MEIN „ADLER UND FISCH“

 
 
MEIN „ADLER UND FISCH“
 
Ich dachte hin und dachte her,
ein Heidenschild war mein Begehr.
Was müsste in Symbolen steh’n,
die mir voran zur Zukunft geh’n?
 
Ein neues Sinnbild stand mir vor,
ich sucht‘ aus meinem Sinn hervor,
was aus vielfält‘gem Deutungsgrund
ein Heiden-Weltbild mache kund ?
 
Mehrdeutig ist der Wahrheit Schrein,
mehrdeutig müsst‘ sein Sinnbild sein.
Und auch der Pole Gegenkehr
als Spannungszwist zu zeigen wär‘.
 
Da schien mir trefflich vorzüglich
ein Doppel-Bild von „Adler-Fisch“,
das so wie Yin und Yang, vereint,
den Gegensatz des Kosmos meint.
 
Wasser und Feuer, Geist und Stoff,
im Wechselspiel von zart bis schroff,
von der Ergänzung bis zum Streit,
so wogt der Welten Wirklichkeit.
 
Und ganz konkret gibt es noch das:
Adler und Fisch vereint auch Hass.
Der Fisch, die niedere Kreatur,
dem Sonnenadler Feindschaft schwur.
 
Als Christenkirchen-Kampf-Symbol,
ist Christen-Fisch der Gegen-Pol
zur reinen Feuer-Geistes-Kraft,
die sich hinauf zur Wahrheit rafft.
 
So schuf ich zeichnend die Idee
und ging damit auf Welt-Tournee.
Stets war das Neue mein Geschäft
(ein solches wird gern nachgeäfft).
 
 

Es ist das von mir im Jahre 1989 als Auto-Aufkleber entwickelte und gezeichnete Wehrsymbol des jung­deutschen Heidentums gegen den seit weit über tausend Jahren in unsere Nord­heimat vorgetragenen Vergewaltigungswillen der Christenheit.

 

Die Aufkleber ließ ich von „Werbetechnik Munsch GmbH“, Walluf an Rhein, herstellen (Auslieferung erfolgte am 08.10.1999). Nachdem ich das Logo in Umlauf gebracht hatte, zog RA J.Rieger von der AG nach und ließ ein ähnliches aber aggressiver und graphisch unausgewogen wirkendes Zeichen schaffen, das er sich im Januar 2003 patentieren ließ. Das von mir erarbeitete Zeichen wurde von Franz Josef Mack / Grasellenbach widerrechtlich auf seinen Namen am 31.03.2000 zum Patent gemeldet. Mit dem 17.08.2001 erhob ich dagegen beim Bundespatentgericht / München Widerspruch. - Einige der Aufkleber in weiß und schwarz sind bei mir für 4,- Euro zu beziehen.

 

Das christianische Schleppnetz umspannt mittlerweile den gesamten Erdball und versucht - unter dem oft bieder und harmlos erscheinenden Anspruch karitativer Hilfe - die Menschengeister gleich Fischlein einzufangen für den galiläischen Reformator Jeshua/Jesus und dessen althebräischen Stam­mesgötzen Jahwe/Jehova. Jesus galt seinen frühen Anhängern aus mehreren Gründen sinnbildlich selbst als Fisch. Zu allererst weil das Christentum ursprünglich eine rein jüdische Sekte war und schon in jüdischer Bildsprache der Fisch den glaubenstreuen Israeliten symbolisierte. Dann wurde dieses altjüdische Gleichnis kompliziert ausgedeutet: Weil der Fisch das Element Wasser vertritt, sollte mittels der essenisch-christlichen Wassertaufe der in die Sekte aufgenommene Mensch sich gewissermaßen durch den Fisch wie neu geboren fühlen. Obendrein heißt das griechische Wort für Fisch Ichthys, und das sind die Anfangs­buch­staben für „Jeshua/Jesus [jüd. Vorname] Christos [Gesalbter] Theon [Gottes] Hyios [Sohn] Soter [Heiland].“

 

Deshalb schrieb der Kirchenlehrer Tertullian: „Aber wir Fischlein werden gemäß unsrem Ichthys Jesus Christus im Wasser geboren.“ Der im Taufwasser gegenwärtig gedachte Fisch Jesus Christus taufte nach dieser Vor­stellung selbst seine gewonnenen Anhänger, die Christenfischlein (pisciculi), welche sich danach als andere (eben als Verchristlichte) geistig Neugeborene verstanden. Im Fisch­sym­bol drückt sich also die Gesamtheit des Christentums - Kopf wie Körper - aus. Da wir dieses Christentum als geistesgeschichtliche Erscheinung/Verirrung angesichts seiner historisch belegten Verbrechen - insbesondere wegen seiner Ideologie der erbar­mungslosen Intoleranz - keineswegs als harmlos und unschädlich ansehen können, bean­spruchen wir das Recht und die Pflicht, dem christlichen Imperialismus mit allen geisti­gen Machtmitteln entgegenzuwirken.

 

Der Fisch galt den Alten aber auch als Symbol des Todes - wegen seiner Stummheit, sei­nes Lebens unterhalb der lichtdurchpulsten Wasseroberfläche und seiner schein­baren Blutleere. Sein Element, das Wasser (eng mit irdischer Grabestiefe verbunden), steht im symbolischen Gegensatz zu Luft und Feuer, denn die leichten Urbausteine Luft/Feuer galten gleichnishaft als die Medien des menschlichen Geistes und der Seele. Diese setzten die Völker ins Bild als Sonnen-Adler oder Feuer-Falke. Deshalb steht das Adler-Fisch-Zeichen für den ewigen Gegensatz zwischen Lichtgeist und dumpfer Materie, also Feuer und Wasser, Leben und Tod, Himmel und Erde - in überspitzter Weise (oft unter Ver­drän­gung der Erkenntnis, daß die beiden Pole einander weitgehend bedingen) auch zwi­schen Gott und Teufel (Tiefel = Geist der Tiefe).

 

Folgerichtig verwandelte sich in der germanischen Mythologie der gegengöttliche Lü­gen­dämon Loki auf seiner Flucht vor dem Göttlichen in einen Fisch (Loki, der Lü­gen-Lachs). Auch bei den altgläubigen Ägyptern war es der Fisch (Oxyrrhinchos-Fisch), wel­cher dem Mythos zufolge das Zeugungsglied des vom widergöttlichen Seth zerstück­elten und ins Meer geworfenen Gottes Osiris verschlungen hatte und damit die Verle­bendigungskraft der Gottheit in sich trug. Diese Todessymbolik des Fisches ist natürlich komplexer, als es hier ausgeführt werden kann. Sicher ist aber, dass insbe­sondere der Chri­sti­anismus bewusst und willentlich eine jenseitsgewandte antinatur­ge­setzliche To­des­lehre verkündet, an der jedes Volk früher oder später zugrunde gehen muss.

 

„Wer nicht mit Jesus-Christus sterben will, hat ihn, seinen Herrn nicht recht verstanden !“, so lautet die christliche Grundpredigt - die allerdings von den wenigsten bekennenden Christen recht verstanden wird.

 

Dagegen setzt das frohgemute Heidentum seine tiefsinnige, naturgesetzliche Lebens­leh­re. Uns gilt dieser düstere Todesfisch als Feind der Freiheit, der Wahrheit und des Le­bens. Der heidnische Sonnenadler bekämpft ihn - das Ringen ist noch nicht entschie­den - tue jeder Lichtkämpfer sein Bestes !

 

 ADLER oder FISCH - Leben oder Tod ?

 

So lautet die Frage in verdeutlichender Überspitzung, die sich seit mehr als anderthalbtausend Jahren den ger­manischen darüber hinaus allen ureuropäischen Völkern stellt. Entweder ergeben sie sich gleichsam in das Schick­sal der Fische, die im Netz der judäochristlichen Propaganda gefangen und verspeist werden sollen, oder sie schwingen sich adlergleich wieder hinauf in ihre art- bzw. selbstbewussten Geisteswelten - und leben.

 

Im symbol- und fundgeschichtlichen Sinne begann das Adlerbild auf germanischen Trachtbestandteilen und Waf­fen seinen Siegeslauf zu Beginn des 5. Jh. n.0 bei den östlichen Goten der Schwarzmeerküsten, als die christliche Seelenfischerei unter den Germanen ihren Anfang nahm. Seit Ende des 5. Jh. ist es schon im germa­nischen We­sten häufiger nachweisbar und erreichte gegen Ende des 6. und während des 7. Jh. unter Einschluss des lan­gobardischen Italiens und des skandinavischen Nordens seine weiteste Verbreitung. Literarisch belegt ist die Bin­dung des Adlers an Wo­dan/Odin, den germanischen Geist- und Seelengott. So sind die bei den noch heidni­schen Ost­goten aufkommenden Adlerbilder als Heilszeichen mit schüt­zender (apotropäischer) Wirkung zu ver­stehen. Schon aus dem keltischen Fürstengrab von Ciume­sti/Rumänien vom Ende 4. Jh. v.0, wurde ein eiserner Prunk­helm gehoben, den ein kunstvoller Adler­aufsatz mit beweglichen Flügeln zierte. Ostgotische Adlerfibeln (s. Abb. 1), die paarweise an den Schultern getra­gen wurden, fan­den sich in Mailand, San Marino, an derVia Fla­minia bei Rom und Ce­sena / Italien. Das gepidische Fürstengrab von Apahida-II / Siebenbürgen barg herrliche Ad­ler-Sattelbe­schläge. West­gotische Adlerspangen wurden in Calatayud/Spanien gefunden. Ostgo­tische Münzbilder aus Ravenna und Rom führen den Adler ebenso. Eindeu­tig war der Adler eines der Kampfsymbole für das wo­dan­gläubige germanische Heidentum. Später allerdings wurde er umgedreht und sollte nun Christus und die „Aufer­stehung“ symbo­lisieren. So stammt der Adler als deutscher Wappenvogel und als Reichsadler aus sinn­voller heid­nisch-germanischer Tradition, zu der sich jeder artgläubige Mensch guten Gewissens bekennen darf.

 

Zwar zählt auch das Fisch-Symbol zum urgermanischen bronzezeitlichen Sinnbildbestand (z.B. auf Ki­vik-Grab­platte / Schweden sowie Rasiermessern von Bornhöved / Kr. Segeberg und Bre­men) doch in frühmittelalterlicher Zeit ge­hörte es als demonstrativ getragenes Signum der römisch-christlichen Welt an. Unter dem Zeichen des Fisches (Abb. 3) begann die christliche Wahnidee ihre Missionsarbeit der Zerstörung von Völkerseelen. Mit Fischen wer­den christlicherseits jene betörten Menschen verglichen, die aus dem Völkermeer heraus für den Ju­dengott „Jahve“ und sein kommendes Reich gewonnen würden (Mt 4,19; vgl. Jer 6,16; Hes 47,10). Einmal passte der Fisch als Todessymbol gut zum weltabgewandten, jenseitsbezogenen Christenglauben, welcher davon ausging, der Weltuntergang stünde unmittelbar bevor, zusätzlich ließ sich der griech. Begriff für Fisch „Ichthys“ aus den griech. Anfangsbuchstaben von „Jesus Christos, Gottes Sohn, Erlöser“ bilden. Die Ichthys-Verehrer meinten also mit dem Fisch gleichzeitig ihren christlichen Kultgott - ebenso wie die Wodang­läubigen ihre Gott­heit im Ad­ler versinnbildlicht sahen. Die nicht geringe Anzahl der Mischgläubi­gen wird die ver­bundene Darstel­lung von Adler und Fisch ge­schätzt haben, für die wir ebenfalls etliche Zeug­nisse be­sitzen (z.B. Spangenhelm von Monte­pagano / Italien). Nun ist es geschichtlich überliefert, dass in den zum arianischen Christentum „über­getre­tenen“ Germa­nenvölkern immer auch Parteien bestanden die ihrer Heimatreligion bis zum Ende treu blieben. Starkes heidni­sches Brauch­tum wirkte fort. Solche Gruppen selbst­bewusster Germanen, an denen die fremdreli­giösen Bekeh­rungsversuche wirkungslos abprall­ten, wählten ein besonderes Er­kennungsbild: den Adler, der den Fisch in seinen Fängen gepackt hält. Der Spangen­helm vom Krefeld-Gellep Grab zeigt z.B. dieses eingepunzte Zeichen (Abb. 2), ebenso wie ein dä­nischer C-Brakteat (Geleitmünze) und beide Goldhörner von Rosen­gaard / Gallehus / Nordschleswig (Beginn 5.Jh.). Da ungeach­tet des zu Ende gehenden „Fische-Zeitalters“ seit einigen Jahren der Fisch als christli­ches Demonstra­tionssymbol erneut hervorgeholt wurde, sollte sich auch das bekennende kel­tisch-germanische Heiden­tum seines alten Wehrsinnbil­des wieder erinnern.

 

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