VEGETARISMUS

 

 

VEGETARISMUS

Der Tiere Leid ist grenzenlos,
der Mensch benimmt sich dubios,
und oft genug sogar abscheulich,
sein Umgang mit dem Tier ist gräulich.
 
Die Tiere fühlen gerad' wie wir,
sie haben für Gefahr Gespür -;
sie ahnen wenn’s zum Metzger geht,
dass jetzt der Tod im Raume steht.
 
Wie grausam ist der Schlachtprozess,
wie fürchterlich der Todesstress -;
Schlachthöfe sind ja Mordanstalten,
die Massensterben kalt verwalten.
 
Dann nimmt man diese Leichenteile,
formt sie zu Wurst in Windeseile,
und würzt sie nach Rezept, perfekt,
damit sie nicht nach Leiche schmeckt.
 
Natürlich können Tiere denken,
uns Sympathie entgegen-schenken -;
sie sind so menschlich als Gebild',
wie auch wir Menschen tierisch sind.
 
Sie sind doch unsere Geschwister -;
aber vom Knecht bis zum Minister,
frisst man das Geschwister-Fleisch;
das ist gewiss nicht segensreich !
 
Deshalb ess' ich von keinem Tier;
ich sage frei: „Man folge mir !“
Denn ohne allen Fleischgenuss,
gibt es auch weniger Verdruss.
 
Man bleibt gesünder, fit und froh
und ohne Blutschuld ebenso !
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