DRACHEN- und WINDMÜHLEN-BÄNDIGER

 
Don Quijote und Sancho Panza
 
DRACHEN- und
WINDMÜHLEN-BÄNDIGER
 
Es gibt ein deutsches Narrentum,
das brachte Not so viel wie Ruhm,
das ist der Siegfried-Mythos-Wahn,
der ficht gegen den „Drachen“ an.
 
Die Deutschen bleiben immer gleich,
sie kämpfen für das „Heilige Reich“,
sie jagen den „Teufel“ überall dort
wo sie ihn glauben, das ist ihr Sport.
 
Ob Christen, Monarchisten und ob
Faschisten, Antifaschisten, der Mob
ändert sich nie, bis heutigen Tags;
wir Erben, ewig desselben Quarks !
 
Und sie meinen immer sie seien neu,
sie wären Korn, davor war nur Spreu.
Doch ihre Wesensart ist wie zuvor,
der Deutsche war und bleibt ein Tor.
 
Bis hin zur Blödheit anständig sein,
das ist der deutsche „Heiligenschein“.
Die Welt zu erretten treten sie an,
zwanghaft ist ihr historischer Gang.
 
Drachen und Adler vertragen sich nie,
so berichtet‘s die Edda-Mythologie.
Germanen begriffen als Drachen bald
die böse Stadt Rom in seiner Gestalt.
 
Oder man sah ihn im „Gottessohn“,
oder im Herrn auf dem Kaiserthron,
oder im Papst, dem Pfaffen-Haupt,
oder im Juden, dem man nicht traut.
 
Wer auch immer den Drachen ersah,
gewahrte Freiheits- und Friedensgefahr,
das machte Sigurd im Deutschen wach,
das brachte ihm Sieg oder Ungemach.
 
Im Westen Albions neidvoller Wurm,
vom Osten raste der „Rote Sturm“,
Hunnenhorden, wie Drachenhauch,
Plutokratien, den Hort unterm Bauch.
 
Den Goldhort nutzt Drache Alberich,
in Gnomengestalt oder Christenfisch.
Nichts hat sich geändert, alles bleibt,
nur Siegfried ist schon halb entleibt.
 
Die Deutschen treibt ihrer Gene Gebot
zum Siegfried oder zum Don Quijote.
Schon wieder ringt der alberne Held,
zur „Klima-Rettung“ heutiger Welt.
 
Der deutsche Siegfried oder Donquijote ?
 
Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616), der Autor von „El ingenioso Hildalgo Don Quijote de la Mancha“ (Der sinnreiche Junker Don Quijote von La Mancha) und spanische Nationaldichter, war ein guter Beobachter seiner spanischen Nation. Die beiden Hauptrassetypen des Landes beschrieb er in ihren physischen wie psychischen Erscheinungsformen. Die Beiden sind Don Quijote, der magere-langschenklige, kompliziert und hochgesinnt denkende, leicht in höheren Regionen schwebende, leptosome Spanier aus der germanischen Einwanderung von Sweben und Westgoten und sein Diener Sancho Panza, der gutmütig, etwas vertrottelt-bäuerlich wirkende, untersetzt-pyknische, praktische Gegenwartsmensch aus der iberischen Urrasse. Beide Grundtypen finden sich auch im deutschen Volk, wobei zwangsläufig zum Norden hin das Übergewicht der Leptosomen - vor der Zäsur des Selbstbestimmungsverlustes seit 1945 - zunahm. Das Hauptmerkmal des höheren germanisch-deutschen Menschenschlags ist der agile kämpferische Seelenimpuls zum Guten und Hilfreichen, bei Hintanstellung egoistischer Bedürfnisse. Diese Haltung führt nicht selten zu einer übersteigerten Prinzipientreue, die zur Starrheit und zum Fanatismus für das vermeintlich Richtige und Vernünftige weist, im weniger positiven Fall zum aufoktroyierten Objektivismus, der sich gegen die eigene Person und das eigene Volk richten kann. Der seit Kriegsende grassierende Schuldkomplex der Deutschen ist dafür ein Beispiel.
 
Der germanische Wille zum Vernünftigen und Guten hat, wie in keinem zweiten Raum der Welt, eine Oase der Ordnung und des Wohlstandes entstehen lassen, wie in den germanisch bestimmten Ländern und insbesondere im germanischen Zentrum, Deutschland. Die deutschen Wohlfahrtsorganisationen des Zunftwesens, der Hanse, der Großunternehmer Fugger und Welser, der demokratischen Stadtordnungen, bis hin zu den Bismarck’schen Sozialgesetzgebungen waren führend im Weltmaßstab. Kein zweites Volk hat eine derartige Innovationskraft entwickelt, hat einem technischen, kulturellen und musischen Erfindungsreichtum hervorgebracht mit dem sich eine andere Nation hätte messen können. Das war ganz allein der Grund für die immerwährenden Überfälle und Raubzüge der Nachbarnationen in deutsches Land. Die beiden Weltkriege waren ebenso Inszenierungen neidischer Nachbarn - England voran - denn kein deutscher Politiker strebte jemals nach der Weltkontrolle, wie das Britische Empire, die Grande Nation, das Zarenreich und die heutigen USA. Aber verdient gemacht für die Völkerfreiheit, im konkreten wie im geistigen Sinne, hat sich Germanien-Deutschland an hervorragender Stelle. Den perfiden römischen Sklavenhalterstaat brachten heroische Germanen zu Fall, gerade so wie den Terror der Vatikanischen Kurie, durch den Befreier von Rom Martin Luther. Welche der großen geistigen Erneuerungen und Wegweisungen ist nicht von Deutschen angestoßen worden ?! Da muss man auch die Nestflüchtlinge der Franken, Lombarden und Angelsachsen dazu rechnen. Ob Buchdruck, Chemie, Fernseh-, Computertechnik und Atomphysik, Deutsche gingen so gut wie immer voran.
         
Aber die deutsch-germanische Neigung, sich kämpferisch für die Gerechtigkeit und schlechthin für eine „Bessere Welt“ einzusetzen, um ihr zum Durchbruch zu verhelfen, birgt auch ihre Gefahren. Gibt man den Deutschen in diesem Sinne eine Parole, werfen sie sich in die Brechen, gehen sie auf die Barrikaden. So wie sie das angreifende Rom besiegten, haben sie die räuberischen Hunnen, die Magyaren, die Mongolen, die Türken und Franzosen abgewehrt. Deutsche Landsknechte verkauften ihre Schwerthand und ihre Lebenskraft an alle Herren Europas, auch für deren überseeischen Interessen. Germanische und deutsche Kämpfer waren es die Europa über zwei überblickbare Jahrtausende schützten, damit es sich eigengesetzlich zu entwickeln vermochte. Auch Juden, die ihre großen Vermögen in Europa schufen, lebten unter dem Schutz der deutschen Kaiser (als des „Kaisers Kammerknechte“) und ihrer Soldaten. Für die „Gute Sache“ sind Deutsche allemal bereit zu fechten, mit Worten und auch mit Pulver und Eisen. Die Gefahr ist, dass sie scheinwahren oder gleisnerischen Parolen folgen; falsche Propheten und Führer kann es immer geben. So wie die Franken, unter den usurpierten Führern der Karolinger, den germanischen Volksreligionen keine Entwicklungschancen gaben und sie ausrotteten, so folgten mönchisch-klerikalen Aufrufen die enthusiasmierten Kreuzritterheere dem Zug der Zeit in den Tod im „Heiligen Land“. Auch die Bauernaufstände gegen den reichen Adel und die feisten Klosteräbte und die Bilderstürmerei waren immer getragen von der Meinung der Massen, sie handelten im höheren, ja im „evangelischen“ Recht. Die Unterscheidung, wann das edle deutsche Siegfriedtum zur albernen Donquijoterie wird, entscheidet sehr oft erst die Nachwelt, die Sicht des Zeitgenossen ist mit zu viel Naheliegendem verstellt, ihm fehlt der historische Überblick. Sowohl in Weltkrieg I. wie in Weltkrieg II. war der Deutsche überzeugt, das moralische Recht auf seiner Seite zu haben. In beiden Kriegen erfolgten die Bedrohungen und Herausforderungen von feindlicher Seite. Das zaristische wie das bolschewistische Russland waren mörderische Unrechtsstaaten, die als erste zum Stoß nach Westen ansetzten. Die heutige Bewertung des angeblichen „Überfalls auf die friedliche Sowjetunion“ ist eine nicht nachvollziehbare Unwahrheit, in Berücksichtigung des bolschewistischen Planes der „Proletarischen Weltrevolution“ und dem Fakt, dass ca. 30.000 Panzer der „Roten Angriffsarmee“ u.a. bei Mogilew auf Stalins Angriffsbefehl „Groza“ (Gewitter/Grausen) warteten. Polen hatte bereits teilmobilisiert und dem Angriff der Westmächte traten die deutschen Militärs gezwungenermaßen entgegen, Unrechtsbewusstsein konnte nicht aufkommen. Im Gegenteil, die westlichen „Plutokratien“ und völkerunterdrückenden Kolonialmächte wurden als Heuchler verachtet, weil sie die halbe Welt unterjocht hatten, aber Deutschland seinen „Platz an der Sonne“, wie schon in Weltkrieg I. und dem sich anschließenden „Versailler Diktat“ verwehren wollten. Auch im „Internationalen Juden“ (Henry Ford) sah man kein Unschuldslamm, sondern eine sehr aktive Feindmacht als Kapitalist und als Aktivist der bolschewistischen Internationalen (Leo Trotzki). Inwieweit es sich dabei um eine Fiktion gehandelt hat ist hier nebensächlich, die öffentliche Meinung suggerierte den Deutschen – und nicht nur ihnen - diese Sicht der Dinge, so dass sie sich bedroht und angegriffen fühlten, woraus sie eine Wehr- und Kampfmotivation ableiten konnten. Darum allein geht es hier. Der Angriff der Roten Moskowiter war unübersehbar, Millionen von Goldrubel flossen in die KPD-Zentralen, um Die „Weimarer Republik“ für den Bolschewismus sturmreif zu machen, denn die Übernahme Deutschlands als sowjetische Räterepublik war das Ziel, was allein Adolf Hitlers NS-Bewegung verhindern konnte. Die Deutschen betrachteten sich nicht zu Unrecht als Retter Europas vor der Verwüstung durch die „bolschewistische Barbarei“. In ihrem Sendungsbewusstsein und ihrer militanten Attitüde unterscheiden sich die alten „Rotfrontkämpfer“ nicht von der nationalsozialistischen „SA“ und den heutigen „Antifanten“. Faschisten und Antifaschisten sind von gleicher rigiden missionarischen Wesensart. Kommen „Inter-Nazis“ und „Nazis“ aus verwandten Seelenbewegungen ? Das Lumpenpack, wie es Wilhelm Busch in seiner Satire „Pater Filucius“ (1872) beschrieb, setzt sich zusammen, aus dem Kleriker „Pater Filucius“, der Rom-Kirche „Tante Petrine“, dem sozialistischen Kumpan „Inter-Nazi“, dem „Franzosen Jean Lecaq“ und „Hund Schrupp“, der demokratischen Presse. Diese feine Helfershelfern-Gesellschaft ist dem Deutschen „Gottlieb Michael“ („Deutscher Michel“) übel gesinnt, will seinen Haushalt stören und versucht ihn zu vergiften. Die „Nazis“ waren jedenfalls eine Sekundärerscheinung.
 
Die Deutschen verstanden sich also als Siegfriede die sich einer internationalistischen vielköpfigen angriffslüsternen Hydra ausgesetzt sahen. Solche Darstellungen in Zeitschriften und Bildplakaten gab es auch. Heute, im historischen Rückblick, erscheint der deutsche Freiheitskampf, angesichts der militärischen Überlegenheit der versammelten Weltmächte freilich wie eine Donquijoterie, wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel. Die Deutschen überschätzten ihre Kraft, aber genau das ist ihr historischer Eigensinn und Irrtum, der geboren ist aus dem archetypischen Erfahrungsschatz vieler Siege gegen übermächtige Gegner, beginnend mit dem frühmittelalterlichen erfolgreichen „Kampf um Rom“.
 
Wie berechtigt oder unberechtigt die Kämpfe der Deutschen auch waren, abgerechnet natürlich jene die ihnen aufgezwungen wurden, muss jeder für sich aus seiner fülligen oder fehlenden Einsicht zu beurteilen versuchen. Bei aller Relativität der individuellen Betrachtungsspielräume hat Miguel de Cervantes Saavedra sicherlich recht, dass der Sancho-Panza-Typus der unauffälligere und auch der angepasstere Bürger sein wird. Er lebt sein Leben für die Bequemlichkeit und zur Pflege seines Bauches. Große Eingebungen hat er so wenige wie die Bereitschaft, dafür sein Fell zu riskieren. Ganz anders die in höheren, oftmals irrealen Dimensionen schwebenden Don-Quijote-Typen. Da den allermeisten der weite Blickwinkel eines Geheimrats von Goethe abgeht, schweben sie zwar in „höheren“ aber von den Realitäten abgehobenen Regionen, das heißt es sind typisch deutsche Spintisierer und Spinner. Mit größter Energie betreiben sie ihren Lebenskampf für irgendeine illusionistische Winkelwissenschaft oder einen Aktionskreis, wie beispielsweise die Erforschung der Engelenergien, oder das Paarungsverhalten der gemeinen Kleidermotte, oder die Errettung der „hungernden Afrikaner“, obschon dort die Bevölkerung aus allen Nähten platzt und in 12 Tagen mehr Kinder geboren werden als in Deutschland zum ganzen Jahr. Was wir schon hatten sind: verfolgungssüchtige „Calvinisten“, lüsterne „Wiedertäufer“, masoschistische „Flagellanten/Selbstgeißler“, wehrlose „Mennoniten“, polygame „Mormonen“, bibelbornierte „Zeugen Jehovas“, realitätsferne „Flachwelt- und Hohlwelttheoretiker“ usw.. Weil aber in heutiger Zeit der echte Mann und Siegfried-Typus kein Betätigungsfeld mehr zu finden hoffen kann, da bei offenen Landesgrenzen nichts mehr zu verteidigen ist, sämtliche Kontinente bereits entdeckt sind und die nationale Selbstaufgabe im Merkel-Staat zur Staatsraison erhoben wurde, flüchten die testosteron-beunruhigten, aber zum unaufgeregten Sitzpinkeln verurteilten deutschen „Männer“ in die diversen sich anbietenden Donquijoterien , die da wären „Lurche-, Weinbergschnecken-  und Eisbärrettung“, „CO2-Ausscheidevermeidung“, „Feinstaubverfolgung“, „Afrikanisierung und Islamisierung“, „Diesel-Verketzerung“, „Weltklimarettung“. Womit wir möglicherweise noch zu rechnen haben, sollten gleiche Mainstream-Tendenzen weiter anhalten, ist der „Kampf für die gendergerechte Toilette“ und „gendergerechtes Toilettenpapier“, „Initiative zur Rettung des Holzwurms“, „Engagement zur Rehabilitierung der Termiten“, das „Recht auf die enttabuisierte zoologische Ehe“ und die „Wiedergutmachung des Unrechts am unschuldigen Borkenkäfer“. Auf diesen letzten Schlachtfeldern des Nichtsnutzigen dürfen sich deutsche Kämpfernaturen künftig ohne alle Einschränkungen politisch korrekt abreagieren.
 
Der und die Drachen in deutsch-germanischer Mythologie
 
Der Drachen, ein fiktives mythologisches Urwelttier, das wahrscheinlich aufgrund von Dinosaurier-Knochenfunden, angenommen wurde, galt im germanischen und gesamtarischen Kulturraum - z.B. auch bei den anatolischen Hethitern - als eine Metapher für das antigöttliche Prinzip des Bösen, des Satans. Wie er sich im chinesischen Brauchtum zur Glücks- und Spaßfigur verniedlichen konnte, ist unbekannt. Ein Schlangenungeheuer, der „Tazelwurm“, findet sich bereits unter den bronzezeitlichen Felsbildern Skandinaviens. Als „Flügeldrachen“ ging er in die christenkirchliche Ikonographie des Mittelalters ein, um das Altheidentum und den Satan zu symbolisieren. Die Edda-Mythologie lokalisiert den Drachen am Fuße des Weltbaumes, der „Esche“ bzw. Eibe Yggdrasils. Dort haust er als Feind des im Wipfel horstenden Adlers, der die Gottheit kennzeichnet. Damit die Feindschaft zwischen Adler und Drachen nie endet - also dem Guten und dem Bösen - hastet das Eichhorn Ratatost hin und her, als Zwischenträger der provozierenden Scheltreden beider Mächte. Vor diesem gedanklichen Hintergrund ist der Siegfried-Mythos zu verstehen, welcher durch die alten Texte des „Hürnernen Seyfried“ und des „Nibelungenliedes“ (Codex Sangallensis 857) bekannt blieb, das als „deutsches Nationalepos“ bezeichnet wird. Das historische Geschehen der Befreiung Germaniens aus der Gewaltherrschaft des römischen Invasionsheeres, durch den Cheruskerfürsten Armin, wird den Siegfried-Mythus beflügelt haben. Denn der lange, waffenstarrende Heerwurm römischer Legionäre durch die niedersächsischen Wälder, bis zur Vernichtung der drei Legionen im Jahre 9 n.0, würde sehr wohl als Sieg über das römische Ungeheuer gedeutet werden können. Eine strahlende Siegfried-Erscheinung war der junge Cherusker auf jeden Fall. Den Gesamtcharakter des Drachens aber, wie ihn das Heidenvolk ganzheitlich begriff, ersehen wir aus den verschiedenen Schilderungen. Im Edda-Lied „Fáfnismál“und der „Völsungen-Sage“ wird der Name des Drachens genannt, er heißt „Fafnir/Fafner“ (Umgarner). In der „Thidrekssaga“ gibt es den „bösartigste aller Drachen“ namens „Heimir“. Vater des Fafner ist der habgierige, zauberische Zwergen-König „Hreidmar“, Fafners Brüder sind der boshafte Schmied „Reginn“ und „Otr“ (Otter). Nach Otrs Tod ermorden beide Brüder ihren Vater, um dessen Gold an sich zu bringen, am Ende ist dessen einziger Besitzer Fafner, der sich zur Schlangengestalt bzw. zum Drachen wandelt. Aber Regin hetzt schließlich Siegfried-Sigurd auf, der Drachen Fafner zu töten, wozu er ihm das vortreffliche Schwert „Gram“ schmiedet. In der Thidreksaga heißt der heimtückische Schmied „Mimir“, der die Lehrgesellen „Sigfrit“ (Siegfried) und „Velent“ (Wieland) hat. Und Velent ist es dort, der für Sigfrit das Schwert „Mimungr/Minnungr“ schmiedet.
 
Im „Skaldskaparmal“ (Dichtersprache) und in der „Völsungen-Saga“ wird geschildert, wie Loki zum Schwarzalfenheim fährt, den Zwerg Andwari traf, der dort als Hecht im Wasser lebte. Loki fing den Hecht, mittels eines Netzes, um ihm seinen Schatz abzuzwingen. Der Zwerg ist identisch mit dem Zwerg „Niblung“ (Nebel-/Finsternis-Sohn), von dem Siegfrieds Drachenhort stammt. Die Sagen nennen als einen weiteren seiner Namen „Alberich“ (Alben-König). (Harry Eilenstein, „Sigurd / Siegfried: Die Götter der Germanen“, Bd. 38) In der „Lokasenna“, einer Erzählung aus der eddischen „Gylfaginning“, wird von der Strafe des unholden Gottes „Loki“ berichtet. Loki war es der auch dieses ganze Verhängnis, durch seinen Mord an Otr, mit der folgenden „Otternbuße“ und Fafners Wandlung zum Drachen, heraufbeschworen hatte. Als Loki auch noch am Tod „Baldurs“ schuldig wurd, zerbrach sein Verhältnis mit den Göttern unwiederbringlich. Er flüchtete vor den Göttern, ebenso wie der hellenistische unholde Titan „Typhon-Seth“. Loki barg sich in einem Berg oder verwandelte sich in einen Lachs, der sich im Wasserfall „Franangerfors“ aufhielt. So wie er den Hecht Otr mit dem Netz herausfischte, wurde nun er, der „Vater der Lüge“, als Lügen-Lachs von Gott „Thor“ ergriffen und gefesselt bis zum „Ragnarök“, der periodischen Welterneuerung. Bei dem Begriff des Loki, dem Lügen-Lachs, dürfen wir naheliegenderweise an das christliche Fisch-Symbol denken, einmal in Bezug auf die Gesamtkirche und ebenso bezüglich auf jeden einzelnen Gläubigen dieser orientalischen Geistesverwirrung.