ODINGISCHE THEORIE

 
 
RUNEN-RELIGION
 
Man redet viel, landauf, landab,
von Kirche und von Religion,
warum sollt‘ ich da schweigen still,
als Heimatglaubens treuer Sohn ?!
 
Die Paulus-Jünger kamen her,
mit ihrem Gott, dem Zimmermann,
der angeblich am Kreuz verschied
und seinem Grab entflog alsdann
 
Woher bezieht der Papst den Trotz,
die Wundermärchen auszuschrei’n ?
Da sollte man dem Nordland-Freund
die Edda-Verse auch verzeih‘n.
 
Es tönt bei uns, mehr laut als leis‘,
das „Halleluja“, das „Hosianna“,
der Hinduisten „Om“ und „Aum“,
gar „Allahu akbar“ fern und nah.
 
Es wird gepredigt und gebombt,
in Germany scheint viel erlaubt,
„Krethi und Plethi“ tummeln sich,
nur Runen-Sinn gilt als verstaubt.
 
Der Deutsch-Germanen Religion
liegt ganz allein im Runen-Rund -;
nie ist der Ahnen Geist verstummt,
das ODING ist der Ahnen Mund.
 
Der Glaubens-Gründer ist Wodin,
weg mit dem falschen Etikett -,
wir brauchen keinen fremden Gott,
nicht Christus und nicht Mahomed.
 
Ein Weg, ein Wizzod, ein Prophet,
die „G-O-D“ weiß Rat und ruft:
„Wer sich im eig‘nen Tempel weiht,
wird zur Unsterblichkeit gestuft !“

 

ODINGISCHE BEKENNTNIS-THEORIE
 
„Da wir alles mit Teilnehmung lesen, so ist uns Menschen die Geschichte der Menschen am angemessensten, am wichtigsten, am angenehmsten“, schreibt der Philosoph Gottfried Herder in „Versuch einer Geschichte der lyrischen Dichtkunst“ (1764). So wollen wir also unsere Geschichte verstehen lernen. Herders großer Geist fragte schon vor über 200 Jahren, ob man die Stellung des Menschen in der Welt einfach zum vornherein als eine religiös sanktionierte Sonderstellung setzen dürfe, anstatt die menschliche Kondition im Ganzen der Welt ernstlich zu untersuchen, um damit in die Lage zu kommen, sie zu verstehen, anstatt solches zu behaupten. Auf den Kern seiner Frage gebracht: Sollen die Menschen sich als Gegenspieler und potentielle Überwinder der Natur verstehen, oder sind sie nicht vielmehr Teil eines Ganzen und Mitwirkende in dessen Werden und Gestalt ?! Jede irdische und stellarische Wesenheit - sei sie pflanzlicher, tierischer, menschlicher Natur - entwickelt sich aufgrund kosmogonischer Gesetzmäßigkeiten, in einem sie prägendem Umfeld, als spezifisches Produkt ihres Entstehungs- und Lebensraumes. Allein in diesem artgemäßen Werderaum ist ihr gedeihliches Auskommen gesichert. Zwischen ihrem Umfeld und ihrer eigengesetzlichen Produktivität entsteht ein symbiotisches Spannungsverhältnis, das heißt: der Raum bewirkt sein Produkt und das Produkt wirkt im raumgesetzlichen Sinne gestalterisch auf den Raum ein. Dieser Prozess gleicht einem geschlechtlichen Ergänzungs- und Selbststeigerungsmechanismus bei dessen Erklärung man vom „Kosmogonischen Eros“ sprechen könnte. Wie die vergleichende Physik, Biologie, Soziologie und Psychologie lehrt, gelten gewisse kosmologische Urbestimmungen vom Makro- bis zum Mikrokosmos hinab. Und zwar - denn alles ist bekanntlich Schwingung, Energie - herrschen  die identischen Wellengesetze über Dimensionen der Scheinmaterie ebenso wie in den seelisch-geistigen Bereichen.
 
Religion bedeutet „Ur-Anbindung“, nach der Voraussetzung des „Verstehenwollens des Ur“, im Sinne einer Heilshoffnung aus Heilserwartung durch Wohlverhalten nach den Ur-Bestimmungen, die die Religionsphänomenologie „Gott“ bzw. „Götter“ nennt. Der urgermanische Begriff für dieses geahnte „Ur“ ist „Od“, der Zentralsilbe des Wortes für Goð bzw. Gott. Religion ist mithin zwangsläufig abhängig vom Entstehungsraum und dem Produkt im Werderaum, dem Menschen. Religion als Lebensprinzip kann theoretisch weder auf fremde Räume noch auf fremde Raumprodukte übertragen werden, weil dort - in Menschenraum und Menschenseele - keine identischen Bedingungen vorherrschen können. Jegliche Mission wird demgemäß nur jene Menschengeister ansprechen und für sich einnehmen können, die in stammhirnlicher Struktur „ähnlich“ - also von gleichen Ahnen herrührend - gelagert sind. Vereinnahmt die organisierte Religion, in Gestalt von Kirchen und Kalifaten, durch Überredung, Druck, Zwang bis zur Todandrohung in ihre Gewalt geratene fremde Menschen, so eröffnen sich zwei Möglichkeiten deren Reaktionen. Entweder passen sich die unterworfenen Seelen durch mehr oder minder schmerzliche Absorptions- und Selektions- also Mutationsprozesse an, oder sie sterben im nicht kompatiblen Geistraum ab. Jede Missionsoperation nimmt demgemäß Selektionen vor. Sie dominiert, also bestärkt, die Gen-Träger aus ihrem Ur-Georaum und sie wirkt gleichzeitig rezessiv, also ausscheidend, auf Fremdgenträger ein. Eine Menschenart, eine menschliche Gesellschaft die sich überlebenswillig organisieren möchte, wäre folglich gut beraten, sich in einen philosophischen und religiösen Rahmen der Leitkultur zu betten der ihren eigenen Äußerungsformen entspricht bzw. entstammt. Zumindest müssten Fremdideologien kompatible Umformungen erfahren, um keine irreversiblen Seelenschäden in den staatstragenden Führungsschichten hervorzurufen.
 
Jeder Mensch - ob Mann oder Frau - erbt seine mitochondriale DNA (mtDNA) ausschließlich von seiner Mutter. Und jeder Mann bekommt sein Y-Chromosom ausschließlich von seinem Vater. Die aktuelle Forschung besagt, dass die menschliche Herkunft aus den mütterlichen Linien durch genetische Analyse der konservierten Abschnitte der mitochondrialen DNA (mtDNA) ergründet werden kann. Anders als die chromosomale DNA im Zellkern, die von beiden Elternteilen vererbt werden, stammt die mitochondriale DNA allein von den Müttern. Darauf fußend argumentiert die Wissenschaft, nachweisen zu können, dass alle bisher bekannten mütterlichen Linien aus einer sog. ostafrikanischen „mitochondrialen Urmutter Eva“ abstammen. Jede der daraus mutierten Haplogruppen ist durch bestimmte charakteristische mitochondrielle Genome definiert und kann entlang des mütterlichen Stammbaums zu einer bestimmten urgeschichtlichen Gebärerin zurückverfolgt werden. Die MtDNA der Urmutter soll also im Laufe der Entwicklung eine Vielzahl von Anpassungen erfahren haben, die in typische - bis heute erkennbare - 22 Haplogruppen geschieden werden können. Der Oxforder Humangenetiker Bryan Sykes beschrieb in seinem Buch „Die sieben Töchter Evas, es würden die heutigen Europäer von nur 7 bzw. 8 weiblichen Grundmustern von zu unterschiedlichen Zeiten lebenden „Urmüttern“ abstammen, denen er die Namen gab: Ursula, Xenia, Helena, Velda, Tara, Katrine und Jasmine. Deren Menschenstämme sind zwischen ca. 55.000 und 10.000 Jahren alt. Ursula soll vor ca. 55.000/45.000 Jahren gelebt haben, Jasmin vor 10.000 Jahren. So wie die menschlichen Linien möglicherweise auf eine Urgebärerin zurückzuführen sind, so ist das gesamte irdische Leben auf wenige Aminosäuren, Urkeime, Urgeburten, Amöben und Amphibien zurückzuführen. Das besagt nicht viel ! Die „mitochondriale Eva“ soll vor 99.000 bis 148.000 Jahren gelebt und der sogenannte „Y-Chromosom-Adam“ vor 120.000 bis 156.000 Jahren. Doch diese Behauptung, dass alle Menschen von einem einzigen Urmütterchen abstammen würden, ist nichts weiter als eine sekundäre Theorie.
 
Und diese „Out-of-Africa-Theorie“ wird von bestimmten Gruppen instrumentalisiert, um krasseste genetische und kulturelle Unterschiede als gewissermaßen unwesentlich oder nebensächlich erscheinen zu lassen. Erkenntnistheoretisch bedeutender als eine gemeinsame Urabstammung ist, dass sich die spezifischen Ausformungen des Lebendigen in ihren dauerhaft prägenden Ansiedlungsräumen ergaben. Es haben sich evidente Unterschiede herauskristallisiert, auch eine unterschiedlich verteilte Intelligenz-Genetik. Die genetischen Rasseunterschiede haben gewaltigen Einfluss auf das menschliche Sozial- und Sexualverhalten. Die Evolution arbeitete unverkennbar auf zunehmende Unterschiede hinaus, nicht auf genetische Vereinheitlichung. So wirkt der nordeuropäische Typus gelassener, stoischer, vernünftiger, während der Südländer-Typ emotioneller, aufbrausender daherkommt. Das Streben nach individueller Freiheit und Selbständigkeit scheint der nordischen Rasse ein artspezifisches Bedürfnis zu sein. Andere Rassen haben diese Denkweise weniger stark entwickelt. Die UR-Menschenarten haben unterschiedliche Neigungen, Anlagen, Talente und Krankheitsanfälligkeiten. Die genetischen Differenzen rufen die kulturellen Differenzen des Menschen als Kulturwesen hervor ! Professor B. Sykes „Urmutter“ der Haplogruppe-Helena lebte vor 20.000 Jahren, vermutlich im nördlichen Balkan/Mazedonien, und ist mit 40 %/50 % die häufigste mtDNA in Europa, ihre Dichte sinkt zum Südosten des Kontinents hin auf 20 %. Die älteste „Clanmutter Ursula“ lebte vor etwa 55.000/45.000 Jahren im damals kühlen nordgriechischen Raum an den Meeresküsten. Um 11% aller Europäer stammen von ihr ab. Es ist gewagt, aber möglicherweise ist die Varna-Kultur an der nördlichen Schwarzmeerküste ein Ursprungsort der „Ursula“-Zivilisation. Das Genmuster von einer der beiden Frauen mit dem südnorwegischen Osebergschiff bestattet wurden, besaß die festgestellte mtDNA der „U7“. Der dänische Gen-Forscher Hans Eiberg erkannte, alle blauäugigen Menschen tragen das spezielle Genmerkmal OCA2. Sie stammen von einem Vorfahren ab der vor ca. 6.000 Jahren vermutlich nordwestlich des Schwarzen Meeres gelebt haben soll, da von hier aus „die Völkerwanderung“ - wohl besser „Rückwanderung“ sesshaft gewordener nordeuropäischer  Eiszeit-Jägergruppen - in Richtung Nordeuropa stattgefunden habe, wo die meisten Menschen mit blauen Augen leben. Da die Entpigmentierung von Haut und Augen nur im weiter nördlichen Gletscherrandbezirk geschehen sein kann, muss die Urheimat seiner blauäugigen Art in Nordeuropa zu suchen sein. Sechs der sieben „Urmütter“-Stämme sind wesentlich älter, die 7. und jüngste ist „Ur-Mutter Jasmin“, mit einem Alter von ca. 10.000 Jahren, ist bei 20 % heutiger Europäer zu finden. Sie wird mit der steinzeitlichen Zuwanderung von Ackerbauern aus dem Nahen Osten in Verbindung gebracht. Das würde bedeuten, dass nur 20 % aller Europäer in direkter mütterlicher Linie von den zugewanderten neolithischen Bauern aus Kleinasien herrühren. 80 % der Europäer stammen von den Jägern und Sammlern ab, die nicht verdrängt wurden, sondern Ackerbau und Viehzucht sehr rasch übernahmen. Vorsicht ist aber bei allen diesen Angaben geboten, es handelt sich um eine noch junge Wissenschaft, deren Vertreter sich zum Teil widersprechen. 
 
Hinzu kommt die Y-Abstammungstheorie. Wie schon ausgesprochen: Genauso wie man die mtDNA nur von seiner Mutter haben kann, kann man das Y-Chromosom auch nur von seinem Vater erben. Nach Auffassung der führenden Gen-Forscher gehören die Menschen des Nordischen Kreises - also Nordeuropas - überwiegend der Haplogruppe I1 (Y-DNA) an, mit den germanischen Y-Chromosomen -; in Schweden ca. 43/45 %. Das Y-Chromosom ist bekanntlich das Geschlechtschromosom welches die Ausbildung des männlichen Erscheinungsbildes bewirkt. Die Haplogruppe I ist fast ausschließlich auf Europa beschränkt, sie scheint schon vor 55.000/45.000 Jahren (Bryan Sykes), nach anderen Forschern, vor 20 bis 25.000 Jahren mit der Gravettien-Kultur aufgetreten zu sein, die für ihre Venus-Figuren, den Muschel-Schmuck und für Mammut-Knochen-Häuser bekannt ist. Humangenetiker Brian Sykes verwendet als begriffliche Markierung der Haplogruppe I den Namen ihres möglichen Gründers, den Hauptgott des deutschen und nordischen Pantheons: „Woden“ (Wodan / Wodin / Odin). Der Forscher Stephen Oppenheimer verwendet den Namen Ivan. Dieser Menschentyp mutierte während der letzten Eiszeit von 4.000 bis 5.000 Jahren in Isolation auf den norddeutschen und nordfranzösischen Tiefebenen am nördlichen Eisschildrand, um später von dort, Südskandinavien und Dänemark, Handel treibend und überlagernd, seine DNA in ganz Westeuropa zu verbreiten. Brian Sykes wählte sinnigerweise als nordischen Y-Hapogruppen-Vater den Gott der Weisheit, der Poesie und des Wehrwillens, in den Zeiten der Gefahren.
 
Eine der aus dieser Menschengeistgruppe hervorgegangenen Religionskonzeptionen ist der auf uns gekommene runologische ODING-Kodex -; der einzige seiner Art. Er könnte die Grundlage oder als Initialzündungsfunken fungieren für die Neubelebung einer artgemäßen euro-gallogermanischen Volks- und Heimatreligion. „Denn die schönste Ankunft ist die Rückkehr zu sich selbst !“  Wolfgang v. Goethe
 
Ich kehre nach diesem Gedankenflug zurück zur Eingangsfrage J. Gottfried v. Herders: Sollen die Menschen sich als Gegenspieler und potentielle Überwinder der Natur verstehen, oder sind sie nicht vielmehr Teil eines Ganzen und Mitwirkende in dessen Werden und Gestalt ?! Ich plädiere entschieden dafür, den Menschengeist nicht dafür zu missbrauchen, ihn in Gegnerschaft zu den gefügten Naturgegebenheiten im Sinne einer gigantischen Utopie der Nivellierung zu verschwenden, ihn vielmehr tragen und mitschwingen zu lassen vom Ausformungswillen einer wetteifernden göttlich gewollten Buntheit. Kein uniformiertes Weltbürgertum, kein Zwang zur Gleichschaltung der Leiber und der Geister wird die erlebnisspendende Vielfalt der Weltwesenheiten garantieren, im Gegenteil ! Es ist der Wunsch und der Wille zu sich selbst und der Glaube an den Heilsweg eigener Artung, welche uns unsere Mutter Erde dergestalt erhält in der sie uns allen guttut. Das ideologische Motto muss deswegen heißen: Keine Schmähung und Verstecken von Eigentümlichkeiten, sondern ein Bekenntnis ablegen zum artspezifischen Sonderweg, auch im Religiösen, auch im Runen-Religiösen !
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