EIN LINKER MÄRCHEN-ONKEL:

 
 
 
„SPIEGEL“-Scherben - Karikatur von Klaus Stuttmann
 
 
EIN LINKER MÄRCHEN-ONKEL:
Nach der Enttarnung: „Ich bin krank,
ich muss mir jetzt helfen lassen.“
 
Wenn es ins Links-Konzept nur passt,
dann lügt man, dass sich Balken biegen,
dann gilt das Prüfen als ein Sakrileg,
dann jauchzen Propaganda-Riegen.
 
Hat sich ein Könner eingefunden,
der die Gazetten füllt mit Finten,
hofiert man ihn und macht ihm Platz
für seine Feder mit den roten Tinten.
 
Dann regnet es auch Preis-Rekorde,
das Lobgehudel durfte nie verstummen,
den „Peter-Scholl-Latour-Preis“ gab’s
für sein gelungenes Volksverdummen.
 
Den „Konrad-Duden-Journalistenpreis“,
einen „Reporterpreis“ tät man spenden,
der „European Press Prize“ fehlte nicht,
die Ehrungsgala wollte gar nicht enden.
 
Ein Schreibgenie, ein hoch Begnadeter,
so wurde er in seinem Fach gehandelt,
und hat allein die allzu rechte Wahrheit,
so grandios nach links verschandelt.
 
Er folgte nur bewährten Traditionen,
so operiert die Linke all die Zeiten,
was ihr missfiel ward locker umgelogen,
um Deppen und Banausen zu verleiten.
 
Im Fokus stand niemals die Wahrheit,
gefördert wurd‘ parteiliche Gesinnung.
Wer nur die Fakten knallrot übermalte,
dem schenkt man gerne Ehrgewinnung.
 
Claas-Hendrik Relotius (1985-), der Lügen-Journalist, war von August bis September 2008 Praktikant bei der Linksgazette „TAZ“, seit 2017 war er fest angestellter Redakteur des linksgedrallten Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Er erhielt 2012 den Schweizer Medienpreis für junge Journalisten und 2013 den „Österreichischen Zeitschriftenpreis“. Ausgezeichnet wurde er in den Jahren 2013, 2015, 2016 und 2018 mit dem „Deutschen Reporterpreis“, darunter dreimal für die beste Reportage und einmal als bester freier Journalist. 2014 zeichnete ihn CNN als „Journalist of the Year“ 2017 wurde er für seine Spiegel-Reportagen über einen Jemeniten im US-amerikanischen Guantanamo-Gefängnis und zwei syrische Flüchtlingskinder mit dem „Liberty Award“ und dem „European Press Prize“ ausgezeichnet. Den „Katholischen Medienpreises“ erhielt er 2017. Den Deutschen Reporterpreis 2018 erhielt Relotius im Dezember 2018 für einen Text, so die Begründung, „von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert“. Ebenfalls 2018 erhielt er den Peter-Scholl-Latour-Preis der „Ulrich-Wickert-Stiftung“. Am 19. Dezember 2018 gab „Der Spiegel“ bekannt, dass Claas Relotius „in großem Umfang eigene Geschichten manipuliert“ habe. Die Fälschungen wurden aufgedeckt, weil der Reporter Juan Moereno, der gemeinsam mit Relotius an der Reportage „Jaegers Grenze“ gearbeitet hatte, im November Unstimmigkeiten im Text bemerkte, Angaben überprüfte und seinen Verdacht der Ressortleitung mitteilte. Als bekannt wurde, dass seine Texte in größerem Umfang gefälscht oder fiktiv sind, war die Bestürzung in den zeitimmanenten linken Journalistenkreisen groß. Nach Bekanntwerden der Manipulationen wurde Relotius der „Peter-Scholl-Latour-Preis“ aberkannt. Auch „CNN International“ erkannte ihm sämtliche Auszeichnungen ab. Am 20. Dezember 2018 gab er notgedrungen alle vier Reporterpreise zurück und bat per SMS bei der Jury des „Reporter-Forums“ um Entschuldigung. Nach wochenlangem Leugnen gab Relotius Manipulationen zu und reichte am 17. Dezember 2018 seine Kündigung beim „Spiegel“ ein. Er wird mit dem Satz zitiert: „Ich bin krank, und ich muss mir jetzt helfen lassen.“ Die Reportagen des Relotius entsprachen dem „totalen Zeitgeist“, erklärte Juan Moreno. Man könnte auch sagen: Relotius hat das viel zitierte Augstein-Motto „Sagen, was ist“ umgewandelt zu einem „Sagen, was gewünscht ist“ und damit alle geblendet in einer Branche, die von zu vielen Eitelkeiten geprägt ist. „Focus“-Gründer Helmut Markwort sagte: „Etliche seiner Preise bekam er wohl weniger für Fakten als für seine Gesinnung“ und „Hier wurde ein Fantast für Gesinnung und nicht für Fakten prämiert“ „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, der seit vielen Jahren in der Jury des Nannen-Nannen-Preises sitzt, sagte zur Causa „Spiegel“-Relotius, seine Geschichten seien „von einer Glätte, Perfektion und Detailbesessenheit, dass es einige von uns nicht glauben konnten“, er selbst auch nicht. Das ist das eine, die linkssüffige „Spiegel-Sprache“, über deren realitätsverfälschende Tendenz Hans Magnus Enzensberger schon vor 60 Jahren warnte - vergeblich. Die Sprache als Falle, so sieht es auch die nüchterne „Neue Zürcher Zeitung“: „Der Medienbetrieb setzt Anreize für Betrüger. Er lässt sich vom schönen Wort blenden und verachtet die Langweiler, die seriös, aber unspektakulär die Weltlage reflektieren.“ Weshalb konnten gerade beim „Spiegel“ so viele Phantasie-Geschichten gedruckt werden ? Wie passt das zu einem „Nachrichtenmagazin“ ? Es passt sehr gut, weil  der „Spiegel“ kein Nachrichtenmagazin ist, sondern ein nach „links“ weisendes Betreuungsmagazin ! Natürlich wären die besseren Geschichten die wahren gewesen, nicht nur, weil sie ehrlicher wären, sondern weil sie weniger ideologisch linksgrundiert, weniger politisch plump und durchschaubar, nicht nur darauf aus, die vom „Spiegel“ produzierten Vorurteile im Publikum und der „Spiegel“-Redaktion zu bestätigen.
 
Relotius diffamierte US-Präsident Donald Trump, die amerikanische Kleinstadt Fergus-Falls („Mexikaner, bleibt weg !“),er erfand eine lange Gesprächsgeschichte mit einem Jungen in einem kurdischen Hochsicherheitsgefängnis, er manipulierte ein Gespräch mit Traute Lafrenz, er erfand eine Story mit der Amerikanerin Gayle Gladdis, die angeblich durch die USA reist und dabei zusieht, wie Menschen durch die Todesstrafe sterben, er erfand das Schicksal eines jungen Syrers, der im Glauben lebt, mit einem Kinderstreich den Bürgerkrieg im Land mit angezettelt zu haben, er manipulierte eine Erzählung von den Brüdern Nadim und Khalid, die von der Terrormiliz IS verschleppt wurden, um „Ungläubige“ durch einen Selbstmordanschlag zu töten. Ein schier bodenloer Sumpf von Lügen die den Zeitgeist nach Wunsch bedienten.
 
21.12.2018 - Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat sich wegen des Betrugsfalls beim „Spiegel“ besorgt gezeigt und eine unabhängige Untersuchung gefordert. Die Enthüllungen „bereiten der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika große Sorgen“, teilte der Vertreter von US-Präsident Donald Trump in Deutschland in einer am Freitagabend verbreiteten Erklärung mit. Dies sei vor allem deshalb der Fall, weil es in einigen dieser gefälschten Berichte um US-Politik und bestimmte Teile der amerikanischen Bevölkerung gegangen sei. US-Botschafter Richard Grenell hat diese Bedenken heute in einem Brief an die „Spiegel“-Chefredaktion dargelegt und eine unabhängige und transparente Untersuchung der Angelegenheit erbeten, heißt es in der Mitteilung der Botschaft weiter. Ein Sprecher bestätigte auf Anfrage die Authentizität der Erklärung. Es heißt es in dem Brief unter anderem: „Es ist eindeutig, dass wir Opfer einer Kampagne institutioneller Voreingenommenheit wurden.“ Das Betriebsklima habe die „anti-amerikanische Berichterstattung“ ermöglicht. Seit der Amtszeit Donald Trump sei „diese Tendenz ins Uferlose“ gestiegen. Die Leitung des „Spiegel“, so Grenells Vorwurf, habe „diese Art der Berichterstattung forciert“. Die Reporter würden „offenkundig das liefern, was die Unternehmensleitung verlangt.“ Unvoreingenommene Leser fragen sich schon lange welche Veranlassung besteht, oder welcher Geldgeber dahintersteht, dass die der „Spiegel“ antiamerikanische und antideutsche Meinungsmache betreibt ?
 
Claas Relotius und der „Spiegel“ haben uns alle belogen,
immer wieder - Jetzt kam es erst ans Licht ! >>
 
 
 
Laudatio von Patricia Riekel, ehemalige Chefredakteurin Bunte,
 
für Claas Relotius anlässlich der Verleihung des Katholischen Medienpreises 2017 am 16. Oktober 2017 in Bonn
 
Aufnahme-Stopp. Obergrenze. Bleiberecht. Abschiebe-Verfahren. Grenzkontrollen. Rücknahme-Vereinbarungen. Aussetzung des Familiennachzugs. Integrations-Maßnahmen. Sichere Herkunftsländer. Drittstaatsangehörige. Asylanten. Migranten. Geduldete.
 
Guten Abend, meine Damen und Herren, das sind Wortungetüme, mit denen die Politik in der Flüchtlingsfrage jongliert – und die uns fast vergessen lassen, von was hier die Rede ist: Von rund 60 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind. Vor Krieg, vor Armut, vor religiösen Fanatikern, vor einer Zukunft ohne Perspektiven. Die Hälfte davon, also rund 25 Millionen, sind Kinder, Jugendliche, die ihre Heimat verloren haben, oft auch ihre Eltern, ihre Familien.
 
Namenlose Opfer.
 
Erst in der Nahaufnahme durch die erschütternde Reportage von Claas Relotius bekommen sie ein Gesicht, eine Geschichte. Ahmed und Alin, Bruder und Schwester, 12 und 13 Jahre alt. Kriegswaisen aus Syrien, deren Flucht vor den Bomben in Anatolien endet, wo sie als Arbeitssklaven ausgebeutet werden.
 
Vor einem Jahr, lieber Claas Relotius, habe ich Ihren Report „Königskinder“ im Spiegel gelesen. Noch so eine traurige Flüchtlings-Geschichte, dachte ich, das kennt man doch, weiß man schon alles. Aber ich konnte nicht aufhören zu lesen. Zeile für Zeile haben Sie mich in eine Welt des Schreckens, der Brutalität, der Hoffnungslosigkeit hineingezogen. Am Ende habe ich mich geschämt. Wie kann es sein, dass wir zulassen, dass Kinder in einem solchen Elend leben müssen? Wo ist die Lobby für diese Kinder? Wir haben doch für alles einen Verein. Warum nicht für Ahmed und Alin?
 
Dabei hat uns Deutsche kein Thema in den letzten Jahren so beschäftigt, und auch entzweit, wie die Frage, wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen und verkraften können.
 
Manchmal wird man ja gefragt, was man als Erstes tun würde, wenn man Deutschland für einen Tag regieren würde. Ich würde ein Gesetz erlassen, dass die Reportage „Königskinder“ zur Pflichtlektüre für alle Politiker wird. Vielleicht hat sich dann das in meinen Augen beschämende Gerangel um die Obergrenze erledigt. Denn wem das Schicksal der Geschwister Ahmed und Alin aus Aleppo nicht ans Herz geht – hat keines. Sie saßen mit ihren Eltern beim Abendessen, als eine Granate ihr Zuhause zerstörte, die Mutter dabei ums Leben kam. Der Vater wurde erschossen, als er Brot kaufen wollte. Ein Onkel bezahlte Schlepper, um die beiden traumatisierten Kinder in die Türkei zu schmuggeln. In die vermeintliche Sicherheit.
 
Wahrscheinlich ist es jenseits unseres Vorstellungsvermögen, wie es sein muss, als Kind – alleine gelassen, ohne Verwandte, ohne Vertraute – sich in einem fremden Land mit unbekannter Sprache durchzuschlagen. Die Geschwister, erst zehn und elf Jahre alt, lebten monatelang in einem Wald mit anderen Flüchtlingen, schliefen unter Plastikfolien, schufteten, um zu überleben, mit anderen Flüchtlingen auf umliegenden Feldern, pflückten Baumwolle, ernteten Wassermelonen. Der Bürgerkrieg hat geschätzt eine Million syrische Kinder in die Türkei vertrieben – und damit billige Arbeitssklaven geschaffen.
 
Die Geschwister wurden getrennt. Alin schuftet jetzt mit anderen Flüchtlingsmädchen im fensterlosen Keller einer Textilfabrik in Marsin. Bis zu 14 Stunden täglich näht sie kleine Krokodile auf Fake-Shirts. Die Kinder dürfen während der Arbeit nicht miteinander reden. Sie haben am Tag nur eine Pause, 40 Minuten, in denen sie Linsensuppe essen. Alins kleiner Bruder Ahmed arbeitet 300 Kilometer entfernt als Schrottsammler. Nachts zieht er durch die Straßen, pro Kilogramm bekommt er eineinhalb Cent. Falls gezahlt wird. Mit neun Jungen aus Homs und Aleppo haust er in einem Verschlag aus Wellblech. Kein Erwachsener kümmert sich um die Kinder. Als wären sie unsichtbar.
 
Nicht, dass Europa seine Augen vor diesem Flüchtlings-Elend verschließt. Durch das EU-Abkommen fließen Milliarden Euro in die Türkei, sie sollen die Situation der rund 270 000 syrischen Kriegsflüchtlinge in den Lagern verbessern. Aber über zwei Millionen geflüchtete Syrer leben außerhalb der Camps. Für sie gibt es keinen Schutz, keine offizielle Arbeit, keine Hilfe.
 
Darunter auch entwurzelte, verstörte Kinder wie Alin und ihr Bruder Ahmed. Was soll aus ihnen später werden? Verstörte Erwachsene, wie Experten befürchten.
 
Die Unterstreichungen sind von mir in den Originaltext eingefügt !
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