DER HAKENWURM

DER HAKENWURM

Im Süden ist der Mensch Tourist,
weil er so gern im Ausland ist,
erholt sich dort vom Alltagssturm -;
es freut sich schon der Hakenwurm.

Der Hakenwurm sitzt im Salat,
weil er es immer schon so tat,
und wartet auf den nächsten Gast,
im Darm ist ihm die liebste Rast.

Doch solls ein Darm des Nordens sein,
da kriecht er allzu gern hinein.
Des Südens Därme sind immun,
kein Hakenwurm will darin ruh’n.

Hat nun der Wurm den Wirt gefunden,
beginnt er darin seine Runden,
er beißt sich durch die Därme durch,
und schwimmt im Blute wie ein Lurch.

Von dort besucht er die Organe,
dringt ein und startet die Schikane.
Er saugt das Blut an vielen Stellen,
so dass bald seine Eier quellen.

Der Hakenwurm ist niemals satter,
der Mensch indes wird immer matter.
Für jede Dummheit muss er zahlen,
weil redlich Gottes Mühlen mahlen.

Der Reisewahnsinn in die Tropen,
zum Hakenwurm und Antilopen,
bestraft das Mütterchen Natur,
mitunter gleich, mal langsam nur.

Zehntausende von deutschen Narren,
sehnsuchtsvoll in die Ferne starren,
und wünschen sich von dort nach hier,
ein schönes Reise-Souvenir.

Das Hakenwürmchen ist so was,
macht dauerhaft Toiletten-Spaß.
Es gibt manch’ weiteres Angebot,
an Mitbringsel ist niemals Not !

 

Penis-Fisch - Widerhaken-Wurm
Exotische Parasiten lauern auf Urlauber in den Tropen
 

Auf Fernreisen fangen sich viele Touristen gefährliche Parasiten ein - und merken es oft nicht. Ekelhafte Mitbringsel aus dem Ausland: Wer in tropische Länder reist, muss ständig auf der Hut sein - vor Parasiten, die in verschmutztem Trinkwasser, Obst, halb durchgegarten Fisch- und Fleischgerichten und Flüssen oder Seen lauern. Mückenstiche, verunreinigtes Trinkwasser, mangelhafte Hygiene, ungeschältes Obst, ungewaschener Salat oder schlecht gegarte Fisch- und Fleischgerichte, der Kontakt zu Tieren und ihren Hinterlassenschaften, das Baden in Seen oder Flüssen oder einfach nur Schlafen in einem Hotelbett, in dem sich Wanzen eingenistet haben: Viren, Bakterien, Würmer und andere Parasiten scheinen überall zu lauern - nicht nur in den Tropen. Die kleinen, bösartigen Lebewesen nutzen die Chance, in den menschlichen Körper einzudringen. Deshalb gilt es nach jeder Fernreise, aufmerksam den Körper zu untersuchen. Denn es könnten sich Fliegen unter der Haut eingenistet, Maden im Auge angesiedelt oder ein Fisch sich in der Harnblase fest gebissen haben. Manche Parasiten lösen albtraumhafte Infektionen aus. Die Vielzahl der ungebetenen Gäste, die den menschlichen Körper besiedeln können, ist enorm: Bakterien, Viren, Sporen, Pilze, Spinnentiere, Fadenwürmer, Larven, Amöben – sogar Fische trachten danach, sich darin zu vermehren und sich von ihm zu ernähren. Die Eindringlinge nisten unter der Haut und in allen Körperöffnungen, sie machen sich breit im Darm, in den Lymphknoten, der Lunge, den Augen und dem Gehirn. Dort saugen sie unser Blut, fressen unser Körpergewebe. Sie kommen aus verschmutzten Tümpeln, aus dem Erdreich und der Luft, sie lauern im Speichel von Haustieren, auf Blattspitzen, in Kleidungsstücken und auf Lebensmitteln. Eine Armada unsichtbarer, unverwüstlicher Quälgeister, die nur eines will: Teil des menschlichen Körpers werden. In den allermeisten Fällen verlaufen Infekte mit Parasiten ungefährlich und wenig schmerzhaft – viele bemerkt man kaum. Doch es gibt Infektionen, die den Betroffenen Höllenqualen bereiten und manchmal zu einem schnellen Tod führen.

http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/risiko/tid-19266/exotische-eindringlinge-gefahr-durch-parasiten_aid_534408.html

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