NEUDEUTSCHER UMGANG

 
NEUDEUTSCHER UMGANG
 
Wer heute etwas auf sich hält
und sich auf linker Spur gefällt,
beschimpft, egal wer es auch ist,
den Gegner gerne als „Rassist“.
 
Ist der Gegner klug und schlau,
macht er's wie sein Feind genau,
so ruft er ihm zu Abwehr zu:
„Ein Rassist das bist doch Du !“
 
Das ist der Deutschen Rede-Spiel,
zur Unterhaltung brauchts nicht viel,
Rassist nennt man sich hin und her
und macht sich so das Leben schwer.
 
Doch liebt der Mensch die Steigerung,
bringt in Debatten gerne Schwung,
gibt seinem Feind den Eselstritt
und heißt ihn freiweg „Antisemit“.
 
„Antisemit“ ist kaum zu toppen,
das ist mehr als nur ein Foppen,
das wirkt meist‘ wie ein „K.O.“,
weit hallt alsbald das Horrido.
 
In längst vergangenen Epochen
hat man früher sich besprochen,
heute ist das nicht mehr schicklich,
man beschimpft sich augenblicklich.
 
Das ersetzt so schön das Denken,
mit Argumenten sich beschenken.
Heute füttert man die Furien
mit Verbalinjurien !
 
 
 
Landtags-Debatte in BaWü
 
08.02.2017 - FOCUS Online/Wochit
 
AfD klagt über „Rassismuskeule“ und beschimpft Schulz als „Antisemiten“.
 
Der AfD-Abgeordnete Jörg Meuthen löst im letzten Landtag eine Antisemitismus-Debatte aus. Hierbei ging es um die Streichung für Zuschüsse einer NS-Gedenkstätte. Seine Partei zog den Antrag jetzt zurück. Grund: fehlerhafte Annahmen. Der Baden-württembergische AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen hat einen Antrag seiner Partei zur Streichung von Zuschüssen für die NS-Gedenkstätte Gurs als „Irrtum“ bezeichnet. Der Antrag werde zurückgezogen, weil er auf fehlerhaften Annahmen beruht habe, so Meuthen am Mittwoch im Landtag. Die AfD war laut Meuthen davon ausgegangen, dass es sich um einen neuen Posten im Haushalt gehandelt habe. Den anderen Parteien, die die AfD für ihre initiative scharf kritisiert hatten, warf Meuthen vor, „mal wieder völlig unbegründet die Antisemitismus- und Rassismuskeule“ geschwungen zu haben.
 
Anfeindungen zwischen AfD und SPD.
 
Im Rahmen der Debatte hatte der AfD-Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner den SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz als „Antisemiten“ bezeichnet. Er sagte: „Die AfD braucht sich wirklich nicht anfeinden zu lassen von einer Partei, die Antisemiten wie Martin Schulz und Ralf Stegner in ihren Reihen hat.“ Darauf regierte wiederrum die SPD empört.
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