„MUTTER TERESA“ ?

 
„MUTTER TERESA“ ?
 
Die Kirche spielt ihr großes Schach,
sie formt sich die Figuren,
der Papst fungiert als Königspaar
im Reich seiner Lemuren.
 
Gleich einer Toten-Geisterschar,
marschieren Christen-Knechte,
die Springer, Läufer, Bäuerlein,
jagen sich ins Gefechte.
 
Das Todeskreuz im Wappentuch,
für Inder und Chinesen -,
ein Leichentuch für alle Welt,
so lauten Christen-Thesen.
 
Auch „Mutter Teresa“ war dabei,
Figur des Vatikanes,
gut getarnt als Menschenfreund,
nur Werkzeug ihres Wahnes.
 
Als Ordensschwester hochgelobt,
dient‘ sie in Sterbehäusern,
doch ging's allein um Seelenfang,
wie sich die Zeugen äußern.
 
Das Leid zu lindern war nie Wunsch
von Christen-Katholiken,
der Erdkreis dient als Jammertal,
den Menschen-Stolz zu knicken !
 
War „Mutter Teresa“ ein Sadist ?
Sie ließ die Kranken leiden,
da Frohsinn nie als christlich galt,
Glück sei die Sünd‘ der Heiden !
 
Christlich verquaste Scheinmoral
hat unsere Welt verschlimmert,
auch „Mutter Teresas“ Leidenswahn
hat daran mitgezimmert !
 
„Mutter Teresa“ (eigentlich Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, 1910-1997), war eine Kaufmannstochter albanischer Abstammung, die sich als christgläubig-katholisch engagierte Pflegeschwester einen Namen machte und dafür einen „Friedensnobelpreis“ erhielt sowie von ihrem Chefinstitut, dem Vatikan, „heiliggesprochen“ wurde. Das will nicht viel heißen, sind doch eine Anzahl der schrecklichsten Massenmörder und Hetzer zum Massenmord ebenso „heiliggesprochen“ worden (z.B. „Karl der Große“, Bernhard von Clairvaux). Laut vatikanischer Propaganda hat die Pflegenonne Hinfälligen, Heimatlosen, Kranken, Obdachlosen, Sterbenden in selbstloser Hingabe beigestanden, um das Los der Armen zu lindern. Die ernüchternde Wahrheit um die scheinheilige Teresa sieht sehr viel anders aus ! Doch daran ist - in tieferer religionsgeschichtlicher Betrachtungsweise - weniger sie als Person, aber entschieden die wahnsinnigen Konzeptionen des geistigen Papsttums schuldig zu sprechen. Von Anbeginn hat die zunächst jüdische Sekte der Nasoräer/Nasiräer, die sich zum päpstlichen Christianismus ausweitete, den Menschen den Unsinn einzureden versucht, der als Weltengott propagierte jüdische Stammesgötze Jahwe/Jehova würde das Leiden der Menschen lieben und belohnen. Wer also litt, wie auch immer durch Askese bis zum Märtyrertum, würde sich allein durch solchen Lebensverzicht in die höchsten jenseitigen Positionen „beim Herrn“ hochdienen können. Diese Geistesverwirrung gedieh so weit, dass in der frühen und mittelalterlichen Kirche schon das Lachen und jegliches Fröhlichsein zutiefst verachtet wurde. Der Fromme musste gebeugter Haltung, mit zerknirschten Gesichtszügen einherschreiten, um sein Frommsein und seine angestrebte Heiligung zu demonstrieren. Verachtet wurde demzufolge die heidnische Heiterkeit, so dass das „Heidenlachen“, als Zeichen der Frivolität und Dummheit, ein geflügeltes Wort geworden ist. Die Erde sei ein „Jammertal“ und das Jämmerliche würde höheren Orts fürstlich belohnt, so lautete über viele Jahrhunderte hinweg die Lehre der Kirchenprediger. Denn, so war die perfide Erkenntnis der „Oberhirten“, nur die Geißel des Leidens treibt Menschen in den Irrwahn, aus dem Leid entstünde ihnen ein Gewinn in einer nachtodlich-himmlischen Welt. Und die Methoden, solchen erhofften Gewinn einzuheimsen, vermittelt die daran gut verdienende Kirche, welche erst durch dieses ergaunerte Heilsversprechen unentbehrlich für die betörten Massen wurde. Wer der kirchenchristlichen Leidenspredigt erliegt, muss logischerweise bestrebt sein, die Erde als Arena des Leidens als solche zu erhalten, die Verbesserung der sozialen Zustände kann nicht im Sinne derer sein die das Leiden als etwas von Wert betrachten, das zur versprochenen „Ewigen Erlösung“ und zum „Ewigen Heil“ führt ! Wie heuchlerisch aber dieser Leidenskult war und ist, wird ersichtlich, wenn man den Lebensstil der Kirchenoberen, der Päpste, Kardinäle, Fürstbischöfe, einer genauen Betrachtung unterzieht. Diese Leute lebten - selbstverständlich auf Kosten ihrer geschorenen „dummen Schafte“ zu allen Zeiten in Saus und Braus, in exakt gleicher Art und Weise wie die marxistischen Sozialisten- und Kommunistenführer, die Wasser predigten und Wein soffen !
 
Anders verhielten sich allein manche der fanatisierten kleinen Leute, wie auch die „Hunde des Papstes“, wie jene Ordensleute der Dominikaner, welche zu Haupthexenjägern wie Ketzerbrennern „im allerhöchsten Auftrage“ die zweifelhafte Ehre hatten, sich zu entwickeln. Es geht der Christenkirche grundkonzeptionell niemals um ein Helfen hier im „vorübergehenden“ und mithin nebensächlichen Diesseits, es geht immer nur um „das bessere Leben im Jenseits“. Anhänger für Kirche und Papst gewinnen und Seelen für deren Jenseits-Konstrukte, das liegt im Schwerpunkt jeder Kirchenarbeit und ist auch als Hauptbeweggrund der glorifizierten „Mutter Teresa“ zu erkennen. Nicht Leid zu dämpfen, sondern das Missionieren für den Katholizismus trieb diese Frau. Ihr wichtigstes Arbeitsfeld war das hinduistische Indien. In Kalkutta legte sie die Vereidigung („Profess“) ab. Sie nahm die indische Staatsbürgerschaft an, bald ist ihr der Ehrenname „Heilige der Gosse“ beigelegt worden, mit dem sie den Ärmsten gemein gemacht werden sollte. Zusammen mit ihren Ordensschwestern ließ der Vatikan, im Verein mit spendablen Helfern, einige hundert Pflegehäuser errichten. In einem extrem überbevölkerten Land engagierte sie sich - bar jeder Vernunft - gegen jegliche Abtreibungen. Auf die wiederholten Vorwürfe, ihren Mitarbeitern mangle es oftmals an medizinischer Ausbildung, entgegnete sie sich selbst demaskierend: „Nicht der Erfolg, sondern die Treue im Glauben ist wichtig.“ Was bei Teresa zunehmend stärker wurde, war ihre Glaubensernüchterung, welche sie mit dem eitlen Ehrgeiz ihrer zunehmenden Berühmtheit kompensierte, gewissermaßen als Weltmeisterin der „Nächstenliebe“ zu gelten. Indes sind Kritik und Anklagepunkte gegen sie nie verstummt. Die sozialen und hygienischen Zustände in ihren Sterbehäusern waren katastrophal, weshalb viele Inder gestorben sind, die hätten gerettet werden können. Wie schon ausgeführt, erschien, nach eigenen Aussagen von Teresa, ihr Missionierungseffekt wichtiger als die humanitären Hilfeleistungen. Laut Robin Fox und Dave Hunt waren die Patienten in den Sterbehäusern vielfach auf primitiven Feldbetten in großer Zahl auf engstem Raum untergebracht und die Nahrungsversorgung sei nicht immer im nötigen Umfang gewährleistet gewesen. Etliche der dem Orden gespendeten Häuser waren ursprünglich gut ausgestattet, wurden aber auf Anordnung Mutter Teresas in Bezug auf äußerste Schlichtheit und Armut umgestaltet (unter anderem wurden vorhandene neuwertige Matratzen entsorgt). Auch sei nicht oder kaum geheizt worden. Auch bei der Verwendung von Spendengeldern sowie die Verweigerung der Rückgabe illegaler Spenden, gab es schwerwiegende Bedenklichkeiten. Krankenwagen des Ordens sind zum Fahrdienst für die Schwestern umgebaut worden, und bei Hilferufen verwies der Orden auf die staatliche Ambulanz von Kalkutta. Die Abgabe von Schmerzmitteln ist in nachweisbaren Fällen untersagt worden. Laut Mutter Teresa sei durch das Leid eine besondere Nähe zu Jesus Christus erfahrbar, Schmerzen und Leiden seien daher positiv zu bewerten. Teresa selbst bat aber - entgegen ihrer eigenen Theorie - sehr wohl um Schmerzmittel in der Zeit ihres Leidens. Eine Studie dreier Forscher der Universitäten von Montreal und Ottawa (2013) kam zu dem Schluss, dass die Spendeneinnahmen für „Mutter Teresa“ wenig transparent verwaltet worden seien. Daher stelle sich die Frage, wo Millionen von gespendeten Dollar geblieben seien. Die Studie bezweifelt, dass der Ruf „Mutter Teresas“ als selbstlose Retterin der Armen den Tatsachen entspreche, und behauptet, er sei Folge einer bewusst gesteuerten Öffentlichkeitskampagne der Kirche gewesen, was meine Einschätzung voll und ganz bestätigt. Teresas anachronistische und psychotische Einstellung wird hinreichend aus ihrem Satz ersichtlich: „Gott hat uns nicht gerufen, um erfolgreich, sondern um gläubig zu sein !“ Als könnte Glauben allein, ohne weitere Wertbezogenheit, von irgendeiner Bedeutung sein. Ohne Verbesserungswilligkeit der irdischen Zustände ist jeder Glaube - an wen oder was auch immer - völlig sinnlos ! Auch der englische Literaturkritiker Christopher Hitchens (1949-2011) kam zu dem Schluss, dass es Mutter Teresa weniger um die Hilfe für die Armen und Kranken, sondern um die Verbreitung ihres fundamentalistischen katholischen Glaubens gegangen sei („The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice“, 1995).