DIE FOLGEN DER TEUFELSANBETUNG

 

 

Copyright Gerhard Hess / Januar 2018

 
 
 
DIE FOLGEN DER
TEUFELSANBETUNG
 
Welche Kraft ist nur gut und welche schlecht,
auch Götter sind gespalten -,
denkt einmal drüber nach, so recht
über der Mächte Walten !
 
Götter -, gleich wie Ihr sie versteht und seht,
sind mächtig in den Köpfen,
selbst einer der als Spuk nur weht
kann Energien schröpfen.
 
Ob Gotteszorn beweisbar ist, oder nur ausgedacht -
so ist‘s mit allen Kräften -
wer an sie glaubt, trägt ihre Fracht
im Geist und in den Säften.
 
Ein Gott der Orientalen ward Eloah genannt,
sinnstiftend ward er sicher,
Verehrern Heil und Hand,
Verächtern fürchterlicher.
 
Gottessucher-Gnostiker erkannten ihn nicht an,
sie hielten ihn für Typhon-Seth,
der nichts als schaden kann,
der Drachensamen sät.
 
Als dann die Christensekte gelangte an die Macht
erhöhte sie des Orients Gott,
den sie sich mitgebracht,
trotz vieler Heiden Spott.
 
Zum einz'gen Weltenschöpfer wurde er hochgehievt,
die Heiden-Götter gäb‘ es nicht,
die „Bibel“ hätt‘s verbrieft,
so schrie manch‘ Lügenwicht.
 
Den alten Deutschen galt er als Thurse oder Troll,
sie nannten ihn Saturnius,
dem Eis und Tod entquoll,
von sonnenfernstem Radius.
 
Es offenbart sich untrüglich der Sensenmann als Tod,
Jehova-El-Schaddai dabei,
die Not ist sein Gebot -,
kein Leib wird je des Todes frei.
 
Wer die unholde Thursen-Macht als einzige verehrt,
als Kirchengott ihr Hymnen singt,
sie liebt und lobt und lehrt,
der wird vom Wahn umringt.
 
Den einen steht der Satan bei, den andern ist er feind.
Mephisto - Loki - Lucifer
erscheinen eng vereint -,
des Schatten-Lichtes Eiferer.
 
Beim Sinnen über Germany traf mich Erkenntnis-Wucht,
wer lenkt die deutsche Schicksals-Fron,
den Niedergang der Zucht ?
Die falsche Religion !
 

Die Folgen der Teufelsanbetung

Ob es in Realität derartige Machtwesen gibt welche die Menschen als Götter bezeichnen, ist ganz unwesentlich, wenn man die Wirkungen des Glaubens im Auge behält. Der Glaube in den Hirnen der Menschheit lenkt nach oben oder nach unten. Allein was der Mensch denkt, denkt er zur materiellen Realität. Ein Volk das den Tod oder den Teufel - oder beides in Einem - zum religiösen Vorbild macht, wird über kurz oder lang „des Todes sein“ und „zum Teufel gehen“. Seit etwas über tausend Jahre wurde das deutsche Volk zum römisch-vatikanischen Christianimus - den man „katholisch“ nannte - „bekehrt“, in der Regel durch Zwang, Übertölpelung und dem Staatskalkül der Mächtigen. Ein fremder Gott wurde in die Gehirne eingepeitscht, unter welchen unmenschlichen Torturen und Menschenopfern erzählt uns die Ketzer- und Hexenverfolgungsgeschichte. Dieser fremdvölkische Zwangsgott mit seinen „Menschensohn“, den man mittels einer ganz kuriosen Legendengeschichte aus einem orientalisch-galiläischen Zimmermann konstruierte, hat das Deutsch-Germanen auf den abschüssigen Schicksalsweg geführt, der heute vor dem Abgrund der Volksauflösung zu enden scheint. Die Tochter eines christlichen Theologen hat die Landesgrenzen für das ungehemmte Eindringen geöffnet, um das Deutschvolk auf seinem vieltausendjährigen Heimatboden von einem neuen Mischvolk verdrängen zu lassen. Das ist ersichtlich ein gewollter, gelenkter und nur scheinbar sanfter Volksmord. Das um sich greifende Chaos wird von Jahr zu Jahr deutlicher, gleich einem Verderben speienden Drachen, dem ständig neue Köpfe zuwachsen.
 
Seit der Be- bzw.  Verkehrung wurden die Deutschen gezwungen einen vorderasiatischen Gott anzubeten, von dem seine Verkünder sagten, dass er nur sein „Bundesvolk“ hochschätzt, aber sämtliche anderen Völker dem Straßenstaub - also dem Schmutz - gleichachtet. Jesaja 40/17: „Alle Nationen sind wie nichts vor ihm und werden geachtet wie Nichtigkeit und Leere.“ 34/1-3: „Tretet herzu ihr Nationen, um zu hören, und ihr Völkerschaften merket auf ! Es höre die Erde und ihre Fülle, der Erdkreis und alles was ihm entsprosst ! Denn der Zorn Jehovas ergeht wider alle Nationen und in sein Grimm wider all ihr Heer. Er hat sie  der Vernichtung geweiht, zur Schlachtung hingegeben.“ Nur „die Söhne der Fremde“ die „sich Jehova angeschlossen haben, ihm zu dienen“ und „ihm zu Knechten zu sein“, sollen Gnade finden (56/6). Jeremia 25/26-34: „und alle Könige des Nordens, die nahen und die fernen, den einen nach dem anderen; und alle Königreich der Erde, die auf der Fläche des Erdbodens sind. ... Trinket und werdet berauscht und speiet und fallet und stehet nicht wieder auf wegen des Schwertes das ich unter euch sende … Ihr werdet nicht ungestraft bleiben, denn ich rufe das Schwert über alle Bewohner der Erde, spricht Jehova der Heerscharen. … denn eure Tage sind erfüllt, um geschlachtet zu werden.“
 
Was ist das für eine Vorstellungsfigur, diese Stammesgottheit der Israeliten, welche aus einem sehr alten Fruchtbarkeitskult hervorging der sich auf ein Götterpaar - also Gottvater und Gottmutter - bezog ? Eine Gruppe von Eiferern, die sogenannten „Propheten“, fokussierte sich zunehmend auf den einseitig männlichen Aspekt und formte, in Nachahmung oder Anlehnung an die ägyptische Aton-Religion des Echnaton (bzw. Amenophis IV, 1351-1334), einen strengen Monotheismus des Jahwe-Kultes aus. Seine Verkünder hielten erschreckend chauvinistische, militaristische, ja blutrünstige Predigten gegen die Nachbarvölker, die in der sog. „Bibel“ - im Lebensbuch des Judenvolkes - ihren Niederschlag fanden. Dieser frauenlos gewordene jüdische Gott, der bedenkenlos immerfort einseitig für „das Recht Israels“ eintrat, während er Israels Gegner wutschnaubend verdammte und zertreten wollte, wird in den alten Texten unter diversen Namen vorgestellt: El, Eloah, El-Schaddai, Jhwh (Jahwe, Jehowa), Jaldabaoth. Sein Hauptmerkmal in den „biblischen“ Erzählungen ist die maßlose, blutige Rache, er könnte mithin aus Sicht seiner Gläubigen als ein drakonischer Rechtsgott verstanden worden sein. Absolut sinnentstellend wäre es, diese Stammesgottheit auf Weltniveau heben zu wollen, als Gott für alle Völker, da er sich einseitig für die Dominanz „seines Judenvolkes“ positioniert hat, wie seine Interpreten nicht müde wurden, zu betonen. Der „El“-Begriff ist urgemeinsemitisch zu interpretieren, er liegt auch dem islamischen Allah zugrunde. In den derzeitigen „Bibel“-Übersetzungen wird „El Schaddai“ mit „Gott der Allmächtige“ wiedergegeben, obwohl die Bedeutung unentschlüsselbar ist. Manche sehen darin die Bedeutung von „Berg“, andere von „Vernichtung“. Dieser Gottesname wurde im Koran für den Satan bzw. Shaitan gebraucht. Mose 6/2-3: „Weiter sagte Gott zu Mose: Ich bin der Herr ! Bin Abraham, Isaak und Jakob als El-Schaddai erschienen. Doch mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht geoffenbart.Der Charakter des „Bibel“- und des Christen-Gottes, wie er in den Textzusammenstellungen des sog. „AT“ beschrieben findet, zeigt weniger einen „guten Gott“, als vielmehr einen eifersüchtigen, herrschsüchtigen Diktator, der mitleidslos sein Volk in diverse Kriege befiehlt. Seine Gesetze sind grausam und statt Liebe fordert er Schlachtopfer und allem voran, bedingungslosen Gehorsam.
 
El-Schaddai der Schaitan-Satan ?
 
Am eindeutigsten wird Schaddai in der so genannten „Jovian-Offenbarung“ behandelt. Jovian steht im Übrigen für Johannes; den Johannes, der ein Jünger des Jesus war, und der im Alter auf die Insel Patmos verbannt wurde. Auszüge aus der „Jovian-Offenbarung“, 6/12: „Und ich sah den alten Drachen, den Satan, der mit einer Schar seiner Großen kam, den Thron bestieg, sich darauf setzte und die Seinen um ihn herum an die Ecken, Säulen und Stufen des Thrones. Angetan mit glänzendem Gewande, hatte er um die Brust einen wie goldenen Gürtel, seine Füße wie im Silbererze und in alledem brach sich zuckend das flammende Licht der feurigen Zungen, dass es schien, als gingen von ihm Blitze aus; sein Haupt, Mund, Kinn und die Wangen hatte er mit weißem Haar, ähnlich weißer Wolle, gedeckt, und aus seinem Munde hing die Zunge, wie ein zweischnei­diges Messer, an jeder seiner Seiten aber hing ein zweischneidiges Schwert. … Ich bin der Schöpfer des Lichtes, ich schaffe Licht, ich schaffe Finsternis und verfluche alle, die mein Licht nicht warten und versorgen, um sich in der Finsternis meinen Blicken zu verbergen; hütet euch, dass euch mein Zorn nicht verzehre, denn ich bin der große und schreckliche Gott ! … Heilig, dreimal heilig ist unser Gott und Herr, der Schöpfer unseres Reiches, der war, ist und sein wird, der die Schlüssel des Lebens und des Todes hat !“ 6/29: „Und sie fielen mit den zwanzig anderen nieder und beteten ihn an, rufend: Allein du, Herr, bist unser Gott und allein du bist würdig, von uns zu nehmen Preis, Lob, Ehre, Kraft, Herrlichkeit und Machtgewalt, denn durch deinen Willen hast du dein Reich erschaffen, welches bestehen wird ewiglich !“ 6/42: „Da wandte sich der Verführer der Kinder Gottes, der Schadain-Satan vollends zu den Seinen und schrie: Hört mich allein ! Er allein will Gott genannt und angebetet werden und spricht nur aus Neid, weil er weiß, dass er und keiner der Seinen nie das schaffen kann, was ich schaffe und noch schaffen werde; daher bin ich der Schöpfer des unerhörten Neuen, und ich werde mit euch ein Reich schaffen, das nicht seinesgleichen findet, und ihr werdet zu mir nicht nur der Heilige, der neue Schöpfer, sondern Gott sagen !“. Jeder Bibelkenner erkennt sofort, dass viele dieser Aussagen in identischer Form in die „Bibel“ aufgenommen worden sind, wo sie sich allerdings auf den Judengott beziehen. Die Wahrheit ist kaum zu leugnen, dass nämlich dieser „Bibel“-Gott - aus Sicht vieler damaliger Gnostiker - nicht der wahre Gott, sondern lediglich der gefallene Schattenfürst, Schadain / Schaddai / Schaitan / Satan zu verstehen ist. Zudem lauten einige Zitate aus der „Isais-Offenbarung“, 1238, deren Weistum von einigen deutschen Rittern am Ettenberg/Berchtesgadener-Land, bekannt wurden und wohl aus einer Pilger- oder Kreuzzugs-„Beute“ zu erklären sind: „In der Hölle haust der finstere Schattenfürst, der Verworfene, der Verderber, Schaddain ist sein Name. Krieg ist im Reigen der Zeitenläufe, seit Schaddain sich wider Allvater aufwarf. … Später Finsternisfluch nahte sich den Menschen, als Schaddain grausame Diener sich kürte und diese nahmen ihn zu ihrem Gott.“ Die „Isais-“ und „Jovian-Offenbarung, die deutsche Abschrift eine syro-aramäisch geschriebenen Original-Apokalypse (Entstehungszeit des Originals 28.05.837 der Römer, entspricht dem Jahre 84 n.0. unserer Zeitrechnung). Leider ist die Originalität beider Texte nicht beweisbar, weil sie sich in den Händen der „Causa Nostra“ (nicht zu verwechseln mit „Cosa Nostra“) befinden. Doch exakt aus diesen gnostischen Überlieferungen soll der vergötzte Zimmermannssohn Joshua/Jesu den damaligen Vertretern des Mosaischen Glaubens, den Schriftgelehrten der Sadduzäern und Pharisäern, gesagt haben, in Johannes 8/44:Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.“ Dieser Religionsrebell war also überzeugt, dass das damalige offizielle Tempel-Judentum den falschen Gott anbeten würde. Ob dieser Mann Jeshua-Jesu Recht hatte wissen wir nicht, wir wissen daraus nur, dass seine Betrachtungsweise eine der damals denkbaren war.
 
    Jaldabaoth, die unwissende Finsternis
 
Dass die Idee vom Judengott, den die Christenkirche zum Weltengott erhob, extrem umstritten war und dass er seine Position gegenüber einem anderen, einem Vorgängergott durchsetzte, dass er seine Herrschaft usurpiert hatte und eher aus der Finsternis kam, ist aus den widersprüchlichen Quellen herauszulesen. Mit der Auffindung der frühchristlichen Klosterbibliothek von „Nag-Hammadi“, nahe Theben in Ägypten, erhielt die Wissenschaft Zugriff auf sehr frühe jüdisch-christliche Texte. Es fanden sich die Zeugnisse für die frühchristliche Auffassung von der Verwerflichkeit des jüdischen Stammesgottes, die man - um den modernen aber falschen Begriff zu verwenden - als eindeutig „antisemitische Texte“ bezeichnen könnte. In diesen Schriften wird der Judengott als „Schöpfer der schlechten Welt“ verachtet, man hoffte auf einen unbekannten „Guten Gott“. Da steht in den Texten dieser frühen Stätte der Christenklause wie der Judengott - man nannte ihn hier „Jaldabaoth“ - seine Urmächte hervorbrachte: Im „Apokryphon des Johannes“ (NHC II,1) aus dem 2. Jh. n.0, zugehörig dem Schrif­ten­fund von Nag-Hammadi, heißt es im Ka­pi­tel „Über die Hervorbringung der Mächte des Jaldabaoth“ vom Judengott Jalda­ba­oth: [Er] „war erstaunt in seinem Unverstand“, „denn er ist eine unwissende Finsternis“, „er ist frevelhaft in seiner Unwissenheit“ und er sagte: „,Ich bin ein neidischer Gott, und es gibt keinen Gott neben mir.’ Aber [gerade] weil er dieses verkündet, zeigte er den Engeln, die bei ihm sind, an, dass ein anderer Gott existiert. Denn wenn dort kein anderer wäre, auf wen sollte er [dann] eifersüchtig sein ?“ - „Und er war erstaunt in seinem Unverstand, der in ihm ist, und er schuf sich Mächte. Die erste aber, ihr Name ist Athoth, den die Geschlechter nennen [Schnitter]. Die zweite ist Harmas, die [das Auge] der Begierde [ist]. Die dritte ist Kalila-Oumbri. Der vierte ist Jabel, der fünfte ist Adonaiou, der Sabaoth genannt wird. Der sechste ist Kain, den die Geschlechter der Menschen ,die Sonne' nennen. Der siebte ist Abel. Der achte ist Abrisene. Der neunte ist Jobel. Der zehnte ist Armoupieel. Der elfte ist Melcheir-Adonein. Der zwölfte ist Belias, dieser ist der, der über der Tiefe der Unterwelt ist. Und er stellte sieben Könige auf, entsprechend dem Firmament des Himmels, über die sieben Himmel und fünf über die Tiefen der Hölle, damit sie herrschen. Und er teilte sein Feuer mit ihnen, aber er sandte nichts von der Lichtkraft, welche er von seiner Mutter empfangen hatte; denn er ist eine unwissende Finsternis. Als sich aber das Licht mit der Finsternis vermischte, ließ es die Finsternis leuchten. Als sich aber die Finsternis mit dem Licht vermischte, machte sie das Licht finster. Und es wurde weder Licht noch Finsternis, sondern es wurde trübe. Der Archon nun, der krank ist, hat drei Namen. Der erste ist Jaldabaoth, der zweite ist Saklas, und der dritte ist Samael. Und er ist frevelhaft in seiner Unwissenheit, die in ihm ist. Denn er sagte: ,Ich bin Gott, und es gibt keinen anderen Gott neben mir. Er war nämlich unwissend über seine Stärke, den Ort, von dem er gekommen ist. Und die Archonten schufen sich sieben Kräfte, und die Kräfte schufen sich sechs Engel für einen jeden, bis sie zu 365 Engeln wurden.
 
Dies aber sind die zu den Namen gehörigen Körper: Der erste ist Athoth, er ist ein Schafsgesicht. Der zweite ist Eloaiou, er ist ein Eselsgesicht. Der dritte ist Astaphaios, er ist ein [Hyänengesicht]. Der vierte ist Jao, er ist ein [Drachen]gesicht mit sieben Köpfen. Der fünfte ist Sabaoth, er ist ein Drachengesicht. Der sechste ist Adonin, er ist ein Affengesicht. Der siebte ist Sabbede, er ist ein Feuergesicht, das leuchtet. Das ist die Siebenheit der Woche. Aber Jaldabaoth hat eine Menge Gesichter, mehr als alle von ihnen, so dass er in einem Gesicht ihnen allen gleicht, entsprechend seinem Wunsch, wobei er in der Mitte der Seraphen ist. Er verteilte sein Feuer unter ihnen; deswegen wurde er Herr über sie. Wegen der Kraft der Herrlichkeit besaß er das Licht seiner Mutter; deswegen nannte er sich selbst ,Gott. Er war aber nicht gehorsam gegenüber dem Ort, von dem er gekommen ist. Und er vermischte sich mit den Gewalten, die bei ihm waren, den sieben Kräften, in seinem Denken. Dadurch, dass er sprach, geschah es. Und er benannte jede Kraft. Er begann mit der höchsten. ... Aber alles hat er in Ordnung gebracht (IV 20,11--12: [Und] nachdem er [alles] geschaffen hatte, [hat er] sie [geordnet]) entsprechend dem Abbild der ersten Äonen, die entstanden waren, damit er sie nach der Gestalt der Unvergänglichen schaffen würde. Nicht weil er die Unvergänglichen gesehen hätte, sondern die Kraft in ihm, welche er von seiner Mutter empfangen hatte, brachte in ihm ein Abbild der guten Ordnung hervor. Und als er die Schöpfung, die ihn umgibt, sah und die Menge der Engel, die ihn umgeben (und) die aus ihm entstanden waren, sagte er zu ihnen: ,Ich bin ein neidischer Gott, und es gibt keinen Gott neben mir. Aber (gerade) weil er dieses verkündet, zeigte er den Engeln, die bei ihm sind, an, dass ein anderer Gott existiert. Denn wenn dort kein anderer wäre, auf wen sollte er (dann) eifersüchtig sein ?“
 
Kann das der rechte-gerechte Gott sein ?
 
Von der kraftvollen Ur-Mutter des judäo-christlichen Gottes hat die Christenkirche geschwiegen ! Sie ist ebenso verleugnet worden, wie die jüdischen Jahweisten die Ehefrau des Jahwe geleugnet hatten. Die genannten Untermächte des Jaldebaot-Jahwe werden mit tierischen Gesichtern aufgezählt, wobei die altägyptischen Tiergottheiten durchschimmern. Nach Kenntnisnahme solcher Urtexte muss man die Frage stellen, ob die „Engel“, welche aus Jaldabaoth hervorgegangen sind, als Lichtwesen oder eher als Dämonen anzusehen wären. Der heutige kommerzielle Engelkult sollte sich selbst einmal auf den Prüfstand stellen. So wie es dem Jaldabaoth-Jahwe gelang, durch seine Hilfswilligen alle anderen Götter zu „falschen Göttern“ degradieren zu lassen, so könnte es ihm ebenso gelungen sein, seine falschen Engel an die Stellen der wahren zu positionieren ? Ein Kenner schreibt: „Die Fakten sind so offensichtlich, dass man sich nur wundern kann, wie es diesem El Schaddai, dem Jaldabaoth gelang, Jahrtausende hindurch von vielen Großreligionen als der liebende Gott gelehrt und verehrt zu werden. Er hat eine sich intelligent und fortschrittlich vorkommende Gesellschaft etabliert, die, wenn es um mehrere Götter geht, verächtlich auf diese herabblickt. Abgötterei, primitiver Eingeborenenglaube usw. ER hat die Welt mit Kriegen überzogen und lässt die Menschen im Glauben, sie kämpften für IHN. Die Masse Mensch setzt ihr Vertrauen auf IHN, doch Er kümmert sich, wie ich es sehe, nicht um den Einzelnen. Für IHN sind die Menschen, ja ganze Völkerschaften, bestenfalls wie Staub an den Schuhen (der da nicht hingehört), was heißt, die Menschen sind IHM eher lästig. Jetzt sind die Menschen dabei ihren Planeten zu zerstören - und wo bleibt ER ?“
 
Vorstellungen und Bilder des Teufels
 
Basiert also die heutige christenkirchliche Gottesvorstellung auf einem Irrtum bzw. einem grandiosen Betrug derer die einen falschen Gott an die Spitze des Pantheons lancierten ? Es sieht so aus ! Der Streit um die richtige Gottesidee ist sicher so alt wie die Religion an sich, immer schon werden sich die diversen Kultgruppierungen gegenseitig Irrtümer unterstellt haben. Hinzu kommt die janusköpfigkeit jeder Priesterschaft und jeglichen Gottesgebarens, wie es von den jeweiligen Theologen argumentativ gegenüber konkurrierenden Gruppen ausgelegt wird. Keine Gottesidee kann bedingungslos als „nur gut“ interpretiert werden -, nach innen „gut“ und nach außen in Abwehrhaltung auch „böse“, so ist das Verhalten des Menschen und ebenso seiner von ihm geschauten Götter. Dass der jüdische Stammesgott - aus jüdischer Sichtweise - absolut positiv gesehen werden darf, versteht sich von selbst, vertrat er ja - wie seine Fürsprecher nicht müde wurden zu bekunden - rein jüdische Volksinteressen. Nicht wenige der antiken Gnostiker iranischer Schulen schätzen diesen Gott anders ein, nämlich - wie wir hörten - kritisch, bis kategorisch ablehnend. Sie hielten ihn für den Teufel, ebenso wie es im Evangelium des Johannes als „Herrenwort“ (8/44) zum Ausdruck kommt. Zu diesen Schulen gehörten die Gnostiker: Simon Magus von Gitta aus Samaria (gest. 65 n.0), Valentinus von Alexandrien (geb. um 100 n.0), Menander, Saturnius, Basilides, Karpokrates, Kerdon aus Syrien, Marcion aus Sinope (geb. um 85 n.0). Von Kerdon und Marcion wissen wir, dass sie einen „guten, gerechten Gott“ verkündeten der über dem Gott des jüd. Gesetzes und der Propheten stünde, welchen sie „Urheber des Bösen, kriegslüstern, wankelmütig und sich selbst widersprechend“ (Häresienschrift/Irenäus) nannten. Die Gnosis war in vielen Zügen eine Fundamentalkritik am sog. „AT“ bzw. am jüdischen sog. „Gesetz“. Der Kirchenlehrer Irenäus versuchte aus naheliegenden Gründen zu beweisen, dass alle antikatholischen Häresien jünger als die Christenkirche seien, das Gegenteil ist der der Fall. Im Hellenismus begannen derartige Religionsformen sich verstärkt zu entwickeln, ihre Wurzeln liegen in den griechischen und thrakischen Mysterienkulten, sowie im vorhellenistischen Zarathustrismus und Pythagoreismus. Schon der sich zum Platonismus bekennende Grieche Plutarch (um 45-125 n.0), Historiker, Weltweiser mit Apollonpriesterweihe, schrieb in „Über Isis und Osiris“ („Peri Isidos kai Osiridos“) Kap. 31 - „Der Esel, meinen sie [die Ägypter], habe, wie schon bemerkt, seine Ähnlichkeit mit dem Typhon [Typhon-Seth] nicht weniger wegen der Ungelehrigkeit und Geilheit als wegen der Farbe. … Einige behaupten, Typhon sei aus der Schlacht [zwischen Typhon-Seth und Horus bzw. den Göttern] auf einem Esel sieben Tage geflohen, und habe als er davongekommen war, zwei Söhne, den Hierosolymos und Judaios gezeugt; hier ist offenbar die jüdischen Geschichte in den Mythos hereingezogen.“ Auch Tacitus (Hist. 5/2) nennt als jüdische Heerführer Hierosolymos und Judaeos. Hier werden Juden als Teufelskinder geschmäht, ebenso wie die erwähnten Gnostiker-Schulen den Judengott als Materiegötzen bzw. Teufel schmähten. Typhon ist als mythischer Riese, als grässliches Ungeheuer, auch als Drachen mit hundert Schlangenköpfen dargestellt worden, wobei diese in der Sprache der Götter und vieler Tiere sprechen konnten. Die späthellenistischen Griechen setzten Typhon mit dem ägyptischen Antigott Seth gleich, der einen stilisierten Eselskopf trägt. Es verschmolzen allmählich die Begriffe „Drache-Seth-Satan“ mit „Erzengel Samael/Satan“ (der „blinde Gott“, anderer Namen für Jaldabaoth, dem „Schöpfer der materiellen Welt“), „Herr der Finsternis“, „Höllenfürst“, „Teufel“, „Beelzebub“ (Gottheit der Philister, aus Baal-Zebul: erhabener Herr), „Luzifer“ (gefallender Engel), „Beliar“, „Mephistopheles“ -, alles Vorstellungen die angestoßen wurden von der den ganzen Nahen Osten befruchtenden iranisch-zoroastrischen Theologie, in der der „Angra Mainyu“ (Angarman, Ahriman) der Gottesfeind schlechthin ist, also die Zerstörung bzw. das Zerstörerische repräsentiert.
 
Der Saturn und der Tod
 
So wie Teufel Typhon-Seth am siebten Tag ruhte, ist - ab Sonntag gerechnet - der Sabbat-Samstag ein Ruhetag im Judentum. Der Seth’sche Esel findet sich auch in den antiken Auffassungen vom jüd. Kult. So erwähnt Tacitus (Historien 5, 2-5) in seinem Judenexkurs (Wende des 1./2. Jh. n.0 verfasst) die Behauptung, die Juden würden in ihrem Tempel einen Esel anbeten, denn sie hätten, als sie auf ihrer Wüstenwanderung kurz vor dem Verdursten waren, von einer Herde Wildesel den Weg zu einer Quelle gewiesen bekommen. Aus Dankbarkeit hätten sie dann dem Esel eine Statue im Tempel errichtet. Hier wurde der Esel des Seth - Seth als „Gott der Fremdländer“, auf den fremdländischen Judenkult adaptiert. Tacitus nennt den jüdischen Kultus „absurd und ekelhaft“. Man findet ebenso bei weiteren antiken Autoren die Hinweise auf die jüd. Eselsgott-Verehrung. In gräkoägyptischen Texten wird außerdem der jüdische Gottesname Iahwe als Iao wiedergegeben. Zwischen Iao und dem ägyptischen Wort für Esel schien eine klangliche Ähnlichkeit zu bestehen. In einem aus dem 2./3. Jh. überlieferten lateinischen Dialog eines Nichtchristen mit einem Christen, wird den Christen vorgeworfen: „Höre ich doch, dass sie den Kopf eines Esels, dieses äußerst garstigen Tieres, weihen und - ich weiß nicht, in welcher wahnwitzigen Überzeugung - verehren“ (Minucius Felix, Octavius 9,3). Daraus geht die Erklärung hervor für die Spottzeichnung vom Palatin in Rom aus 123 bis 126 n.0. Sie stellt einen Gekreuzigten mit Eselskopf dar, zu dem ein Mann in anbetender Haltung emporschaut. Die Beischrift lautet „Alexamenos betet seinen Gott an“. Die Störrigkeit und Dummheit des Esels machte ihn auch für die kirchenchristliche Seite bald zu einem Symboltier des Judentums. Christliche Predigten und Schriften bezeugen es, so dass in mittelalterlichen Darstellungen die „Synagoge“ mitunter auf einem Esel reitend dargestellt wird. Dass die Juden den Sabbat-Samstag heiligen, also als Saturn-Anbeter gedeutet wurden, liegt auf der Hand. Saturns Attributtiere sind Hund (Tier der Hekate) und Esel, sein Element ist das eselsgraue Blei.
 
Als späterer durch Zeus in die Unterwelt Verdammter, ist Saturn auch Herr und Hüter unterirdischer Schätze, der zu schürfenden Edelmetalle und der Edelsteine. In seinem Tempel wurde der röm. Staatsschatz aufbewahrt. Seine Festzeit im Dezember, die „Saturnalien“, galt als eines der fröhlichsten Ereignisse des ganzen röm. Jahres, wohl, weil die saturnische Winterzeit, nun bald als überwunden zu gelten hatte. Infolge der Gleichsetzung des altersmüde erscheinenden Saturn - als langsamster und sonnenfernster Planet - mit dem griech. Zeit-Gott Kronos übernahm er auch dessen wichtige mythologische Bedeutung: Durch die Kastration seines Vaters Caelus (Uranos) an die Macht gekommen, verschlingt er fortan seine eigenen Kinder, denn als Zeit-Gott lässt er auch alle seine hervorgebrachten Erscheinungen wieder verschwinden. Der mythische Saturn, der als Attribute die Sichel und das Stundenglas trägt, wurde im Zuge der europäischen Symbolentwicklung, in röm. Kaiserzeit ins Mittelalter einmündend, zunehmend zum Sinnbild des Todes.
 
Die Lehren des Runen-Kanons und -Kalendariums    
 
Meine Runenforschungen lehrten mich, zu erkennen, dass der Schöpfer des germ. Runen-Kanons aus der Schule der Pythagoreer bzw. aus dem Zeitalter des Spät-Pythagoreismus des 1. Jahrhunderts vor Null kam. Er nahm gnostische Betrachtungen auf und formte sie ein in die ihm ebenso gekannten gallo-germanischen Überlieferungsstränge, zu einem luni-solaren Kult-Kalendersystem, das nach den drei ersten rechtsbeginnenden Stäben „O.D.ING-Wizzod“ („Runen-Evangelium“), zu nennen ist. Eine solide Kenntnis über die noch vorhandenen Runen-Denkmäler fördert Erstaunliches zutage. Die Überlieferung des altisländischen Runen-Gedichts verteilt sich auf vier Manuskripte der „Arnamagnäanischen Handschriftensammlung“, die in Kopenhagen unter Signatur „AM 413 fol“ aufbewahrt werden, deren älteste Teile auf das 15. Jh. geschätzt werden. Im 3. Vers wird die unholde Thursen-Rune behandelt. Es heißt da: „Þurs er kvenna kvöl - ok kletta búi - ok varðrúnar verr. Saturnus þengill“ (Thurse ist die Qual der Frauen - und der Felsen Bewohner - und der Ehemann Vardhrúnas. Saturn „Führer des Things“). Erklärung: Der Thurse / Eisriese / Utgardloki ist der Antigott im altgläubig-germanischen Runensystem. Er ist als ungezähmte Brachialgewalt (Titanen) aller Schwachen und vornehmlich der „Frauen Qual“. Er ist mithin der unzivilisierte „Felsen-Bewohner“, der Ehemann einer Unholdin, einer Zauberin (altnord: varðloki = Zauberer; varðlokkur = Zaubergesang). Der Archetyp des germ. Thursen scheint sich aus dem neutralen Ur-Riesen/Titan Ymir und seinen weisen Nachfahren, den Wafthrudnir und Bergelmir, als ein negativer Riesen-Aspekt ausgeformt zu haben. Die Edda-Religion kennt etliche Riesengestalten, wobei die Hrimthursen (Frost-, Reif-, Eisriesen), als Winterdämonen, die eigentlichen Vorbilder der unholden Thursen-Gestalt darstellen. Der mythisch-astrologische griech.-röm. Titan Saturn pendelt in seiner Charakteristika ebenso vom „alten Weisen“, „dem Einsiedler“ bis ins Negative des „mürrischen, verbitterten Alten“, „der Abschied und Trennung bringt“, „dem Übeltäter der seine Kinder frisst“.
 
Der germ. Thurse wird gleichgesetzt mit lat. Saturn, dem Herrn der Kälte, des Bösen und der unterirdischen Schätze. Er ist der gefährliche „Führer des Things“ der antigöttlichen Berater. Die Astrologie kennt nur zwei Übeltäter, Saturn und Mars. Jenen nannte man im Mittelalter das große Übel, diesen das kleine“, schreibt Julius Schwabe in „Archetyp und Tierkreis“, S. 194. Der runische und mythische Thurse - eine antigöttliche Metapher - wurde demnach von den runenmeisterlichen Erilari mit dem Saturn, dem „Herrn der Kälte“ gleichgesetzt. Im oding’schen Runen-Kalender steht der Thursen-Stab im 8. Haus, dem „Haus des Todes“, unter Skorpion-Einfluss. Wir besitzen einen untrüglichen Beweis dafür, dass der Runen-Schöpfer im Thursen tatsächlich einen Teufels-Begriff verstand. Den Beweis lieferte Marcus Manilius, ein röm. Astronomie-Autor aus dem frühen 1. Jahrhundert. Er schrieb das Lehrgedicht „Astronomicon libri V“. Dem Gedicht ist zu entnehmen, dass sich der Autor zur Zeit der Kaiser Augustus und Tiberius, nach der Armin-Schlacht (9 n.0) in Rom aufhielt. Manilius setzte den Teufel Typhon-Seth ebenso ins 8. Haus wie der Runen-Schöpfer seinen Thursen-Teufel.
  
Dass eine Anzahl gnostischer Schulen den finsteren Schädiger Typhon-Seth mit Jaldabaoth-Jahwe zusammenschaute, haben wir gesehen. Der jahweistische Judengott wurde zumeist mit Saturnus gleichgesetzt. Aus dem altsemitischen natürlichen Gestirnskult, um den Planet Saturn, entwickelte sich der spätere streng nationalistische jüd. Jahwe-Kult (siehe: Jan Rohls, „Protestantische Theologie der Neuzeit“, Bd. 1, S. 532). Zur Zeit des frühchristlichen Aufbruchs wurden unter den konkurrierenden Kultgemeinschaften gegenseitig die bösartigsten Vorwürfe und Unterstellungen ausgetauscht, zwischen der Kirche und der Synagoge war es nicht anders. Sicher ist jedenfalls, dass es eine religionsanschauliche Addition von Jaldabaot, Jahwe, Typhon-Seth und Saturn gegeben hat. Ob die gnostisch-antike Bildung des Runen-Schöpfer solch eine Folie als Arbeitsschema bewusst genutzt hat, mag jedem urteilenden Betrachter selbst überlassen bleiben.
   
Aufschlussreich sind die Erklärungen hinsichtlich der alt-gläubig-deutschen Anschauung des Saturns durch Magnus Daniel Omeis, „Gründliche Anleitung zur teutschen accuraten Reim- und Dichtkunst“, Nürnberg, 1704, S. 232: „Saturnus wird gemalt als ein alter grobbärtiger Mann mit einer Sichel oder Sense in der rechten Hand, in der andern eine sich in die Runde herumschlingende Schlage haltend, so sich in ihren Schwanz beißend. Auf dem Schoß führt er einen Knaben oder einen eingewickelten Stein, den er verschlingen will. Nämlich bedeutet Saturnus die Zeit, die vom Himmel erzeugt ist, vor der Erschaffung des Himmels und der Erde. Und weil Saturnus das säen, pflanzen und schneiden gelehrt auch die Zeit gleichsam abmäht, verzehret und verschlingt, so werden ihm die Sichel und der Knab oder eingewickelte Stein zugelegt, weil die Zeit flüchtig dahineilt, sind ihm von etlichen Flügel hingemalt worden. Ferner, weil Saturnus der kälteste und trockenste Planet, auch am weitesten von der Sonne entfernt ist, so wird er als ein alter, kalter, vertrockneter Mann gebildet. Dass er von dem Jupiter vertrieben wurde, bedeutet, dass der glückselige Stern des Unglückseeligen Wirkung verhindere. Überdies wird Saturn der Heiden Noah benamt, welcher seinen dreien Söhnen die Welt ausgeteilt, dergleichen der zweistirnige Janus genannt, weil Noah die erste und andere Welt gesehen, oder aus dem Gegenwärtigen das Zukünftige vorgesehen habe. Die Heiden haben ihm einen schwarze Ochsen geopfert, und wenn dieser - ihr Abgott - wird fahrend dargestellt, so werden seinem Wagen zwei schwarze Ochsen vorgespannt.“ Wir hören hier vom altdeutschen Saturn-Thursen-Kult in dem man sich - ähnlich wie es vom Doktor Faustus vernommen wurde - den Unhold-Mephisto mittels Opfer dienstbar zu machen suchte. Wir erfahren, dass der Riese Saturn bei den deutschen Heiden auch als „Noah“ galt, was nur zunächst überrascht, aber bei Kenntnisnahme der alt-nordischen Schöpfungsgeschichte in der Prosa-Edda nicht mehr. Denn auch sie kennt die Geschichte einer weltweiten Sintflut, die nur der Riese Bergelmir und seine Frau in einem Boot überlebten. Teilweise wurde Bergelmir mit dem Riesen Farbauti („gefährlicher Schläger“), dem Vater des teuflischen Loki, gleichgesetzt. Der Kreis schließt sich, trotz unserer minimalen Kenntnisse des altdeutschen Kultus, besser, als zu vermuten gewesen wäre. Im astronomisch-astrologischen Saturn sah man Aspekte des antigöttlichen Schlägers, des Thursen, des Winterriesen, des Schädigers, des Loki-Vaters, auch des weisen Alten, der janusartig einstmals am Eingang einer neuen nachsintflutlichen Urzeit stand -, insgesamt aber das vorgöttlich-vorwodinische Prinzip das die archaischen Riesen/Titanen zu verkörpern hatte, wie es im runischen Thursen-Stab zum Ausdruck gelangte. 
 
Ein Volk welches bewusst oder unbewusst einem maskierten vorderasiatischen Dämon „Gotteshäuser“ errichtet, um ihn darin anzubeten - ohne, wie zur Zeit des Heidentums, gleichzeitig auch den wodinischen eigengesetzlichen Seelen- und Vernunftskräften kultisch zu dienen - muss den Weg in den Abgrund wandeln, auf dem sich das betörte deutsche Volk derzeit im rasenden Eiltempo befindet

 

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