KRANKES RECHT

 

KRANKES RECHT
 
Recht ist krank, das Recht ist fern,
ihm ist nicht mehr zu trau’n -,
ihm huldigen die falschen Herr’n -,
auf seinem Throne hockt ein Clown.
 
Das ist ein närrisch’ neues Recht,
das klare Schuld in Frage stellt -;
das ist kein Recht, es ist nur schlecht,
wenn auch ein Mörder recht behält !
 
Die Rechtsverdrehung ist in Mode,
wer Geld besitzt, hat Macht dazu -,
so wird ein Rechtssystem marode;
zur Gewohnheit wurd’ der Schmu.
 
Heut’ gilt der Täter fast als Held,
er wird begafft, bestaunt, bedauert;
wenn er als Medienstar gefällt,
die Presse lukrativ erschauert.
 
Zum Vorbild wird er hochgeprägt,
denn schließlich ist er populär,
manch einer Nachahmung erwägt,
nur weil er dann bekannter wär’.
 
Zur Entschuldung gibt es Gründe,
zahllose kennt der Rechtsbeistand;
nur Dummheit gält' als einz'ge Sünde
wenn keine Ausred’ würd' genannt.
 
Sei es der Kindheit arge Schwere -,
dazu bekannter, bunter Strauß:
Falsche Freunde, falsche Lehre,
Drogen, Trunksucht, Elternhaus.
 
Stets geht's um den „armen Täter“,
vom toten Opfer spricht man nicht;
die „Wiedereingliederung“ später,
gilt vorrangig dem Strafgericht.
 
Und dann „Humaner Strafvollzug“:
„Ja, wie hätten Sie’s denn gern ?“
Fortbildung, Sport und Sex genug,
Strafminderung ist auch nie fern.
 
Wer wollte heute sich verwundern,
dass das Verbrechen blüht wie nie,
erstrebt wird ja von Rechts-Erkundern,
nicht Sühne, sondern Therapie.
 
Wenn Strafe nicht zu fürchten ist,
im Knast man gastfrei leben kann,
dann wirkt das Recht zu jeder Frist
nicht besser als ein Hampelmann.
 
Gerechtigkeit müsst’ anders sein,
wer Menschen vorsätzlich zerstört,
dürft’ nie in ein Gefängnis rein,
weil er auf das Schafott gehört !

 

 

Im Jahr 2005 kamen wir in der BRD auf eine Anzahl von insgesamt 3.549 Tötungsdelikte, Hierin enthalten sind Mord, Totschlag, Kindstötung, Schwangerschaftsabbruch und fahrlässige Tötung. Die Zahl beinhaltet alle vollendeten sowie die versuchten Tötungsdelikte. Das bringt uns auf eine durchschnittliche Zahl von 9,72 Tötungsdelikten pro Tag inklusive aller Versuche. Ausgehend davon, dass etwa 50 % aller erfassten Tötungsdelikte Versuche sind, kann man von einer Zahl von rund 5 Toten pro Tag sprechen.
 
Tausende Morde in Deutschland unentdeckt
 
Die Opfer wurden heimlich vergiftet, erschlagen oder erstochen. Doch häufig übersehen Ärzte bei Leichenschauen in Deutschland die wahre Todesursache. Im vergangenen Jahr sind vermutlich neben den 820 von der Polizei registrierten Fällen von Mord und Totschlag bis zu 5000 weitere Delikte unentdeckt geblieben. „Die Dunkelziffer im Verhältnis von aufgeklärtem und unentdecktem Delikt dürfte bei einem Verhältnis zwischen 1:3 bis 1:5 liegen“. Allein die angenommene Zahl der Fälle von Kindestötungen nach verheimlichten Schwangerschaften beziffert er auf 840 im Jahr. Hinzu kämen über 1000 Tötungsdelikte an älteren Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie 2700 Fälle an anderen Orten.
 
Analysen gehen davon aus, das mindestens 11.000 nicht natürliche Todesfälle, darunter bis zu 1200 Tötungsdelikte, wegen mangelhafter Leichenschau unentdeckt blieben.
 
 
Seit 1990 sind in Deutschland demnach mindestens 771 Morde und Mordversuche unaufgeklärt geblieben. Allerdings ist die wirkliche Zahl noch viel höher. Die Zahlen des Bundeskriminalamtes sind aussagefähig. Demnach haben sich 18.500 versuchte und vollendete Morde in dem Zeitraum angesammelt. Laut veröffentlichter Aufklärungsquote sind mindestens 1300 von ihnen bislang ungeklärt. Auf die vergangenen 20 Jahre gerechnet macht das 1,2 Mordfälle pro Woche, bei denen die Polizei bis heute keinen Täter gefasst hat. Rudolf Egg, Direktor der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden, gibt zu bedenken: «Rechtsmediziner haben vor einigen Jahren in einer Studie festgestellt, dass nur jeder zweite Mord aufgedeckt wird. Aufgedeckt meint, dass überhaupt bekannt wird, dass ein Mord geschehen ist.»
 
http://www.news.de/gesellschaft/855143597/mindestens-1300-tote-ohne-moerder/1/
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