DER LÜGENBOLD

Herr Schäuble ist ein Lügenbold,
wer ist’s der ihm noch Achtung zollt ?
Kein wahres Wort was er verspricht,
er lügt den Wählern ins Gesicht.

So frech beraubt ward Deutschland nie
wie durch die Schein-Demokratie -,
und auch belogen, nie zuvor,
wie durch der „
Demokraten“ Chor !

Wer hätt' das früher je gewagt
und keinem Kaiser hätt’s behagt,
Milliarden aus dem Land zu schaffen,
gleichzeitig laut vom Sparen blaffen.

Da schwätzen diese „Demokraten“
,
von Doktor Goebbels Lügen-Taten,
und stellen sich in biederen Schein -,
wer fällt darauf noch heute rein ?

Ich frag’ mich, schlaflos in der Nacht,
für wen und was ist das gemacht,
was „demokratisch“ sich benennt,
die Deutschen plündert bis aufs Hemd ?

Der Bürger unter Steuern keucht,
das Volk mit fremdem Blut verseucht,
auch die Finanzen sind im Eimer -,
doch schuldig ist - wie immer - keiner !
 
Schuldig sind „Demokraten“
nie,
das ist des Systems Perfidie -;
begaunert einer Volk und Land,
geht er zum Lohn in Ruhestand !

Das Vaterland wankt in den Tod,
die Muttersprache steht in Not -;
was nützt die ganze „Herrlichkeit“,
wenn nur die „Demokratie“
gedeiht ?!

 

 


PS: Griechen-Milliarden und Euro-Rettung - So flunkert sich Schäuble durch die Eurokrise

Fokus online -- Dienstag, 08.01.2013 - von FOCUS-Redakteur Uli Dönch

Ob Griechen-Milliarden, Euro-Rettungschirm oder Steuer-Erhöhungen: Der Finanzminister sagt uns stets nur so viel, wie wir wissen dürfen – bis er irgendwann die grausame Realität zugeben muss. Wolfgang Schäuble (CDU) hat einen guten Ruf. Aber warum eigentlich ? Er gilt bei den meisten zwar noch immer als strenger Kassenwart, hartnäckiger Verhandler oder unbeugsamer Stabilitätspolitiker. Doch wer ihn genauer beobachtet, weiß: Man sollte möglichst wenig von dem glauben, was er sagt. Eine unverschämte Unterstellung ? Mitnichten. Selbst sein Parteikollege Klaus-Peter Willsch fluchte erst kürzlich über den Finanzminister, er fühle sich wie in einer „Märchenstunde“. Denn Schäube habe den Griechen immer wieder neue Milliardenhilfen ausgezahlt, obwohl er zuvor stets das Gegenteil behauptet hätte. Euro-Kritiker Wilsch: „Und täglich grüßt das Murmeltier.“

Schäubles Pirouetten

Nur: Wie schafft es Wolfgang Schäuble, die Wahrheit derart trickreich zu verpacken? Ganz einfach. Mit möglichst wolkigen Formulierungen. Eine typische Wolfgang-Schäuble-Antwort auf die Frage „Wie viel zahlen wir für die vorerst letzte Griechenland-Hilfe ?“ lautet im November 2012: Es koste „nicht unbedingt mehr Geld“, das Programm erhöhe nur „den Finanzierungsbedarf auf der Zeitachse“, weil wir „bei der Reduzierung von Zinsen ein Stück weit Maßnahmen ergreifen“. Und schon hat der Finanzminister sein Ziel erreicht – niemand versteht mehr etwas. Nicht nur die „FAZ“ stöhnt über „Schäubles Pirouetten“. Mit diesen gedrechselten Worten vernebele er meisterhaft die Tatsache, dass die deutschen Steuerzahler sehr wohl einen Preis für die „Nibelungentreue zu Griechenland“ entrichten müssten.

Die Kunst des Ausweichens

Wir sehen: Die Grenze zur plumpen Lüge wird nie überschritten. Wohl aber bis zur Unerträglichkeit ausgedehnt. Ein erstes Beispiel seiner Handwerkskunst liefert Wolfgang Schäuble schon im März 2010. Zu diesem Zeitpunkt weiß eigentlich jeder, dass Europa den Griechen Überlebensgeld geben wird. Nur der deutsche Finanzminister tut so, als sei dieses Thema Unsinn: „Griechenland hat nicht um Hilfe nachgesucht, deshalb stellt sich die Frage aktuell nicht.“ Doch. Nur einen Monat später fordern die Griechen sehr wohl Geld. Und die Euro-Staaten und der Internationale Währungsunion (IWF) geben es ihnen auch. In einem ersten, zweiten und dritten Rettungspaket. Und das will Herr Schäuble im März 2010 noch nicht gewusst haben?

Die Rettungsschirm-Wette

Noch knapper an der Wahrheit vorbei argumentiert Schäuble im Juli 2010. Damals bietet die „FAZ“ ihm die Wette an, dass der erste Euro-Rettungsschirm (EFSF) verlängert wird. Schäuble kontert: „So lange Angela Merkel Bundeskanzlerin ist und ich Finanzminister bin, würden Sie diese Wette verlieren. Die Rettungsschirme laufen aus. Das haben wir klar vereinbart.“ Natürlich enden die Rettungsaktionen nicht. Im Gegenteil. Auf Rettungsschirm 1 (EFSF) folgt prompt der unbefristete Rettungsschirm 2 (ESM). Hier sollte jeder Leser selbst entscheiden: Hat unser Finanzminister hier nur eine Wette verloren – oder doch die Wahrheit ?

Der fatale TV-Lauschangriff

Schäuble weiß genau, auf welch dünnem Eis er seine verbalen Pirouetten dreht. Im Februar 2012 belauscht ihn der Fernsehsender n-tv bei seinem verzweifelten Versuch, dem portugiesischen Finanzminister Hoffnungen zu machen – ohne das jedoch den Wählern in Deutschland schon eingestehen zu wollen. Schäuble raunt seinem portugiesischen Kollegen Vitor Gaspar zu, dass man die Spar-Auflagen etwas entschärfen könne: Sollte eine „Anpassung des portugiesischen Programms“ notwendig sein, „werden wir das machen“. Allerdings erst, nachdem man über die leidigen Griechenland-HIlfen entschieden habe.

Und dann folgt der entlarvende Satz des sich unbeobachtet wähnenden Schäuble: „Aber meine Abgeordnetenkollegen im Parlament und die öffentliche Meinung in Deutschland müssen glauben, dass wir es ernst meinen, denn die vertrauen schon unseren Entscheidungen zu Griechenland nicht.“ Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass die EU nur sechs Monate später, im August 2012, den Portugiesen ein Jahr länger Zeit dafür gewährte, die Staatsfinanzen zu sanieren. Wie sagte Wolfgang Schäube doch so schön: „Denn die vertrauen schon unseren Entscheidungen zu Griechenland nicht.“ Wohl wahr, Herr Schäuble. Wir vertrauen gewissen Entscheidungen und Worten schon lange nicht mehr. Wundert Sie das etwa ?

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So erschleicht sich Schäuble seinen ausgeglichenen Haushalt

 

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