VOLKSVERBLÖDUNG - VOLKSTÖTUNG

Christlicher Mob ermordet die Griechin Hypatia in Alexandrien, 415 n. 0
 
 
In seiner Schrift über die Christen schrieb der römische Kaiser und Philosoph Julian (331- 26.6.363): „Ich halte es für meine Pflicht, allen Menschen die Gründe darzulegen, welche mich überzeugt haben, dass die Religion der Galiläer eine menschliche, betrügerisch angelegte Erfindung sei, welche gar nichts Göttliches in sich hat, vielmehr, indem sie den abergläubischen, kindischen und unverständigen Teil der Seele missbraucht, dieselbe veranlasst, Wundermärchen für Wahrheit zu halten.“ (Cyrill: contra Julian 11. Buch)

,,Der Gott Jehova ist nach der Aussage des Moses nur ein Gott Israels, der Gott von Judäa; dasselbe behaupten auch die Propheten und Jesus von Nazareth, welcher der größte Gaukler und Betrüger war, der je gelebt hat.“ (Cyrill 11. Buch) - (Julian römischer Kaiser und Philosoph (331- 26.6.363)
 
„Aber dass der gleiche Gott, der uns mit Sinne, Sprache u. Verstand ausgestattet hat, gewollt haben sollte, deren Gebrauch hintanzustellen, um uns auf andere Weise als mit natürlichen Mitteln die Kenntnisse [der Naturvorgänge] zu vermitteln, sodass auch bei natürl. Schlussfolgerungen, die uns aufgrund vernünftiger Erfahrungen oder durch notwendige Beweisgänge vor Augen und Verstand ausgebreitet werden, wir Sinneseindruck und Vernunft verleugnen sollten, dass dies notwendig sei zu glauben, glaube ich nicht …“
(Galileo Galilei, Brief an Christiane v. Lothringen, [1615], 316)
 

„In gleicher Weise wie solche Aussagen [Anthropomorphismen bei der Rede von Gott] von den heiligen Schreibern, vom heiligen Geist inspiriert, in jener Form vorgebracht werden, um sich dem Vorstellungsvermögen eines noch ganz rohen und wenig disziplinierten Volkes anzupassen, so ist für solche, die dem einfachen Volk entwachsen sind, notwendig, dass kluge Ausleger die wahren Bedeutungen herausarbeiten und erläutern, weshalb eine solche wenig adäquate Form gewählt wurde.“(Galileo Galilei, Brief an Christiane von Lothringen, [1615], 316)

„Was verbindet mich denn dazu [zur Verkündigung Jesu] ? - Nichts, als diese Lehre selbst, die vor 18hundert Jahren allerdings so neu, .. dass nichts geringeres als Wunder .. erfordert wurden, um die Menge darauf aufmerksam zu machen. - Die Menge aber auf etwas aufmerksam machen heißt, dem gesunden Menschenverstand auf die Spur helfen. - Auf die kam er .. und was er auf dieser Spur .. aufgejaget, das, das sind die Früchte. - Was kümmert es mich, ob die Sage falsch oder wahr ist: die Früchte sind trefflich.“ [Wie wenig Lessing ernst zu nehmen ist, ersieht man aus seiner Unkenntnis, oder absichtlichen Blindheit hinsichtlich der christlichen Massenverbrechen: Völkervernichtung, Ketzermorden, Hexenwahn usw.] (Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781) „Über den Beweis des Geistes und der Kraft, [1777], KTGQ 4.1, 122)

„Ein altes metaphysisches Märchen voller Wundergeschichten, Widersprüche und Widersinn, aus der glühenden Einbildungskraft des Orients entsprungen, hat sich über Europa verbreitet. Schwärmer haben es ins Volk getragen, Ehrgeizige sich zum Schein davon überzeugen lassen, Einfältige es geglaubt, und das Antlitz der Welt ist durch diesen Glauben verändert worden. Die heiligen Quacksalber, die diese Ware feilboten, haben sich zu Ansehen gebracht, sie sind Herrscher geworden …“ (Friedrich der Große, „Politisches Testament“, 1768, Zeeden 191)

„Übrigens stellen die Priester uns nur darum als Stellvertreter Gottes hin, um sich selbst als Werkzeuge und Dolmetscher der Gottheit auszugeben.“ (Friedrich der Große (24.1.1712 - 17.8.1786) an Prinz Wilhelm von Braunschweig)
 
„Ein jeder kann bei mir glauben, was er will, wenn er nur ehrlich ist. Was die Gesangsbücher angeht, so steht einem jeden frei zu singen: 'Nun ruhen alle Wälder' oder dergleichen dummes oder törichtes Zeug mehr. Aber die Priester müssen die Toleranz nicht vergessen, denn ihnen wird keine Verfolgung gestattet werden.“
(Friedrich der Große - Entscheidung über einen Gesangsbuchstreit)
 
„Der menschliche Geist ist schwach. Mehr als drei Viertel der Menschen sind für die Sklaverei des absurdesten Fanatismus geboren. Die Furcht vor dem Teufel und vor der Hölle macht sie blind, und sie verwünschen den Weisen, der sie aufklären will. Der große Haufe unseres Geschlechts ist dumm und boshaft. Vergebens suche ich in ihm jenes Ebenbild Gottes, von dem es nach der Versicherung der Theologen den Abdruck in sich tragen soll.“
(Friedrich der Große an Voltaire)
 
„Die erste Tugend jedes ehrenwerten Menschen und, wie ich glaube, auch jedes Christen, muss die Humanität sein. Die Stimme der Natur, die die Grundlage der Humanität ist, will, dass wir uns alle lieben und wechselseitig unser Wohlergehen fördern. Das ist meine Religion.“ (Friedrich der Große an Kardinal von Sinzendorff)
 
„Muss man nicht erstaunen, wenn man in allen Religionen Menschen sieht, die in jeder anderen Sache gesunden Verstand zeigen, ganz kaltblütig auf Ungereimtheiten verfallen ?“ (Friedrich der Große)
 
„Die vornehmste Erfordernis oder vielmehr der echte Charakter einer wahren Religion, besteht darin, dass sie uns keinen falschen Begriff von Gott geben muss. Diese Eigenschaft fehlt der christlichen Religion gänzlich. Die bloße Vernunft gibt uns eine viel würdigere Idee von Gott, als die christliche Religion, die uns Gott immer als einen Menschen vorstellt.“ (Friedrich der Große)
 
„Da Gott bei seinen Handlungen immer die einfachsten Mittel erwählt, warum lässt man ihn denn so viele Geheimnisse suchen ? Er nimmt sich die Mühe, Mensch zu werden und lehrt uns nichts; er hat seine Apostel bei sich und lässt sie so dumm zurück, wie sie vorher waren“ (Friedrich der Große)
 
„Geld nehmen, um für Tote zu beten, und große Einkünfte aus einem Irrtum ziehen, ist ein unheiliger Betrug und eine frevelhafte Auflage, womit man das unwissende und blinde Volk belastet.“ (Friedrich der Große)
 
„Die Fortschritte der Kirche sind ganz menschlich. Man fing an, das Volk zu einer Zeit zu verführen, da man keine gedruckten Bücher hatte, da die Einbildungskraft allein herrschte und die ausschweifendsten Träume Anhänger fanden.“ […] ,,Die Prediger sprachen mit Eifer, und weil sie es so oft sagten, glaubten sie vielleicht zuletzt selbst, die Wahrheit zu sagen.“ (Friedrich der Große)
 
,,Die Religion ist das Grab der Vernunft, sie hindert uns, in den Wissenschaften Fortschritte zu machen. Kurz, die Religion zielt dahin ab, uns unter der Hoffnung eines andern als des gegenwärtigen Lebens, hier in dieser Welt unglücklich zu machen. Mit einem Worte, um ein guter Christ zu heißen, muss man unwissend sein, alles blindlings glauben, was uns unsere Geistlichen lehren, allen Ergötzlichkeiten, Ehrenstellen und Reichtümern entsagen, einsam in einer Wüste leben, Eltern und Freunde verlassen und ledig bleiben; kurz, alles tun, was wider die Natur ist, und den Mönchen alle Arten von Reichtümern zuwenden, alsdann kann man nach ihrem Versprechen gewiss versichert sein, geraden Weges in den Himmel zu kommen !“ (Aus „Friedrich des Großen, Gedanken über Religion“, übersetzt aus der französischen Ausgabe der Werke Friedrichs des Großen von 1789, XII. Band, Seite 1147-172. H. Jaenickes Verlag. Dresden, 1893,
 
,,Die Macht der Geistlichkeit gründet sich auf die Meinung und Leichtgläubigkeit der Völker. Man kläre die letzteren auf, und der Zauber hat ein Ende.“ (Friedrich der Große - Brief an Voltaire vom 24.3.1767)
 
„Die Päpste trieben Missbrauch mit ihrer auf die Leichtgläubigkeit der Menschen gegründeten Macht, genau wie heutzutage manche Völker ihren Staatskredit missbrauchen.“ (Friedrich der Große)
 
„Die Päpste aber, die schon seit vielen Jahrhunderten im Besitz des Rechtes waren, die Völker zu betrügen, konnten nicht vorhergehen, dass sie Gefahr liefen, wenn sie den Weg ihrer Vorgänger weiterschnitten. (Friedrich der Große)
 
„Die Päpste zitterten um ihr Ansehen. Nichts ist so erbittert, so erbarmungslos, wie der Priesterhass. Er mischte sich in die Politik der Fürsten und erregte jene Kriege, die so viele Reiche verheerten. Ströme von Blut überschwemmten Deutschland, Frankreich und die Niederlande.“ (Friedrich der Große)
 
„Kirchenversammlungen und Synoden. Wie viele derselben sind eine Schande des Christentums und des gesunden Verstandes ! Stolz und Unduldsamkeit riefen sie zusammen, Zwietracht, Parteilichkeit, Grobheit und Bübereien herrschten auf denselben, und zuletzt waren es Übermacht, Willkür, Trotz, Kuppelei, Betrug oder ein Zufall, die unter dem Namen des Heiligen Geistes für die ganze Kirche, ja für Zeit und Ewigkeit entschieden.“ (Johann Gottfried Herder (25.8.1744 - 18.12.1803)
 
,,Die Geschichte des ersten christlichen Reichs, des Kaisertums zu Konstantinopel, ist ein so trauriger Schauplatz niedriger Verrätereien und abscheulicher Greueltaten, dass sie bis zu ihrem schrecklichen Ausgange als ein warnendes Vorbild aller christlich-polemischen Regierungen dasteht.“ (Johann Gottfried Herder)
 
„Das scharfsinnigste Volk der Erde, die Griechen, sind das verächtlichste Volk worden, betrügerisch, unwissend, abergläubig, elende Pfaffen und Mönchsknechte, kaum je mehr des alten Griechengeistes fähig. So hat das erste und prächtigste Staats-Christentum geendet; nie komme seine Erscheinung wieder !“ (Johann Gottfried Herder, „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit“, 17. Buch I)
 
„Die Duldung der Römer gegen alle Religionen überwundener Völker ist über allen Widerspruch erhaben; ohne dieselbe und ohne den ganzen Zustand der damaligen römischen Verfassung würde das Christentum sich nie so schnell und allgemein ausgebreitet haben.“ (Johann Gottfried Herder, „Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit“ 17. Buch 111)
 
„Du hältst das Evangelium, wie es steht, für die göttlichste Wahrheit, mich würde eine vernehmliche Stimme vom Himmel nicht überzeugen, dass das Wasser brennt und das Feuer löscht, dass ein Weib ohne Mann gebiert und dass ein Toter aufersteht; vielmehr halte ich dieses für Lästerungen gegen den großen Gott und seine Offenbarungen in der Natur.“ (Goethe, Brief an Lavater, 9.8.1782)
 
„Du findest nichts schöner als das Evangelium, ich finde tausend geschriebene Blätter alter und neuer von Gott begnadeter Menschen ebenso schön und der Menschheit nützlich und unentbehrlich.“ (Goethe, Brief an Lavater, 9.8.1782)
 
„Die Kirche hat einen guten Magen,
Hat ganze Länder aufgefressen,
Und doch noch nie sich ühergessen;
Die Kirch´ allein, meine lieben Frauen,
Kann ungerechtes Gut verdauen.“
(Goethe, „Faust 1“)
 
An die Frommen
„Fort, fort mit eurer Torheit ! Lasst mir lieber
Das, was ihr Weisheit nennt, mit fadem Spott !
Herzlos ist eure Andacht, kaltes Fieber,
Kopflos ist nur ein Popanz, euer Gott !“
(Friedrich Schiller (10.9.1759 - 9.5.1805) „Epigramme“)
 
„Die Geistlichkeit war von jeher eine Stütze der königlichen Macht, und musste es sein. Ihre goldene Zeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes, und, wie jene, sehen wir sie vom Blödsinn und von der Sinnlichkeit ernten." (Friedrich Schiller, „Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande I“)
 
,,Das gemeinschaftliche Ziel des Despotismus und des Priestertums ist Einförmigkeit und Einförmigkeit ist ein notwendiges Hilfsmittel der menschlichen Armut und Beschränkung.“ (Friedrich Schiller - "Geschichte des Abfalls der vereinigten Niederlande I")
 
„Dem Tyrannen steht es wohl an, religiöse Ergebung zu predigen, und die, denen er auf Erden kein Plätzchen verstatten will, an den Himmel zu verweisen; wir andern müssen verhindern, dass man die Erde zur Hölle mache, um eine desto größere Sehnsucht nach dem Himmel zu erregen.“ (Johann Gottlieb Fichte (19.5.1762 - 27.1.1814) „Reden an die deutsche Nation“)
 
„Ich war schon ziemlich ein Christ,
Und war´ es noch mehr geworden,
Doch mir verleidet ist
Auf einmal der ganze Orden.
Ihr machet es mir zu toll
Mit eurem christlichen Leide:
Mein Herz ist noch freudenvoll,
Darum bin ich ein Heide.
Bricht einst mein Lebensmut,
Dann könnt ihr vielleicht mich erwerben;
Denn eure Lehr´ ist gut
Zu nichts auf der Welt als zum Sterben.“
(Friedrich Rückert (16.5.1788-31.1. 1866) „Haus- und Jahreslieder“)
 
„Bedenke, dass ein Gott in deinem Leibe wohnt,
Und vor Entweihung sei der Tempel stets verschont.
Du kränkst den Gott in dir, wenn du den Lüsten fröhnest
Und mehr noch, wenn du in verkehrter Selbstqual stöhnest.
Von beiden Welten, wenn ich sollt´ entbehren eine,
Die große draußen wär´s, und nicht in mir die kleine.
Du wirst die Welt in dir nicht mehr die kleine nennen,
Wenn du das Göttliche im Menschen wirst erkennen.
Zur Gotterkenntnis sind die Tiere nicht erschaffen,
Du unterscheidest dich durch sie, o Mensch, vom Affen.
Ohne sie stehst du nicht mit ihm auf gleichen Stufen,
Sondern auf niedererri, weil hohem zuberufen.
Denn Trank und Speis´ und Schlaf und sinnliche Begier,
Die völlig ihm genügt, genügt nie völlig dir.
Du hältst ein Höheres dir im Bewusstsein vor,
Und bist nicht du, wo du nicht ewig ringst empor."
(Friedrich Rückert - Aus dem Lehrgedicht: „Die Weisheit des Brahmanen“)
 
„Ich beuge mich jedem Höheren und also gewiss dem Höchsten. Aber nur dadurch, dass ich ihn möglichst zu entbehren suche, kann ich mich in ein würdiges Verhältnis zu ihm setzen. Er will nicht die Krücke des Menschen sein, darum hat er ihm Beine gegeben. Fordert das Leben von mir das Unmögliche, so erdrückt es mich entweder, oder - es ist nicht das Unmögliche gewesen. In jedem Fall soll ich alles aufbieten, was an Kraft in mich gelegt ist; diese Kraft macht mich gewiss frei, ist es nicht nach außen, indem sie das Hindernis überwältigt, so ist es nach innen, indem sie die Körperketten zerreißt.“ (Friedrich Hebbel (18.3.1813 - 13.12.1863) Klassischer deutscher Dichter)
 
„Das Christentum verrückt diesen Grundstein der Menschheit. Es predigt die Sünde, die Demut und die Gnade. Christliche Sünde ist ein Unding, christliche Demut die einzigmögliche menschliche Sünde, und christliche Gnade war´ eine Sünde Gottes. Dies ist um nichts zu hart. Die edelsten und ersten Menschen stimmen darin überein, dass das Christentum wenig Segen und viel Unheil über die Welt gebracht hat. Aber sie suchen meistenteils den Grund in der christlichen Kirche; ich find´ ihn in der christlichen Religion selbst.“ (Friedrich Hebbel)
 
„Das Christentum ist das Blatterngift der Menschheit. Es ist die Wurzel alles Zwiespalts, aller Schlaffheit, der letzten Jahrhunderte vorzüglich. Je weiter sich wahre Bildung nach unten hin verbreitet, um so schlimmer wird es wirken. Bisher war das Christentum des Volks ziemlich unschädlich, denn es war ein roheres Heidentum.“ (Friedrich Hebbel)
 
„Diese meine innigsten Überzeugungen hab´ ich mich veranlasst gefunden, dir mitzuteilen. Hinter all dem Scherz in früheren Tagen lag der tiefste Ernst versteckt; ich hasse und verabscheue das Christentum, und nichts mit größerem Recht. Es will Wunder tun, und selbst, wenn Wunder möglich wären, hörten sie nicht auf,überflüssig zu sein ...“ (Friedrich Hebbel, Brief an Elise Lensing vom 13. Februar 1837, bei Pfannmüller: „Jesus im Urteil der Jahrhundterte“, Leipzig 1908)
 
,,Je dümmer, desto schöner, je alberner, desto verehrungswürdiger, je sinnloser, desto erbaulicher. In diese zwölf Worte fasst sich bekanntlich das Ergebnis sämtlicher Dogmengeschichten, sämtlicher Religionen zusammen.“ (Johannes Scherr, 3.10.1817-21.11.1886, Kulturhistoriker: „Menschliche Tragikkomödie“ IV, Ein Prophet)
 
,,Am Sterbebette des Christentums. Die wirklich aktiven Menschen sind jetzt innerlich ohne Christentum, und die mäßigeren und betrachtsameren Menschen des geistigen Mittelstandes besitzen nur noch ein zurechtgemachtes, nämlich ein wunderlich vereinfachtes Christentum.“ (Friedrich Nietzsche (15.10.1844 - 25.8.1900) „Morgenröthe“)
 
,,Man soll das Christentum nicht schmücken und herausputzen: es hat einen Todkrieg gegen diesen höheren Typus Mensch gemacht, es hat alle Grundinstinkte dieses Typus in Bann getan, es hat aus diesen Instinkten das Böse, den Bösen herausdestilliert: der starke Mensch als der typisch Verwerfliche, der `verworfene Mensch´. Das Christentum hat die Partei alles Schwachen, Niedrigen, Missratenen genommen, es hat ein Ideal aus dem Widerspruch gegen die Erhaltungs-lnstinkte des starken Lebens gemacht.“ (Friedrich Nietzsche, „Morgenröthe“)
 
„Solange der Priester noch als eine höhere Art Mensch gilt, dieser Verneiner, Verleumder, Vergifter des Lebens von Beruf, gibt es keine Antwort auf die Frage: was ist Wahrheit? Man hat bereits die Wahrheit auf den Kopf gestellt, wenn der bewusste Advokat des Nichts und der Verneinung als Vertreter der ,Wahrheit´ gilt.“ (Friedrich Nietzsche)
 
„Christlich ist der Hass gegen den Geist, gegen Stolz, Mut, Freiheit, libertinage des Geistes, christlich ist der Hass gegen die Sinne, gegen die Freuden der Sinne, gegen die Freude überhaupt.“ (Friedrich Nietzsche)
 
„Ich berühre hier nur das Problem der Entstehung des Christentums. Der erste Satz zu dessen Lösung heißt: das Christentum ist einzig aus dem Boden zu verstehn, aus dem es gewachsen ist, es ist nicht eine Gegenbewegung gegen den jüdischen Instinkt, es ist dessen Folgerichtigkeit selbst, ein Schluss weiter in dessen furchteinflößender Logik.“ (Friedrich Nietzsche)
 
„Was einen Gott hat, ist ein Volk. Und nur das ist ein Volk, das einen eigenen (!) Gott besitzt.“ (Hugo Winckler (1863 – 1913) war ein deutscher Altorientalist, Begründer der deutschen Assyriologie)
 
„Vielleicht, wer weiß, wäre eine nichtchristliche Welt in genauso viele Kriege gestürzt - obwohl die nichtchristliche Welt seit siebzehn Jahrhunderten weniger Kriege führt als die christliche ! Schwer vorstellbar aber in einer heidnischen Welt: die ganze Heuchelei der christlichen. Und noch schwerer denkbar deren religiöse Intoleranz.“ (Karl Heinrich Leopold Deschner (1924 - 2014) „Kriminalgeschichte des Christentums“, Bd. 1, S. 317)
 
Abbildung: Aus Louis William Figuier, „Leben der berühmten Gelehrten: von der Antike bis zum neunzehnten Jahrhundert ...“, Paris, 1866-1870, Savants Illustres, Bildnummer AKG934728
 
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