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DIE WALDKÖNIGIN
 
Wer weiß die Wesen im deutschen Wald ?
Keiner erkennt und erfährt sie alsbald,
der nicht die geheimsten Pfade spürt
und ein Schlüsselblümlein am Hute führt.
 
Des Wanderers Herz, für's Wunder offen,
darf sich wohl Zauberwinke erhoffen.
Ihm zeigen sich Körper im fremden Kleid,
von schier unwirklicher Wesenheit.
 
Der Forst ist wie eh ein Heiliger Hain,
und tritt ein freundlicher Gast zu ihm ein,
dann wird ihm freimütig geoffenbart
des Haines Huldschaft nach Altväter Art.
 
Die Fingerhut-Glöckchen verneigen sich,
rot bläh‘n sich die Blüten im Sonnenstrich.
Kaum hörbar klimpert ihr Glockengeläut,
das die Andachtsstätte zu stören scheut.
 
Dahinter, ins Dichte und Dämmrige hin,
dehnt sich die Warte der Waldkönigin.
Dort liegt in der Waldelfen Geisterreich
ein moosgrüner Spiegel, der Nixenteich.
 
Ist der Waldesgast echt und ohne Eil‘,
wird ihm des Waldheiles Segen zuteil.
Ihn grüßt die Königin von ihrem Thron,
ihr Leuchtstrahl klärt seine Stirn zum Lohn.
 
Glücksgriffige Geistkraft ist ihr Geschenk,
doch fordert sie dafür endloses Gedenk.
Wer die Waldeskönigin einmal erblickt‘,
dess‘ Herz ist mit ewiger Sehnsucht gespickt.
 

 

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